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Dienstag, 30. April 2013

Rezension: Gallagher Girls - Spione küsst man nicht

Titel:
Spione küsst man nicht
(I'd Tell You I Love You But Then I'd Have To Kill You)

Autor:
Ally Carter

Verlag:
Planet Girl

Seitenzahl:
300

Preis:
12,95€


Die Gallagher Akademie für hochbegabte junge Mädchen ist alles andere als eine gewöhnliche Mädchenschule, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Denn hier werden die Top-Agentinnen von morgen ausgebildet! Doch was passiert, wenn sich ein Gallagher Girl in einen ganz normalen Jungen verliebt? Cameron Cammie Morgan beherrscht zwar 14 Sprachen, kann sich wie ein Chamäleon tarnen und CIA-Codes knacken, aber die Gallagher Akademie hat sie nicht auf das erste Herzklopfen vorbereitet. Als sie Josh trifft, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Klar ist sie in der Lage, sein Handy abzuhören, aber kann so überhaupt eine Beziehung funktionieren? Ihr Freund darf niemals die Wahrheit über Cammies Schule, ihre Familie von Top-Agenten und ihr wirkliches Leben erfahren ...

 Die gesamte Aufmachung gefällt mir leider gar nicht. Das Cover sieht nicht schön aus und der Titel ist zu gezwungen, finde ich. Außerdem passt er gar nicht so gut zum Titel. 
Die Unterschiede zum amerikanischen Cover sind zwar gering, aber trotzdem besser. Dadurch, dass das ganze Buch eher blau gehalten ist, wirkt es nicht soo sehr nach Mädchenbuch und der Titel ist zwar auch ein wenig seltsam, aber immer noch besser als der deutsche. Und ich mag solche ewiglangen Buchtitel. Außerdem gibt es eine Stelle im Buch, in dem sie etwas ähnliches von Josh sagt.







Seit langem fällt es mir richtig schwer, eine Rezension für ein Buch zu schreiben. Es ist wirklich nicht so, dass ich Gallagher Girls nicht mochte, aber es ist ein seltsames Buch und meine Meinung darüber geht eindeutig auseinander.

Ich glaube, das liegt hauptsächlich an der Idee und dem Setting des Buches. Cammie geht mit ihren Freundinnen auf eine Mädchenschule, die Geheimagenten ausbildet, sie spricht 14 Sprachen (und ist grade mal 15) und geheime Waffen ist ein Lippenstift, der Säure enthält und deswegen das Dach einer Fabrikhalle zersetzten kann. Dann trifft sie den Jungen den sie ja soo sehr liebt und darf ihm nichts über sich und ihre geheime Identität als Spionin erzählen.

An sich war ich gespannt, wie die Story aufgebaut ist und ich habe schon viel Gutes von Ally Carter gehört, weshalb ich neugierig auf dieses Buch war. Leider konnte es mich halt nicht überzeugen.
Ich persönlich hätte ein bisschen mehr Realismus in der Handlung erwartet und auch so kann ich nicht viel damit anfangen.

Cammie als Protagonistin ist sympathisch, viel mehr allerdings auch nicht. Ich fand es interessant sie in ihren 'Einsätzen' zu beobachten, da sie sich so gut tarnen kann, aber das war es auch schon.
Für mich waren es eher Charaktere wie Macey, Bex und Liv, die das Buch belebt haben, denn jede von Camies Freundinnen ist anders und es war schön zu sehen, wie sie miteinander umgehen.
Dabei ist mit besonders Macey ans Herz gewachsen, weil sie auch die größte Entwicklung im Buch durchmacht.

Von der Liebesgeschichte will ich gar nicht viel sagen. Im Großen und Ganzen ist sie auch nichts Besonderes. Cammie spricht oft von Agenten Filmen und manchmal kam es mir so vor, als wäre auch das Buch nur eines dieser 0815-Agentenfilme.
Die Beziehung zwischen Josh und Cammie war vorhersehbar und die einzige Überraschung hat man auf der vorletzten Seite. Allerdings hat mir diese Wendung wirklich gut gefallen.

Der Schreibstil von Ally Carter hat mir allerdings sehr gut gefallen, er war locker und gut verständlich. Wahrscheinlich hätte ich das Buch auch humorvoller empfunden, wenn nicht manchmal diese pseudo-tiefgründigen Passagen gewesen wären.

Handlung: ♥♥♥ (3,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4/5)
Charaktere: ♥♥♥ (3/5)
Spannung: ♥♥♥ (3/5)
Humor: ♥♥♥ (3/5)
Tiefgang: ♥♥ (2,5/5)

Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht wirklich erfüllt, aber trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Ally Carters Schreibstil ist sehr gut zu lesen und sie schafft Charaktere, die man sympathisch findet und irgendwie mag. Von Charakterentwicklung sieht man aber nicht so viel.
Trotzdem ist das Buch wahrscheinlich eher was für jüngere Mädchen, da die Handlung teilweise relativ vorhersehbar war.
Wer eine süße, aber trotzdem relativ anspruchslose Liebesgeschichte mit ein paar Spionage-Einwürfen lesen will, ist bei diesem Buch allerdings goldrichtig.









Vielen Dank an Blogg dein Buch und Planet Girl für dieses Rezensionsexeemplar!

