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Freitag, 20. Juni 2014

Rezension: Everything leads to you


Titel:
Everything leads to you

Autor: 
Nina LaCour

Verlag:
Dutton

Seitenzahl:
320

Preis:
13,10€


 
A wunderkind young set designer, Emi has already started to find her way in the competitive Hollywood film world.
Emi is a film buff and a true romantic, but her real-life relationships are a mess. She has desperately gone back to the same girl too many times to mention. But then a mysterious letter from a silver screen legend leads Emi to Ava. Ava is unlike anyone Emi has ever met. She has a tumultuous, not-so-glamorous past, and lives an unconventional life. She’s enigmatic…. She’s beautiful. And she is about to expand Emi’s understanding of family, acceptance, and true romance.

Irgendwann bin ich bei goodreads durch Zufall auf die Seite dieses Buches gekommen. Es war wie Liebe auf den ersten Blick: Das Cover, die Kurzbeschreibung, die bisherige Bewertung. Alles hat gestimmt und Everything leads to you ist sofort auf meine Must-Have-Liste gewandert. Seit Langem war ich nicht mehr so gespannt auf eine Neuerscheinung im Contemporary Genre. Und ja, was soll ich sagen? Es hat sich so gelohnt!

Der eindeutig stärkste Aspekt in Everything leads to you ist Emi, sie ist eine der sympathischsten Protagonistin, die ich dieses Jahr lesen durfte!
Emi ist 18 Jahre alt und arbeitet als Praktikantin als Set Designer eines Filmes. Ihre Liebe zu Filmen war regelrecht ansteckend und ich werde ab jetzt die Raumausstattung in Filmen nie wieder so sehen wie vorher. Es war so faszinierend zu lesen, wie sie über das Einrichten von Räumen nachdenkt; und was ein einfaches Zimmer dadurch über eine Person aussagen kann. 
Sie kümmert sich um all diese Kleinigkeiten, die in einem Film nie auffallen, aber unterbewusst Persönlichkeit in Charaktere bringen und es hat unglaublich viel Spaß gemacht Emi dabei über die Schulter zu gucken. 
Außerdem ist sie zwar sehr talentiert in dem, was sie tut, ist aber trotzdem erst ein Teenager, also unerfahren. Manche Fehler muss sie akzeptieren, für andere Sachen muss sie selber einstehen.
Es ging gar nicht anders, als sich ein bisschen in die Filmindustrie zu verlieben :)

Einer der ausschlaggebenden Punkte, warum ich das Buch SO DRINGEND haben wollte, war, dass es Glbt ist. Und zwar geht es endlich mal um Mädchen! Ist das nicht revolutionär?
Emi ist also lesbisch, allerdings ist das Buch keine Coming-Out-Story. Ihre Sexualität ist einfach Teil von Emis Charakter, es wird nicht viel darüber gesprochen, weil es einfach so normal und natürlich für sie ist. 

Das Einzige, was meine Begeisterung ein wenig gedämpft hat, war Ava. Sie ist jemand, den man mag oder eben nicht. Ich denke, sie hat eine sehr realistische Persönlichkeit und das mochte ich schon wieder an ihr. Trotzdem kam ich mir ihrer Art teilweise nicht ganz zurecht. Manchmal war sie ruhig und manchmal hatte sie Wutanfälle, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Auch hätte ich sehr gerne noch mehr über ihre Familie erfahren, weil ich denke, das hätte erklärt, warum Ava so ist, wie sie ist.
Wer ein leichtes, wundervolles Buch für den Sommer sucht, der kann mit Everything leads to you
absolut nichts falsch machen. Emi ist eine äußerst angenehme Protagonistin, und auch wenn man den einen oder anderen Charakter dafür nicht so sehr mag, kann man das Buch dadurch sehr genießen. Ohne Probleme wird man in die Welt der Filme gezogen und verbringt ein paar sonnige Stunden in Hollywood. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass jemand dieses Buch überhaupt nicht mögen könnte und es ist der perfekte Kandidat um es in einem Rutsch durchzulesen.


Montag, 9. Juni 2014

Rezension: Obsidian

Titel:
Obsidian

Autor:
Jennifer L. Armentrout

Verlag:
Entangled Teen

Seitenzahl:
335

Preis:
6,90€


Starting over sucks.

When we moved to West Virginia right before my senior year, I'd pretty much resigned myself to thick accents, dodgy internet access, and a whole lot of boring... until I spotted my hot neighbor, with his looming height and eerie green eyes. Things were looking up.

And then he opened his mouth.

Daemon is infuriating. Arrogant. Stab-worthy. We do not get along. At all. But when a stranger attacks me and Daemon literally freezes time with a wave of his hand, well, something... unexpected happens.

The hot alien living next door marks me.

You heard me. Alien. Turns out Daemon and his sister have a galaxy of enemies wanting to steal their abilities, and Daemon's touch has me lit up like the Vegas Strip. The only way I'm getting out of this alive is by sticking close to Daemon until my alien mojo fades.

If I don't kill him first, that is.
Es war ein spontaner Kauf, weil ich so viele gute Meinungen darüber gehört habe. Trotz des furchbaren Covers habe ich mich dafür entschieden Obsidian eine Chance zu geben. Wenn so viele Leute es liebe, warum sollte es nicht großartig sein? Mit einem durchschnittlichen Goodreads Rating von 4.29? Das MUSS doch ein Hit werden.
Hahaha. Ha.
Statt mich also komplett und elementar von Hocker zu reißen hat es Obsidian es geschafft, das erste Buch zu werden, was ich bewusst abbreche. Ich gratuliere.

Es ist wahrscheinlich ein Love-it-or-Hate-it Buch, aber ehrlich gesagt kann ich die Love-it Seite kein bisschen nachvollziehen. Warum mag man dieses Buch und wie kann man es auch noch als originell und neuartig bezeichnen?
Ja, auch ich liebe es, ab und zu ein kitschiges oder überzogenes Buch zu lesen, selbst wenn es Klischees beinhaltet. Aber Obsidian ist ein komplettes Klischee in sich.

Die meiste Zeit über habe ich wirklich nur gedacht 'Natürlich, wie sollte es in einem vollkommen stereotypischen Jugendbuch auch sonst laufen?!'
Katy zieht mir ihrer Mutter in eine Kleinstadt und ist damit die Neue und der Schule. Sie selbst sieht sich selbst überhaupt nicht als hübsch und kommt sich neben ihrer umwerfenden Mutter nur plump vor. Jedes andere männliche Wesen in der Stadt sieht das natürlich anders. 
Zufälligerweise sind Katys Nachbaren ein total gut aussehendes Geschwisterpaar, die zudem noch irgendwas zu verbergen schein. Überhaupt scheint irgendwas mit der Stadt nicht zu stimmen. 
Bitte, das haben wir doch alles schon gelesen.
Die Parallelen zu Twilight  waren schmerzhaft offensichtlich. Ich möchte das Buch nicht schlecht machen, weil es wie Twilight ist, ich mag Twilight. Aber mir geht es darum, dass dieser Story jedes Fünkchen an Originalität fehlt.

