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Dienstag, 28. August 2012

Rezension: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Deutsche Ausgabe
Original
Titel: 
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(Original: The fault in our stars)

Autor:
John Green

Verlag:
Carl Hanser Verlag

Seitenzahl:
288

Preis:
16,90€





Kurzbeschreibung:


„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.




 Cover und Titel:


Ich finde nicht, dass beide Titel wirklich gut zur Geschichte passen, aber ich finde, dass beider sehr schön klingen. Sie klingen irgendwie poetisch und das passt sehr gut zu Hazel, denke ich. Und somit passen beide dann doch wieder irgendwie. Obwohl...Eigentlich passt "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" schon irgendwie.
Bei den Covern verhält es sich ähnlich wie mit den Titeln, aber da mag ich die deutsche Aufmachung einfach viel mehr. Dieses Buch ist einfach so wunderschön.




Meine Meinung:


Ich muss zugeben, dass ich mich ein bisschen gedrückt habe, eine Rezension zu dem Buch zu schreiben. Einfach weil ich Angst habe, dem Buch nicht gerecht zu werden. Ich habe Angst, nicht die richtigen Worte zu finden, weil ich es wirklich sehr schwer finde, meine Gedanken über das Buch in Worte zu fassen. 
Ich habe mich auch ein bisschen davor gedrückt, dass Buch überhaupt zu lesen. Ich weiß nicht, warum mir das bei John Greens Büchern immer wieder passiert, aber das ist so ein allgemeines Problem bei seinen Büchern. Ich bin von jedem seiner Bücher überzeugt, aber habe immer Hemmungen dann ein weiteres zu lesen. 

Ich finde, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist das beste Buch von John Green. Es ist wirklich schwer, dass zu sagen, weil ich alle seinen Bücher liebe, aber dieses hier, hat mich einfach am meisten bewegt.
Es hat mich zum Lachen und zum weinen gebracht. Ich war sauer und glücklich. Voller Hoffnung und am verzweifeln. 
Und genau das ist es, was ein guten Buch doch ausmachen sollte, oder? 
Ich habe wirklich lange, wenn nicht sogar noch nie, ein Buch gelesen, was mir so viele verschiedenen Emotionen entlocken konnte. 
Angefangen bei Hazel und Gus. Ich liebe die beiden so sehr. Sie waren mir von Anhieb sympathisch und wollte einfach, dass sie glücklich sind. Ich wollte vergessen, dass sie Krebs haben und kein Happy End haben können. Ich finde die Art, wie Hazel mit ihrem Krebs umgeht so wahnsinnig toll. Sie ist so stark und denkt so viel darüber nach, ob sie die Menschen um sie herum verletzt. Auch Gus...ich weiß gar nicht wie ich ihn beschreiben soll. Er ist einfach herzensgut, witzig und selbstlos.
Ich fand es so süß, dass Gus Hazel immer Hazel Grace nennt und Hazel Gus Augustus.
Der Schreibstil von John Green ist wieder einmal genial. Er ist mitreißend, einfühlsam und witzig in einem. es gibt so viele, wirklich schöne Sätze in dem Buch, die so tiefsinning sind und einen trotzdem zum Lachen bringen. 
Überhaupt ist das Buch so witzig, weil alle Krebskranken nicht so in Selbstmitleid versinken sondern sich mehr oder weniger mit ihrem Schicksal abfinden.
Was ich aber am besten an dem Buch fand, war, diese eine wirklich UNERWARTETE Wendung, die es genommen hat. Von dem Zeitpunkt war es schon ziemlich... ich weiß nicht. Ich dachte wirklich nicht, dass das möglich wäre und es hat mich schockiert und traurig und wütend gemacht. Und die letzten 50 Seiten habe ich so wie so geheult. Als ich durch war, war ich emotional schon sehr weit unten und musste mich erstmal ablenken, aber wenn ich jetzt wieder drüber nachdenke kommen die gleichen Gefühl wieder hoch...


Originalität: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (5/5)
 Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Humor: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥ (5/5)




 Fazit:


Ganz, ganz großes Kino. Ein so einfühlsamer Roman über das Leben von zwei Menschen, denen das Schicksal gar kein großes Leben gönnt. Ich denke, dass absolut jeder Mensch auf dieser Welt dieses Buch lesen muss, weil es einfach jeden Menschen auf dieser Welt bewegen wird. 