Sonntag, 8. Juli 2012

Rezension: Tempest - Tochter des Meeres

  

 Titel:
Tempest - Tochter des Meeres
(Original: Tempest Rising)

Autor:
Tracy Deebs

Verlag:
Planet Girl

Seitenzahl:
348

Preis:
14.95€




Klappentext:

Seit sie denken kann, erfüllt Tempest eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Das geheimnisvolle Erbe ihrer Mutter, einer Wassernixe, lässt sie nicht mehr los. An ihrem 17. Geburtstag ist sie gezwungen, eine Wahl zu treffen: Für ein Leben an Land mit ihrer Familie und ihrem Freund Marc oder ein Leben in der faszinierenden Welt des Ozeans ... Scheinbar eine klare Sache. Doch dann taucht der geheimnisvolle Surfer Kona am Strand auf und bringt Tempests Welt ins Wanken, so verbunden fühlt sie sich ihm. Doch ist er wirklich ihr Beschützer oder stammt er auch aus der Welt der Wasserwesen? Die Zeit läuft Tempest davon: Sie hat drei Monate, um sich zu entscheiden, bevor ihre Verwandlung endgültig einsetzt. 

 

Cover und Titel:

Ach, wäre dieses Cover nicht gewesen, hätte ich mir das nie antun müssen -.-
Solche Bücher haben wirklich nicht sowas verdient. Aber es ist einfach soo schön - also das Cover, nicht das Buch. Ich finde zwar nicht, dass es viel aussagt, aber das tut das original Cover auch nicht. Tempest Rising finde allerdings nicht wirklich passend als Titel, da passt der deutsche auch nicht wirklich.
Also wirklich, die Aufmachung ist so wunderschön...What a shame.

 

Meine Meinung:

 Endlich, endlich bin ich mit diesem Buch fertig. Ich war kurz davor, abzubrechen, aber dann hab ich mir gedacht, dass ich mich ja nicht umsonst durch die ersten 200 Seiten gequält habe. 
Wie man sich sicherlich denken kann, hat mir das Buch nicht gut gefallen. Ich will nicht sagen, es ist das schlechteste Buch, was ich je gelesen hab, aber...es kommt schon sehr nah dran. Leider.

Ich muss zugeben, der Anfang war wirklich vielversprechend. Das lag daran, dass es zu diesem Zeitpunkt noch etwas neues war. Tempest wusste von Anfang an, dass sie eine Nixe ist und dass sie sich bald für ein Leben entscheiden müsse. Außerdem war sie mit Mark zusammen und das auch ziemlich glücklich, sie sind schon seit 2 oder 3 Jahren zusammen und haben sich wirklich irgendwie geliebt.
Aber DANN - dann kam Kona. Kona war so ziemlich das personifizierte Urban-Fantasy-Klischee. Unglaublich gutaussehend, mysteriös und er übt eine unerklärliche Anziehung auf Tempest aus. Am Anfang mochte ich ihn noch, aber dann wurde mir das ein bisschen too much. 
Ja, von diesem Moment an ging es nur noch steil bergab. Tempest Charakter kam immer mehr zum Vorschein und das war wirklich nichts schönes. 
Sie ist launisch, egoistisch, zickig, unselbstständig, leichtsinnig, selbstverliebt, hysterisch, stur. Einfach nur nervig. 
Und ich versteh nicht, warum sie - selbst am Ende des Buches - noch so schrecklich von ihrer Mutter denkt. Wirklich, das hat mich so rasend gemacht. Tempest denkt die ganze Zeit nur, dass ihre Mutter so furchtbar ist und ihre Familie und sie verlassen hat. Aber sie denkt überhaupt nicht darüber nach, warum sie das vielleicht gemacht haben könnte. Und auch als sie erfährt, warum ihre Mutter nun wirklich seit 6 Jahen nicht da ist, zeigt sie überhaupt keine Einsich!
 Dann zeigt Tempest aber manchmal auch diese nervigen bellamäßigen Anfälle von Selbstlosigkeit und Minderwertigkeitskomplexen. So in der Art von "Wie konnte er nur MICH wollen, ich bin doch nur ein einfaches kleines Mädchen, was nichts kann" oder "Wie sollte ich selber in dieser Höhle versteckt bleiben, wenn Kona da draußen sein Leben für mich opferte."
Okay, das war vielleicht ein bisschen überspitzt...
Und dann dieses kitschige Verhalten von Kone. *ARRRHG*
Wie kann er schon nach ein oder zwei Wochen sagen, dass Tempest die einzige ist, die er jemals lieben könnte und dass er biss in alle Ewigkeiten auf sie wartenwürde, wenn es nötig wäre.
Es tut mir ja Leid, aber das war echt ein bisschen viel für mich.


Originalität: ♥♥ (2/5)
Schreibstil: ♥♥ (2,5/5)
Charaktere: ♥ (1,5/5)
Spannung: ♥ (1/5)
Humor: ♥♥ (2/5)
Tiefgang: ♥♥ (2,5/5)


Fazit:

Was lernen wir daraus? Schöne Cover sind bööööse und Cover-Käufe nur selten erfolgreich. 
Ich weiß, es hat nur positive Bewertungen bei amazon, aber ich finde absolut nicht, dass dieses Buch das verdient. Die Story hat für mich nichts neues und Tempest ist ein absolut nerviger Charakter. Tut mir Leid...

 ♥