Vielleicht hätte ich das Buch auch besser gefunden, wenn ich nicht von vornherein gewusst hätte, was genau Daemon und Dee sind. Um diese Information dreht sich die erste Hälfte des Buches und sie wird zumindest in der englischen Ausgabe schon im Klappentext bekannt gegeben. Sehr schade, weil dadurch jedes Potential für einen Spannungsaufbau genommen wurde.

Ein Versuch Katy wahrscheinlich sympathischer zu machen war, sie als Blogger hinzustellen. Auch hier muss ich leider sagen, dass der Versuch kläglich gescheitert ist. Dieser Teil hat mich sogar mit am meisten gestört, weil man merkt, dass Jennifer L. Armentrout das nur macht um Bücherblogger anzusprechen. Nicht, weil es Teil von Katys Charakter ist. Es wird zwar ab und zu gesagt, dass sie verrückt nach Büchern ist, aber es wird nie beschrieben! Ich fühle bei Katy absolut nichts von der Liebe zu Büchern, die ich selber kenne. In ein oder zwei Sätzen wird mal gesagt, das sie was auf ihrem Blog postet oder Neuzugänge bekommt, aber dann muss auch erst einmal wieder über Daemons heißen Oberkörper nachgedacht werde. Das hat sich alles so extrem unnatürlich angefühlt. Katys ganze Persönlichkeit hat sich einfach nur extrem unnatürlich angefühlt.

Was Dee und Daemon betrifft. Die waren ebenso aufgesetzt und flach. Im Gegensatz zu anderen fand ich Daemon auch kein bisschen anziehend, sondern nur beleidigend und nervig. Und wenn ich das schon sage, dann muss das was heißen, denn normalerweise liebe ich diese Typen, die ein ein wenig zu großes Selbstbewusstsein haben. Aber Daemon...kann mir irgendjemand erklären, was so toll an ihm ist?

Vielleicht kann man dieses Buch genießen, wenn man vorher noch nicht viel in diesem Genre gelesen hat. Da das bei nur sehr wenigen Bloggern der Fall sein wird, kann ich mir einfach nicht erklären, warum das Buch die 5 Sterne quasi nachgeworfen bekommt. Die Idee ist keine neue und die Charaktere sind flach und nervig. Beim besten Willen kann ich Obsidian niemandem empfehlen.



Freitag, 16. Mai 2014

Rezension: Silver Linings Playbook

Titel:
Silver Linings Playbook

Autor:
Matthew Quick

Verlag:
 Sarah Crichton Books

Seitenzahl:
289

Preis:
6,37€






Pat Peoples knows that life doesn't always go according to plan, but he's determined to get his back on track. After a stint in a psychiatric hospital, Pat is staying with his parents and trying to live according to his new philosophy: get fit, be nice and always look for the silver lining. Most importantly, Pat is determined to be reconciled with his wife Nikki. Pat's parents just want to protect him so he can get back on his feet, but when Pat befriends the mysterious Tiffany, the secrets they've been keeping from him threaten to come out ...
Es hat schon eine ganze Weile gedauert, bis ich Silver Linings wirklich angefangen habe zu lesen. Auch wenn ich das nur ungern zugebe, liegt es daran, dass schon simple Adult Fiction nicht mehr in meiner Komfortzone liegt und ich befürchtet hatte, dass ich das Englisch vielleicht nicht so gut verstehen könnte oder mit den Themen nichts anfangen kann. Letztendlich kann ich guten Gewissens sagen, dass all diese Sorgen unbegründet waren.

Silver Linings ist leicht und flüssig zu lesen und schon nach wenigen Seiten ist man so von der Geschichte mitgerissen, dass man es auch gar nicht mehr weglegen möchte. In den letzten Tagen habe ich noch oft an Pat denken müssen und ganz, haben mich die Charaktere immer noch nicht loslassen können. Insgeheim wünschte ich sogar, dass es noch einen zweiten Teil geben würde, aber ich weiß, dass das nicht passieren wird. Leider.

Das Wichtigste an Silver Linings sind wahrscheinlich die Charaktere. Jeder Einzelne hat seine Fehler und selbst Pat kann als Protagonist ist oft anstrengend, aber ich denke, darin liegt der Charme des Buches. Die Figuren fühlen sich so echt an, durch ihre Probleme und Sorgen, und damit kann man recht leicht eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Ein interessanter Aspekt dahin gehend waren auch die psychischen Krankheiten von Pat oder zum Beispiel Tiffany. Ich konnte mir auf jeden Fall dadurch ein ganz anderes, neues Bild von Menschen machen, die beispielsweise an Depressionen leiden.

Einen einzelnen, stringent erzählten Handlungsstrang gibt es bei Silver Linings meiner Meinung nach nicht. Beim Lesen des Buches bekommt man eher den Eindruck, einfach das alltägliche Leben der Personen mitzuerleben.
Pat kommt aus einer Nervenklinik wieder und versucht sich jetzt in ein normales Leben einzugliedern. Dazu gehört einerseits, dass er eine ganz neue Beziehung zu seiner Familie aufbauen muss, aber auch der Versuch, die Abwesenheit seiner Frau zu verarbeiten. Pat ist teilweise naiv optimistisch und gutgläubig. Er kann sich deshalb nicht damit abfinden, dass Nikki ihn für immer verlassen haben könnte, obwohl der Rest seines Umfeld fest davon überzeugt scheint.

Der einzige Punkt, den ich abziehen muss, ist, dass es in Silver Linings sehr viel um Football geht und ich damit leider überhaupt nichts anfangen konnte. Es gibt viele Szenen, in denen Pat mit seinem Bruder und Vater Football guckt und ich wusste in solchen Moment manchmal gar nicht, wovon sie überhaupt sprachen. Dadurch konnten solche Stellen auch leicht langweilig werden.
Viel mehr mochte ich zum Beispiel die Interaktionen zwischen Pat und Tiffany, weil man bei den beiden richtig schön beobachten konnte, wie sie sich ganz langsam anfreunden und später zu richtigen Vertrauten werden. Die Zwei sind am Ende unheimlich wichtig füreinander, da sie sich gegenseitig verstehen könne.

