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| Deutsche Ausgabe |
| Original |
Titel:
Will & Will
(Original: Will Grayson, Will Grayson)
Autor:
John Green, David Levitha
Verlag:
cbt - Verlag
Seitenzahl:
384
Preis:
14,99€
Klappentext:
Nur wer
Liebe wagt, kann Liebe gewinnen
Sie heißen
beide Will Grayson, wohnen beide in Chicago, sind beide siebzehn und tragen
neben demselben Namen und demselben Alter dasselbe Problem mit sich herum: Aus lauter
Angst, das Ding mit der Liebe zu versemmeln, lassen sie sich auf Romantisches
gar nicht erst ein.
Der eine
Will zögert seit Wochen, sich selbst das einzugestehen, was für alle anderen
offensichtlich ist: dass er nämlich bis über beide Ohren in seine wunderbare
Mitschülerin Jane verliebt ist. Der andere Will flüchtet sich lieber in seine
dubiose Online-Beziehung zu einem gewissen Isaac, anstatt sich im real life vor
seinen Freunden zu outen. Doch alles ändert sich, als Will & Will eines
Abends ganz zufällig aufeinandertreffen …
Cover und Titel:
Am Anfang
war ich mehr der Fan von der deutschen Aufmachung. Ich mochte den Titel als
auch das Cover sehr viel schöner, als im Original. aber irgendwie habe ich mich
jetzt an das amerikanische Cover gewöhnt und ich mag auch den Titel ein
bisschen mehr. Obwohl sich "Will&Will" sehr viel besser sprechen
lässt, als "Will Grayson, Will Grayson", finde ich.
Meine Meinung:
Kennt ihr
das, wenn ihr einen absoluten Lieblingsautoren habt, von dem ihr einfach jedes
Buch super toll fandet? Und dann seht ihr, dass es ein Buch gibt, das ihr noch
nicht von ihm gelesen habt. Und ihr denkt nur so "Oh mein Gott, das MUSS
ich einfach haben." Dann fangt ihr an zu lesen und am Anfang seit ihr noch
total begeistert und denkt, dass wird toll, aber mit der Zeit denkt ihr darüber
nach, ob ihr es nicht einfach nur gut finden WOLLTET. Denn eigentlich ist es
nicht so gut...aber ihr wollt es euch nicht eingestehen und gebt die Hoffnung
nicht auf, weil ihr unbedingt wollt, dass es toll ist.
Genauso ging
es mir bei "Will & Will". Und das ist so schade, weil ich wirklich
dachte, das Buch würde mir gefallen. Ich habe den Klappentext gelesen und
dachte "Das ist dein Buch". Es ist ein Buch von John Green UND es
kommt Homosexualität darin vor. Das musste doch einfach toll werden.
Sowohl
Will, als auch Will fand ich wirklich sehr sehr gut und realistisch gezeichnet.
Ich hatte für beide ab dem ersten Satz Sympathien. Ich mochte die Geschichte
zwischen Will (sagen wir mal "dem ersten Will") und Jane, weil Jane
auch einfach ein toller Charakter war. Und der andere Will hatte Depressionen
und hat sich nicht getraut sich zu outen. Es waren einfach so echte Charaktere,
dass ich mich wirklich gut in sie hineinversetzen konnte. Auch Maura mochte ich
auch irgendeine verdrehte Art, obwohl sie wirklich wirklich krank und gemein
war.
Die Person,
die mir das Lesen und dieses Buch wirklich versaut hat, war Tiny. Mann, ich mag
diesen Typen wirklich nicht. Es ist affektier, aufgesetzt, reich, verwöhnt,
egoistisch und auf eine mir total unangenehme Weise schwul. Er macht mich total
verrückt und ich will wirklich nicht sagen, dass ich ihn widerlich fand, aber
so war es einfach. Naturreich war er auch eine Person, wie sie im realen eben
vorkommen könnte, aber wenn ich eine Person wie ihn treffen würde - wir würden
keine Freunde werden.
Das
Schlimmste ist, dass bei beiden Wills eine große Rolle spielt und die beiden
ihn aus irgendeinen Grund auch noch MÖGEN.
Ich meine,
wie kann man eine Person mögen, die sich selbst so sehr mag, dass sie ein Musical
über sich schreibt.
Ich hätte es
viel besser gefunden, wenn der andere Will zum Beispiel mit Gideon zusammen
gekommen wäre, weil Gideon einfach eine viel angenehmere Person war.
Zwischendurch
habe ich das Ganze nur weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jane
und Will weitergeht und ob sie endlich zusammenkommen.
Dafür muss
ich aber wie immer den absolut einzigartigen Scheibstil und Tiefgang von John
Green loben. Wie er mit Worten umgeht ist einfach mit nichts zu vergleichen,
was ich kenne.
Originalität:
♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil:
♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Charaktere:
♥♥♥ (2,5/5)
Spannung: ♥♥♥ (2,5/5)
Humor: ♥♥♥ (3/5)
Tiefgang:
♥♥♥♥ (4/5)
Fazit:
Leider das
schlechteste Buch von John Green, bis jetzt. Mir tut es wirklich sehr leid,
dass mir das Buch nicht gefällt, weil es wirklich toll gewesen wäre, wenn es
mir gefallen hätte. Leider fehlt meiner Meinung auch der typische Humor,
den ich aus seinen Büchern gewohnt bin. Ich weiß, dass das Buch vielen Leuten
gefallen hat und ich denke auch, dass man es lesen sollte, wenn man Fan von John
Green ist. Leider war es für mich einfach nicht das beste Buch.