♥♥♥♥♥







 
Vielen, vielen Dank an Lovelybooks, dass ich bei dieser Leserunde teilnehmen durfte und dem Carl Hanser Verlag, für die Bereitstellung der Leseexemplare.




Sonntag, 27. Mai 2012

Rezension: Margos Spuren



Titel:
Margos Spuren
(Original: Paper Towns)

Autor:
John Green

Verlag:
Carl Hanser Verlag

Seitenzahl:
336

Preis:
16,90€


Klappentext:

Schon als kleiner Junge war Quentin in die schöne, impulsive Margo verliebt - und schon damals war sie ihm ein Rätsel: Niemand konnte so mutig und entschlossen sein wie sie, niemand wirkte so unnahbar. Nachdem Quentin Margo bei einem nächtlichen Rachefeldzug geholfen hat, verschwindet diese urplötzlich und hinterlässt geheimnisvolle Spuren. Quentin ist verwirrt: Sind die Spuren für ihn? Soll er die Suche aufnehmen? Doch dann verfolgt er jeden Hinweis und befindet sich plötzlich inmitten eines aufregenden Abenteuers, irgendwo zwischen Roadmovie, Detektiv- und Liebesgeschichte.

Der erste Satz:

 "Der längste Tag meines Lebens fing mit Verspätung an."

Cover und Titel:

Oh Gott. das original Cover ist ja so perfekt, so perfekt geht das eigentlich gar nicht. Es sieht wunderschön aus und es passt so 100%ig zum Buch, zum Inhalt!
Das deutsche ist ja auch ganz okay, ober irgendwie so ohne Aussage. Und okay, ist einfach nicht perfekt, nicht wahr?!
Vom Titel her finde ich beide gut, aber Margos Spuren passt, denke ich, ein bisschen besser. Wobei Paper Towns auch einen schönen Bezug zum Buch hat, find ich.

Meine Meinung:

Bei dem Buch kann man zwei Meinungen haben. Man liebt es, oder man hasst es. 
Ich liebe es. 
Margos Spuren ist ein Buch, das man total sinnlos, aber auch super sinnvoll finden kann. Es ist tiefgründig und oberflächlich gleichzeitig. Es ist voller Poesie oder niveaulos. Das ist irgendwie so beeindruckend, finde ich. 
Vielleicht kann man das auch erst nachvollziehen, wenn man wenigstens eins von John Greens Büchern gelesen hat. Weil es mir nämlich bei allen seinen Büchern so ging - ich habe alle seine Bücher gelesen!
Er denkt sich immer so realistische Charakter aus, das liebe ich auch so an ihm. 
Es sind nicht diese klischeehaften Edward-und-Bella-Charakter, sondern eher diese Außenseiter. Ich kann mich also immer ziemlich gut mit ihnen identifizieren, auch wenn es immer Jungs sind :D
In diesem Fall ist das also Quentin, der halt seine Außenseiter-Freunde hat, mit denen er Computerspiele spielt und in Margo verliebt ist. Schon ewig. 
Margo ist auch so ein typischer Green-Charakter - Ziemlich wild und mit ihrem eigenen Dickkopf.
Ich finde die Geschichte einfach so genial, die Ideen mit dem Spuren sind so gut. Und die Spuren selbst sind einfach nur genial.
Es fällt mir ziemlich schwer, eine Rezension zu dem Buch zu schreiben, wie euch sicher auffällt. Das liegt daran, dass ich nicht so viel verraten will, wisst ihr. Und ich glaube, man kann auch nicht so viel mehr schreiben.
Es ist, wie ich oben gesagt hab, und ich kann dieses Gefühl einfach nicht richtig beschreiben, was ich beim Lesen hatte.
Den einzigen Punkt, den ich bei dem Buch abziehe ist dafür, dass es manchmal vielleicht ein bisschen  langweilig ist.
Aber am Ende hab ich nicht geheult oder so, aber bestimmt 4/5 Tränen vergossen und das passiert mir ja wirklich nur bei guten Büchern.
Zum Glück habe ich aber das Glück ziemlich oft gute Bücher zu lesen ;)

Originalität: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4/5)
Humor: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥ (4,5/5)

Fazit:

Ich denke, John Greens bestes Werk bis jetzt. Mit "Eine wie Alaska".
Genialer Autor und ein absolut geniales Buch.

♥♥♥♥