Den Schreibstil mochte ich auch unglaublich gerne und ich finde Matthew Quick hat eine sehr einzigartige Art zu schreiben. Es fühlt sich teilweise wirklich an wie ein 'Bewusstseinsstrom', was mir sehr gut gefallen hat.Es gibt viele Anspielungen auf Klassiker oder Filme und auch der Stil ist oft wie im Film. Das ist schwierig zu beschrieben, aber wenn man das Buch liest, fällt es einem auf.
Silver Linings konnte mich viel mehr überzeugen, als ich ursprünglich gedacht hätte. Mit nicht einmal 300 Seiten ist es trotzdem ein Buch, dass man nicht mehr vergisst und einen prägenden Eindruck hinterlässt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dieses Buch liest, und keine Botschaft ziehen kann.
Silver Linings ist wirklich nur zu empfehlen, genauso wie der Film, der ebenfalls großartig ist!







Sonntag, 11. Mai 2014

Booktalk #10 Into The Still Blue, Ignite Me, Days of Blood and Starlight



Into the Still Blue war eines der Bücher, worauf ich mich dieses Jahr mit am meisten gefreut habe, weil ich die ersten beiden richtig gut fand und es nicht mehr abwarten konnte zu sehen, wie die Reihe endet. Gerade mit ein bisschen Distanz zum Buch (ich habe es vor zwei oder drei Monaten gelesen) sind mit die Schwächen der Reihe durchaus bewusste, aber das ändert nichts daran, dass ich die Charaktere mit der Zeit wahnsinnig ins Herz geschlossen habe und fasziniert von der Welt bin. Ja, sie ist vielleicht nicht perfekt ausgebaut, aber trotzdem machen die Bücher süchtig. 
Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, legt man das Buch nicht mehr weg und besonders bei diesem Teil ist mir aufgefallen, wie sehr ich Veronica Rossis Art zu Schreiben mag. Eigentlich wollte ich nur kurz in das Buch reinlesen und plötzlich waren schon 100 Seiten weg. Sicherlich bin ich nicht die Einzige, die Bücher mag, bei denen man gar nicht merkt, dass man überhaupt liest.
Was ich ebenfalls toll fand war Aria und Perrys Beziehung. Die beiden sind eines der wenigen Paare in Jugendbüchern, die einfach mal zusammen bleiben. Es gibt keinen zweiten Love Interest oder erzwungene Probleme, die die beiden auseinander bringen sollen. Bei den zwei habe ich einfach das Gefühl, dass sie eine sehr erwachsene Beziehung führen und damit auch eine bewusste Entscheidung füreinander getroffen haben. Gelichzeitig sieht man sehr schön, wie sich Roar und Arias Freundschaft seit dem zweiten Teil weiterentwickelt und vertieft hat und auch das mochte ich sehr gerne.
Einen kleinen Minuspunkt bekommt das Buch leider doch, da mir der große Showdown ein bisschen zu schnell abgehandelt wurde und das Ziel möglicherweise zu leicht erreicht wurde. Es hätte wirklich nicht geschadet, wenn das Buch noch 50 oder 80 Seiten länger gewesen wäre, denn dann hätte man einige Dinge noch realistischer und ausführlicher schreiben können. Vor allem, da Into the Still Blue auch so nicht einmal 400 Seiten hat. 







Ignite Me war großartig. Von der ersten bis zur letzten Seite großartig. Ich hatte im Laufe des letzten Jahres fast vergessen, wie sehr ich die Reihe mag, aber sobald ich diesen Teil in die Hand genommen habe, kam auch meine Liebe für die Bücher zurrück :)
Eine der vielen Sachen, die ich so gerne mochte war natürlich der Schreibstil und auch, wie dieser sich entwickelt hat. Im ersten Teil gibt es noch viele Sätze, die durchgestrichen sind oder auch die Wiederholung von Wörtern ist viel häufiger. In Ignite Me, bleibt jeder Satz so stehen, wie der geschrieben wurde, nichts würd zurückgenommen, nichts 'bereut'. Die Sätze bleiben stehen. Allein schon das  spiegelt so gut Juliettes innere Entwicklung wieder, denn im ersten Buch war sie noch ein relativ verängstigtes Mädchen, doch hier ist sie zu einer viel stärkeren Person geworden, die auch mit ihren Kräften viel besser und sicherer umgehen kann. 
Wer von Juliette im Unravel Me genervt war, weil sie so viel rumheult und sich selbst bemitleidet, der wird sie hier bestimmt wieder mehr mögen können. 
Die Frage nach Warner oder Adam wird natürlich auch beantwortet, und ich stimme zwar einigen Leuten zu, die behaupten, diese Situation sei sehr unrealistisch, teilweise zu. Allerdings schafft es Tahereh Mafi wirklich gut, den Leser zu überzeugen und letzte Zweifel beiseite zu räumen.
Eine Sache wäre mir noch wichtig zu sagen. Ich kenne einen Haufen von Leuten, die das Buch nicht mögen, weil es kaum World Building gibt, oder weil dieser Revolutionsaspekt relativ nebensächlich behandelt wird. Dem kann ich nur zustimmen, allerdings sind das für mich Persönlich keine Gründe, um das Buch weniger gut zu finden. Man liest die Shatter Me Reihe nicht, um eine krass ausgebaute Welt zu erleben oder Gesellschaftskritik auszuüben. Es geht um die Charaktere, es geht um Juliette und ihre Entwicklung. Ich bin mir relativ sicher, dass es nur den Dystopie-Stempel bekommen hat, weil Dystopien gerade so gut laufen, allerdings würde ich das nicht Tahereh Mafi zum Vorwurf machen. Ein Schulbuch lese ich auch nicht, um mir ein paar nette Stunden zu machen. Also finde ich es auch vollkommen in Ordnung diese Bücher zu lesen (und zu mögen), um die Entwicklung von zwischenmenschlichen Beziehungen zu sehen. Wenn man also akzeptieren kann, dass der Schwerpunkt in dieser Reihe anders liegen, als in anderen Dystopien, dann kann man auch einem Buch wie diesem 4,5 Sterne geben. (Einen halben Punkt Abzug, weil ich ein extrem kleines, unverhältnismäßig, seltsames Problem mit quasi einem Satz im gesamten Buch hatte.)


Wie ihr vielleicht wisst, war ich nicht der größte Fan von Daughter of Smoke and Bone. Ich fand das Buch zu Beginn ganz gut, später aber viel zu kitschig und seltsam. Vor allem ist es aber schon zwei Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. Days of Blood and Starlight wollte ich eigentlich nur lesen, weil es andere ziemlich gut, sogar besser als Band eins fanden, aber mir ist es extrem schwer gefallen, in das Buch reinzukommen. Die meisten Charaktere hatte ich schon wieder vergessen und selbst Hauptpunkte des Plots sind mir nicht mehr eingefallen. 
Ich habe also viel recherchiert und mir außerdem das Hörbuch von DoBaS besorgt, was ich jedem nur ans Herz legen kann.
Es hat immer noch eine Weile gedauert, bis ich mich in die Geschichte gefunden habe und die ersten 200 Seiten waren stellenweise wirklich langatmig, aber es hat sich letztendlich so sehr gelohnt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.
Laini Taylor ist ähnlich wie Tahrereh Mafi eine Meisterin wenn es darum geht, mit Worten umzugehen. Sie schafft eine wahnsinnig eindrucksvolle Atmosphäre von der Hoffnungs- und Trostlosigkeit des Krieges.
Was ich mir gar nicht vorstellen konnte war, dass mir die Charaktere tatsächlich ans Herz wachsen würden, aber genau das ist eingetreten. Mik und Zuzana, genauso wie zum Beispiel Ziri und Liraz sind mir wahnsinnig sympathisch und selbst für Akiva konnte ich mich erwärmen.
Die Welt fühlt sich unglaublich gut entwickelt an und es gibt nirgendwo irgendwelche Logiklücken oder ähnliches. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass es mit dieser Reihe schon nach dem nächsten Buch vorbei sein soll...







Freitag, 25. April 2014

Rezension: The House of Hades

Titel:
The House of Hades (Heroes of Olympus #4) 

Autor:
Rick Riordan

Verlag:
Disney Hyperion

Seitenzahl:
597

Preis:
14,50€



At the conclusion of The Mark of Athena, Annabeth and Percy tumble into a pit leading straight to the Underworld. The other five demigods have to put aside their grief and follow Percy’s instructions to find the mortal side of the Doors of Death. If they can fight their way through the Gaea’s forces, and Percy and Annabeth can survive the House of Hades, then the Seven will be able to seal the Doors both sides and prevent the giants from raising Gaea. But, Leo wonders, if the Doors are sealed, how will Percy and Annabeth be able to escape?

They have no choice. If the demigods don’t succeed, Gaea’s armies will never die. They have no time. In about a month, the Romans will march on Camp Half-Blood. The stakes are higher than ever in this adventure that dives into the depths of Tartarus.
Fast vier Monate nachdem ich The House of Hades gelesen habe, schreibe ich endlich auch eine Rezension zum Buch. Das Problem ist einfach, dass sie zu gut sind^^ Es ist wirklich schwer diesen Büchern gerecht zu werden und deshalb braucht es auch seine Zeit, die richtigen Worte für alles zu finden. Letztendlich habe ich zwar jetzt nicht mehr alles so frisch in Erinnerung wie vor drei oder vier Monaten, dafür konnte ich ein bisschen Abstand zu der Story gewinnen und überblicke sie jetzt vielleicht ein wenig besser. 

Eigentlich würde es bei allen Rick Riordan Büchern schon reichen zu sagen, dass sie tolle Charaktere haben und witzig, spannend und originell sind. The House of Hades ist allerdings bisher mein Lieblingsbuch aus der Reihe und das liegt wahrscheinlich daran, dass es insgesamt einen ein bisschen ernsthafteren Ton hat als die anderen Bücher. Nicht, dass in den anderen Teilen alles Friede-Freude-Eierkuchen wäre, aber nach meiner Empfindung hat sich HoH noch dunkler, schwerer angefühlt. 

The Mark of Athena lässt einen mit einem ziemlich krassen Cliffhanger zurück und die Gruppe wird gespalten in Percy & Annabeth, die im Tartarus ums Überleben kämpfen müssen, und Jason, Piper, Leo (♥), Hazel, Frank und Nico (♥).
Ehrlich gesagt gab es keinen Moment, in dem ich gelangweilt war oder das Buch lieber zur Seite legen wollte. Die knapp 600 Seiten konnten mich fesseln und nach jedem Kapitel, wollte ich eigentlich noch mehr über diejenige Person lesen.

Meine Lieblingscharaktere sind natürlich immer noch Percy, Leo und Nico, aber besonders Piper konnte mich in diesem Buch überzeugen und mittlerweile mag ich sie mit am liebsten. Was ich an ihr so toll finde, ist, dass sie sowohl kick-ass sein kann, ihr Charmspeak Piper allerdings noch eine andere sehr interessante und ungewöhnliche Eigenschaft verleiht. Man neigt dazu, sie zu unterschätze, aber Pipers Charmspeak ist viel mächtiger als man zu Beginn denken mag.

Nico ist immer noch sehr ruhig und vielleicht auch schwer zu mögen, allerdings kommt er deutlich öfter vor und man lernt seine Persönlichkeit näher kennen. Ich hoffe sehr, dass es in The Blood of Olympus auch Kapitel aus seiner Sicht geben würde, obwohl ich das fast nicht glaube.
Auch mit Leo passieren so ein paar sehr interessante Dinge, und wenn ihr das Buch noch nicht gelesen haben solltet, dann tut es alleine für Leo.

Ein kleiner Lichtblick in all dem Chaos war es, Camp Half-Blood wieder zu sehen. Es kam wirklich nur in einer Szene vor, aber es hat sich fast ein Gefühl von Nostalgie eingestellt, als Grover wieder sprechen gehört hat.

Was Percy und Annabeth betrifft, hat sich in ihrer Beziehung viel getan. Wahrscheinlich kann man nicht anders, als sein Verhältnis zueinander zu ändern, wenn man gemeinsam durch den Tartarus muss. Auf jeden Fall realisieren beide, wie viel sie einander wert sind und stoßen an ihre Grenzen, um den jeweils anderen zu beschützen. Gemeinsam geben sie hier ein großartiges Team ab und wachsen noch mehr zusammen als sie vorher schon waren.
Ich kann versprechen, dass einen The House of Hades zum Lachen und zum Weinen bringen kann und dass man spätestens ab jetzt der Reihe verfallen wird. Mein Lieblingsteil hat natürlich nichts anderes als 5 Sterne verdient und ich kann jedem, der die Bücher noch nicht gelesen hat, nur dringlichst empfehlen dies zu tun. Rick Riordan schreibt so mitreißend, dass man die Bücher nur lieben kann. Dadurch, dass es so viel verschiedene Charaktere gibt, kann man sich auch sehr leicht mit wenigstens einer Person identifizieren und die anderen sind trotzdem super sympathisch und witzig.

Samstag, 12. April 2014

Rezension: Cress

Titel:
Cress (The Lunar Chronicles #3)

Autor:
Marissa Meyer

Verlag:
Feiwel & Friends

Seitenzahl:
550

Preis:
13,80€


Cinder and Captain Thorne are fugitives on the run, with Scarlet and Wolf in tow. Together, they’re plotting to overthrow Queen Levana and her army.

Their best hope lies with Cress, who has been trapped on a satellite since childhood with only her netscreens as company. All that screen time has made Cress an excellent hacker—unfortunately, she’s just received orders from Levana to track down Cinder and her handsome accomplice.

When a daring rescue goes awry, the group is separated. Cress finally has her freedom, but it comes at a high price. Meanwhile, Queen Levana will let nothing stop her marriage to Emperor Kai. Cress, Scarlet, and Cinder may not have signed up to save the world, but they may be the only ones who can.

 
Seit Cress Anfang Februar erschienen ist, habe ich es zweimal gelesen. Zweimal. Ob ich ein Buch innerhalb so kurzer Zeit schon einmal gerereadet habe, weiß ich nicht. Wahrscheinlich nicht.
Aber was macht Cress so besonders? Einfach alles.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich buchstäblich sprachlos, weil das Buch alles hat, was ein gutes Buch braucht: tolle Charaktere, interessanten Plot, fantastische Welt, spannende Wendung und das gaaanz gewisse Extra um es für immer zu einem meiner Lieblingsbücher zu machen. 

In Cress wird, wie man schon am Cover sehen kann, das Märchen von Rapunzel nacherzählt. Eines meiner Lieblingsmärchen, was schon mal eine gute Voraussetzung ist. Dabei ist Cress ein Hacker, der für Levana arbeiten muss.
Das tolle an Cress ist, dass ich mich zu 100% in sie hinein versetzten konnte. Teilweise handelt und denkt sie genauso wie ich es tun würde und dadurch, dass sie mir so sehr wie ich vorkam, hat sich für mich eine sehr enge Bindung zu ihr aufgebaut.
Cress ist hoffnungslos romantisch, schüchtern, weltfremd, ein bisschen naiv und glaubt wahrscheinlich zu fest an das Gute im Menschen. Ihre Fangirlen für Thorne konnte ich genauso gut verstehen wie ihren Drang, Cinder beim Kampf gegen Levana zu unterstützen. 
In manchen Szenen musste weinen, nur weil ich ihre Verzweiflung oder Trauer oder Zuneigung so gut selber gefühlt habe. 
Gleichzeitig hat sie mir aber auf irgendeine Art auch 'Hoffnung' gegeben, denn obwohl sie so klein ist und immer als harmlos und niedlich gesehen wird, wächst sie im Laufe des Buches über sich hinaus. Sie ergänzt die Crew mit ein paar ganz essentiellen Eigenschaften, die sicherlich auch noch in Winter von Bedeutung werden könnten.

Thorne...ja, Thorne ist ziemlich großartig, das muss man schon sagen. In Scarlet ist er ja hauptsächlich dazu da, ab und zu witzige Bemerkungen zu machen, aber in Cress entwickelt er sich so sehr weiter und wird zu einem meiner Lieblingscharaktere! (Weil die Reihe ja noch nicht genug Lieblingscharaktere hat.)
Er und Cress ergänzen sich auf eine ganz besondere Art. Die ganze Beziehung zwischen den beiden ist nicht so sehr wie eine Liebesgeschichte aufgebaut, was ich sehr schätze. Stattdessen werden beide Charaktere 'benutzt' um den jeweils anderen zu verändern. Gerade bei Thorne ist diese Veränderung offensichtlich und richtig schön mit anzusehen. Durch Cress lernt Thorne so viel über zwischenmenschliche Beziehungen und Verantwortung. Sie will ihn um alles in der Welt als einen Helden sehen und er weiß, dass er diesem Bild nicht gerecht wird. Er beginnt über sein Handeln nachzudenken und entwickelt gleichzeitig den Willen, für Cress doch so eine Art Held zu sein. 

Beide haben letztendlich den Drang, gut genug füreinander zu sein, wobei das niemals so formuliert wird. Stattdessen sieht, spürt und fühlt man das einfach.
Die Zuneigung und das Vertrauen aufeinander machen die beiden zu einem Paar, über das ich ewig lesen könnte. 

Natürlich geht es auch mit Cinder, Kai, Scarlet, Wolf und Iko weiter. Die Kapitel zwischen dem 'Cress-Strang' und dem 'Rest-Strang' wechseln deutlich öfter als zum Beispiel noch in Scarlet. Egal, aus wessen Sicht man grade liest, es ist nie langweilig und man hat nie das Gefühl, dass man Kapitel überspringen will. Dafür klebt man viel zu sehr an den Seiten und interessiert sich zu sehr für das Schicksal jedes einzelnen Charakters. 
Und wenn wir schon mal bei Schicksalen sind, da gibt es so einiges. Marissa Meyer geht definitiv nicht zimperlich mit ihren Charakteren um und bringt sie wirklich an ihre Grenzen. Wow, da passieren ein paar Dinge, bei denen mir fast schlecht geworden ist aber ich LIEBE, die weit sie geht und dass damit auch der Leser so ein bisschen an seine Grenzen stößt.

Die Märchenaspekte fand ich in diesem Buch wieder ein bisschen schöner und offensichtlicher eingebunden als bei Scarlet. Das Märchen Rapunzel kann man deutlich erkennen und auch hier finde ich es beeindruckend, wie natürlich es in das SciFi-Setting des Buches passt. Die Abfolge wird teilweise abgewandelt, aber das hat es meiner Meinung nach noch spannender gemacht.

Ich weiß nicht, wie viele POVs es im Moment schon gibt, aber es sich auf jeden Fall einige und in Winter können es nur noch mehr werden. Ich liebe es, wie komplex und groß Marissa Meyer diese ganze Welt und Geschichte gemacht hat. Die Handlungsstränge verstricken sich immer mehr miteinander und man hat das Gefühl, alles ist irgendwie miteinander verbunden. Es gibt noch so viel zu entdecken und herauszufinden, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das alles in Winter passen soll. Meinetwegen könnte Marissa Meyer auch noch 5 oder 6 weitere Bücher in der Lunar Welt schreiben, ich würde sie alle lesen. 





Wie sollte es anders sein: 5 Herzen für Cress. Ich würde ihm auch tausend geben. Von vorne bis hinten habe ich es geliebt und mir fällt ehrlich nichts ein, was ich nicht mochte. 
Die Charaktere in Cress sind bezaubernd und entwickeln sich im Laufe des Buches ganz wunderbar zu besseren Menschen. Besonders Thorne und Cress konnten es mir antun, wobei aber auch meine Zuneigung zu Cinder, Kai, Scarlet, Wolf,... immer weiter wächst. Ich kann kaum erwarten, dass Winter rauskommt und ich es endlich lesen kann, wobei der Gedanke fast schon traurig ist, weil danach eine meiner absoluten Lieblingsreihen vorbei ist.



Mittwoch, 9. April 2014

Booktalk #9: Split Second, The Winner's Curse


Kasie West - Split Secons (Pivot Point #2)

Meiner Meinung nach sind die Bücher von Kasie West zwar nicht die hochwertigste Literatur, aber sie machen unglaublich viel Spaß! Wie schon Pivot Point habe ich auch Split Second in nur einem Tag verschlungen - ich konnte und wollte es einfach nicht aus der Hand legen. Split Second hat mir dabei noch besser gefallen als Pivot Point, weil ich dort eigentlich erst vom Ende überzeugt werden konnte.
Split Second bildet leider schon den letzten Teil der Duologie, aber den habe ich auf jeden Fall genossen. Laila konnte ich mir erst nicht ganz als Protagonistin vorstellen, allerdings waren meine Sorgen absolut unbegründet. Es war sehr erfrischend, einmal aus der Seicht einer wirklich selbstbewussten Person zu lesen, die sich nicht erst von drei verschiedenen Typen sagen lassen muss, dass sie hübsch oder talentiert oder ganz besonders ist. Sie weiß das einfach alles schon. 
Diese Liebesgeschichte zwischen Connor und ihr fand ich wunderbar, vielleicht ein bisschen unrealistisch, aber ich habe trotzdem mit den beiden mitgefiebert. Ehrlich gesagt, der Rest des Buches ist zwar echt nicht schlecht, allerdings auch nicht weltbewegend. 
Was es für mich so besonders gemacht hat, waren eindeutig Laila und Connor. Die beiden, unabhängig davon, ob sie zusammen sind oder nicht, sind sehr interessante Charaktere, hinter denen noch viel mehr steckt als sie nach außen zeigen wollen. 
Trevors und Addies Teil der Geschichte haben mich überraschender Weise ein wenig kalt gelassen. Klar, ich wollte schon, dass sie zusammen kommen und sehen, wie das ganze Ich-kenne-dich-obwohl-ich-dich-nicht-kenne letztendlich aussehen würde, aber das war wirklich eher zweite Priorität. 
Wie schon gesagt, Split Second war für mich ein sehr mitreißendes, witziges, süßes Buch, was mir ein paar unterhaltsame Lesestunden schenken konnte. 






Marie Rutkoski - The Winner's Curse

Argh, wie sehr hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Sehr verständlich, oder? Bei diesem Cover!
Sagen wir mal so, das Cover hätte man sich ruhig für ein besseres aufheben können.
The Winner's Curse ist echt nicht schlecht, aber es ist auch nichts Besonders. Statt eine spannende Geschichte einer jungen Frau zu erzählen, die sich zwischen Militär oder Ehe entscheiden muss, wie es der Klappentext verspricht, geht es eher langsam voran. Ehrlich, diese Entscheidung zwischen Militärkarriere oder Hochzeit wird kaum thematisiert. Andererseits frage ich mich überhaupt, was genau in dem Buch thematisiert wird. Nicht einmal die Liebesgeschichte, bei der man bei mir viel hätte gutmachen können, war nicht gut entwickelt: Erst passiert gar nichts, dann alles auf einmal. Das scheint sowieso die Devise in diesem Buch zu sein, denn es scheint ein einziges Auf und Ab zwischen ruhigen Teepartys und actionsreicheren Szene. So richtig folgen kann man dabei nicht und Hintergrundinformationen fehlen fast grundsätzlich. Theoretisch weiß man zwar ein bisschen was über die Geschichte von Valoria und Herrani, trotzdem gibt es einfach Lücken um alles wirklich nachvollziehen zu können.
Insgesamt ein Buch, dass sich zwar ganz gut lesen lässt, dem es aber eindeutig an Tiefe und Informationen fehlt. Dennoch denke ich, dass die Idee der Reihe echt gut klingt und noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. Wäre nicht das erste Mal, dass ein zweiter Teil besser ist als sein Vorgänger.





Dienstag, 25. März 2014

Rezension: Perfect Lies

Titel:
Perfect Lies (Mind Games #2)

Autor:
Kiersten White

Verlag:
HarperTeen

Seitenzahl:
232

Preis:
12,81€
Annie and Fia are ready to fight back.

The sisters have been manipulated and controlled by the Keane Foundation for years, trapped in a never ending battle for survival. Now they have found allies who can help them truly escape. After faking her own death, Annie has joined a group that is plotting to destroy the Foundation. And Fia is working with James Keane to bring his father down from the inside.

But Annie's visions of the future can't show her who to trust in the present. And though James is Fia's first love, Fia knows he's hiding something. The sisters can rely only on each other - but that may not be enough to save them.
Ich glaube, ich bin einer der wenigen Menschen, die diese Reihe wirklich gerne mag. Es gibt kaum Rezensionen, bei denen ich die gleiche Begeisterung herauslese, wie ich sie selbst empfinde. Sagen wir mal so, ich kann verstehen, was es an den Büchern auszusetzen gibt, aber nehme es einfach anders war. Nach dem ziemlich krassen Ende von Mind Games musste ich natürlich sofort wissen, wie es weiter geht. (Zum Glück lassen sich die Bücher ja auch in einem Rutsch durchlesen ;))

In Mind Games hat mich Fia total fasziniert, ihre Persönlichkeit, ihre Art, wie sie mit Problemen umgeht und wie weit sie gewillt zu gehen ist. In Perfect Lies war ich überrascht, dass mir Annie so wichtig geworden ist.

Annie war vorher niemand, der heraussticht, besonders wenn Fia neben ihr steht. Aber hier ist mir aufgefallen, wie toll sie eigentlich ist! Sie ist so anders, als andere YA-Charaktere, nicht nur, weil sie blind ist. Sie ist auch viel ruhiger und bedachter, gleichzeitig aber total loyal ihrer Schwester gegenüber. Perfect Lies ist eindeutig ihre Zeit zu glänzen.
Was mich in diesem Buch auch sehr gefreut war, dass Annie ebenfalls einen - total nette, tollen und liebenswerten - love interest bekommt. Sicherlich ist diese Liebesgeschichte nicht die realistischste, aber die beiden waren einfach richtig niedlich und perfekt für einander. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, wie sich ein blindes Mädchen verliebt. Oder nicht nur verliebt, sondern überhaupt lebt. Kiersten White schreibt Annies Blindheit meiner Meinung nach sehr gut, ich hatte teilweise wirklich nur eine schwarze Wand vor Augen, wenn ich Annies Kapitel gelesen habe.

Allerdings sehe ich die Reihe nicht als jeweils eine Liebesgeschichte für eine der Schwestern. Es geht wirklich um Annie und Fia, um ihre Liebe füreinander und wie sie alles tun, um die jeweils andere zu beschützen. Ich konnte ihre Beziehung sehr gut nachvollziehe war oft gerührt von den Gefühlen, die sie füreinander haben.

Natürlich fällt auch der Schreibstil und Aufbau dieser Bücher auf. Wenn möglich, ist er noch verwirrender, als in Band eins, was ich einerseits liebe und andererseits teilweise verwirrend war.
Es gibt immer noch abwechselnd Kapitel aus Annies und Fias Sicht, wobei vor jedem Kapitel die vor einem bestimmten Ereignisses steht. Was dieses Ereignis ist, weiß man nicht (was es allerdings ziemlich spannend macht). Das Verwirrende ist, dass sich Annie und Fia auf verschiedenen Zeitschienen befinden. Man denkt also unterbewusst, dass beide Schwestern parallel zueinander handeln, wobei es eigentlich zwei Monate verschoben ist.

Jetzt zu dem kritischen Punkt, an dem ich verstehe, dass Leute etwas daran auszusetzten haben: World Building. Die Bücher sind sehr - extrem - dünn, beide unter 250 Seiten. Die Welt von Kiersten White ist wahrlich nicht die detaillierteste oder am besten ausgearbeitete. Mir macht das nur beschränkt etwas aus, da ich die Charaktere so sehr liebe. Aber wenn man auf eine reiche Welt aus ist, sollte man lieber die Finger von diesen Bücher lassen.

Perfect Lies hat mich nicht enttäuscht und mir genau die Lesestunden gegeben, die ich erwartet habe. Ich konnte das Buch ohne Probleme an einem Stück durchlese, weil es spannend und actionreich war. Besonders ist mir hier nochmal Annie ans Herz gewachsen, die in ihrem Charakter um einiges wächst.
Alles in Allem ist die Mind Games-Reihe auf jeden Fall meine Lieblingsreihe von Kiersten White und wenn man zum Beispiel etwas Probleme mit der Paranormalcy-Trilogie hatte, kann ich diese Bücher nur empfehlen.

Freitag, 21. März 2014

Rezension: These Broken Stars

Titel:
These Broken Stars (Starbound #1)

Autor:
Amie Kaufman & Meagan Spooner

Verlag:
Disney Hyperion

Seitenzahl:
374

Preis:
13,10€ 

It's a night like any other on board the Icarus. Then, catastrophe strikes: the massive luxury spaceliner is yanked out of hyperspace and plummets into the nearest planet. Lilac LaRoux and Tarver Merendsen survive. And they seem to be alone.

Lilac is the daughter of the richest man in the universe. Tarver comes from nothing, a young war hero who learned long ago that girls like Lilac are more trouble than they’re worth. But with only each other to rely on, Lilac and Tarver must work together, making a tortuous journey across the eerie, deserted terrain to seek help.

Then, against all odds, Lilac and Tarver find a strange blessing in the tragedy that has thrown them into each other’s arms. Without the hope of a future together in their own world, they begin to wonder—would they be better off staying here forever?

Everything changes when they uncover the truth behind the chilling whispers that haunt their every step. Lilac and Tarver may find a way off this planet. But they won’t be the same people who landed on it.

Von These Broken Stars habe ich so viel erwartet und ich wurde so enttäuscht. Es ist wirklich nicht alles schlecht, denke ich, aber teilweise einfach nicht das Wahre. Für die erste Hälfte des Buches habe ich unvorstellbar lange gebraucht, weil ich nicht in das Buch und die Geschichte rein gekommen bin. Ich persönlich fand es langweilig, obwohl ich weiß, dass die Informationen und Geschehnisse notwendig für den weiteren Handlungsverlauf waren.

Was mir über diese Zeit hinweg helfen konnte, war Tarver und Lilacs Chemie, es hat mich sehr neugierig gemacht, wie und wann die beiden zusammenkommen. Als sie dann allerdings zusammen waren, wurde es plötzlich so unnötig kitschig und unrealistisch. Apropos unrealistisch: Lilac und Traver landen auf einem scheinbar verlassenen Planeten und finden dort Aliens vor. Das ist kein Spoiler, aber die Art, wie die Aliens beschrieben werden ... nein, das war wirklich nicht nach meinem Geschmack. Entweder man entscheidet sich als Autor Fantasyelemente in ein Buch einzubauen oder man verzichtet eben darauf. Wenn man allerdings Fantasy als 'natürlich' erklären will, dann hab ich meistens Einwände dagegen.

Allerdings muss man auch sagen, dass beide Autoren es oft sehr gut schaffen - trotz der eindeutig beschränken Anzahl an Charakteren - das Buch interessant zu gestalten. Auch die 'Visionen' und deren Auswirkungen auf den Plot haben mir teilweise richtig gut gefallen. Nur die Erklärung dafür hinkt meiner Meinung nach stark.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit den Charakteren nicht so viel anfangen konnte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einem dieses Buch besser gefallen würde bzw. nicht langweilig erscheinen würde, wenn man sich besser mit den Personen identifizieren kann. 
Lilac ist aber einfach dieses verwöhnte Mädchen, was sich zwar mit der Zeit eindeutig entwickelt, für mich aber trotzdem größtenteils unnahbar und unsympathisch bleibt.
Tarver dagegen mochte ich ein bisschen lieber. Allerdings hatte ich auch bei ihm das Gefühl, dass ich ihn eigentlich gar nicht richtig kenne. Mir fehlen bei beiden irgendwie die Hintergrundinformationen, die mir geholfen hätte sie besser zu verstehen.
Da die meiste Zeit über aber nur Lilac und Tarver vorkommen, gab es demzufolge auch keine anderen Nebencharaktere, die einen hätten 'ablenken' können.

Eine letzte Sache muss ich noch loswerden. Die Seiten 145 bis 240 waren genial! Zu diesem Zeitpunkt habe ich echt gedacht, dass ich dem Buch ohne Bedenken 4 Herzen geben kann. In diesen gut 100 Seiten wird so viel Spannung aufgebaut und ich war richtig gefesselt von all der Ungewissheit darüber, was auf diesem einsamen Planeten alles vorgehen kann. Auf diesen Seiten hat mir mein Herz durchgehend bis zum Hals geschlagen ;)
These Broken Stars ist sicherlich ein Buch, was einem gefallen kann, wenn man sich mit den Charakteren anfreunden kann und gerade in der Stimmung für ein sehr interessant gestaltetes, etwas ungewöhnliches SciFi-Buch ist. 
Für mich war es leider eher nichts, trotzdem gab es Teile die ich sehr gerne gelesen habe und ich werde mir bestimmt auch den zweiten Teil der Reihe ansehen. Immerhin soll es da um andere Charaktere gehen, ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass es mir dadurch besser gefallen könnte.

Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: For Darkness Shows the Stars

Titel:
For Darkness Shows the Stars

Autor:
Diana Peterfreund

Verlag:
Balzer + Bray

Seitenzahl:
402

Preis:
13,10€
 

It's been several generations since a genetic experiment gone wrong caused the Reduction, decimating humanity and giving rise to a Luddite nobility who outlawed most technology.

Elliot North has always known her place in this world. Four years ago Elliot refused to run away with her childhood sweetheart, the servant Kai, choosing duty to her family's estate over love. Since then the world has changed: a new class of Post-Reductionists is jumpstarting the wheel of progress, and Elliot's estate is foundering, forcing her to rent land to the mysterious Cloud Fleet, a group of shipbuilders that includes renowned explorer Captain Malakai Wentforth--an almost unrecognizable Kai. And while Elliot wonders if this could be their second chance, Kai seems determined to show Elliot exactly what she gave up when she let him go.

But Elliot soon discovers her old friend carries a secret - one that could change their society...or bring it to its knees. And again, she's faced with a choice: cling to what she's been raised to believe, or cast her lot with the only boy she's ever loved, even if she's lost him forever.




Wenn Jane Austen heutzutage ein Jugendbuch schreiben würde, dann käme dabei For Darkness Shows the Stars heraus. Kein Witz, selbst der Schreibstil nimmt Austen-hafte Züge an und ich liebe es, wie Diana Peterfreud es schaffte, Jane Austen zu adaptieren und trotzdem ihre ganz eigene Geschichte daraus zu machen. 
For Darkness Shows the Stars ist anderes als alles, was ich bisher gelesen habe. Der beste Vergleich ist wahrscheinlich wirklich eine Mischung aus Jane Austen, dystopisch angehauchten Jugendbuch, wobei ich im Hintergrund immer noch so ein nostalgisches Gefühl hatte, als würde ein historisches Buch lesen. Auf jeden Fall haben mich die Geschichte und die Welt in ihren Bann gezogen. Es passiert selten, dass mich ein Buch von der ersten Seite begeistern kann, aber hier war das so, was mich natürlich sehr gefreut und positiv überrascht hat.
Sicherlich ist  'spannend' kein passendes Wort um die Geschichte zu beschreiben, aber 'mitreißend' ist sie ohne Frage. Man ist so in der Welt gefangen, dass man einfach immer weiter liest; immer wissen muss, wie es mit den Charakteren weiter gehen wird, was als Nächstes kommt.
Ja, das Buch ist an sich eher ruhig und plätschert vor sich hin, und trotzdem konnte ich es, einmal damit angefangen, nicht mehr aus der Hand legen. 

Ich kann schlecht vergleichen, wie genau Diana Peterfreund am ursprünglichen Konzept von Persuasion bleibt, aber das ist für mich auch nicht der Punkt. Egal, wie sehr Elliot und Kai den Charakteren aus Jane Austens Werk ähneln, ich habe mich trotzdem - oder gerade deswegen - ein bisschen in die beiden verliebt. 
Die ganze Zeit über sieht man Ausschnitte aus Briefwechseln der beiden aus den Jahren, bevor Kai weggegangen ist. Dadurch bekommt man meiner Meinung nach einen wirklich guten Eindruck, wie ihre Freundschaft überhaupt entstanden ist und wie sie sich mit der Zeit eben in etwas anderes gewandelt hat. Man weiß eigentlich von Beginn an, dass Kai Elliot einmal verlassen hat und dass sie bewusst nicht mit ihm gegangen ist. Und trotzdem habe ich auf den Augenblick hin gefiebert, in denen ich die Briefe dazu selber lesen konnte. 
Außerdem finde ich, dass Elliots gründe sehr für ihren Charakter und ihr Verantwortungsbewusstsein sprechen und auch wenn ich Kai in der Situation verstehen konnte, war es die richtige Entscheidung. 

Zugegebener Maßen, es gibt zwar dystopische Elemente im Buch, aber die haben für mich keine sehr große Rolle gespielt. Viel wichtiger war mir, die Charaktere und ihre Entwicklung zu beobachten. Es ist aber nicht so, dass der dystopische Aspekt des Buches schlecht ausgearbeitet ist oder so, vielmehr war er für mich einfach nicht die Priorität. Die Welt ist genau das, was sie sein soll, der Ort, in dem eine tolle Story platziert ist.
For Darkness Shows the Stars würde ich zwar als Liebesgeschichte bezeichnen, es ist aber noch viel mehr. Diana Peterfreund stellt ganz wunderbar besonders Elliots Entwicklung dar und wie sie sich als Person - eigentlich schon seit sie sechs ist - ständig verändert. Sie wird mit ihren eigenen Entscheidungen konfrontiert und muss die Verantwortung dafür tragen. Natürlich leidet sie selbst darunter, weiß aber auch, dass sie nicht in der Position ist, Schwäche zu zeigen, oder in Selbstmitleid zu versinken - sehr bewundernswert!



Wer ein dystopisches Jugendbuch à la Jane Austen lesen möchte, der sollte sich For Darkness Shows the Stars zu Gemüte führen.
Mit tollen Charakteren und einem fesselnden Plot schreibt Diana Peterfreund eine Adaption eines Klassikers, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte. Besonders Elliot sticht aus der Masse der Jugenbuch-Protagonistinnen heraus, weil sie sich - selbst wenn sie noch Jahre später darunter leidet - ihrer Verantwortung bewusst ist und sehr überlegt an Entscheidungen herangeht. Ihre Liebesgeschichte ist kein bisschen kitschig, stattdessen sieht man, wie sich zwei Fremde und zugleich Freunde wieder kennenlernen und versuchen, ihre gemeinsame Vergangenheit zu verarbeiten.