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Freitag, 27. September 2013

Rezension: Prodigy


Titel:
Legend - Schwelender Sturm
(Prodigy)

Autor:
Marie Lu

Verlag:
Loewe

Seitenzahl:
442

Preis:
17,95€
 Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen.
Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.
Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte.
Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:
Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt?
Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss?
Was, wenn die Patrioten falsch liegen?
"Too bad I got stuck with such an ugly sidetrack."
I hold both hands in mock defense. "Too bad I got stuck with such a liar."
~ page 82 DAY

My mind starts spinning. I could stay here in the Republic and help Anden. Become a Senator when I'm old enough. Get my life back. Leave Day behind with the Patriots. I know how selfish this thinking is, but I can't stop myself. What's wrong with being selfish, anyway?
~ page 220 JUNE
Also bitte?! Ich hatte nicht vor bei dieser Reihe aufs Englische umzusteigen, aber als dieses Cover rausgekommen ist, musste ich das einfach machen. An sich ist es vielleicht gar nicht so hässlich, aber ich finde es beinahe schon albern für dieses Buch. Es ist immerhin ROSA!
Mit dem Titel kann ich mich auch gar nicht anfreunden. Wenn man den Titel des ersten Teils schon übernimmt, warum dann nicht auch den zweiten? Und diese Untertitel passen wirklich nicht.
Da bin ich mit meinen englischen Ausgaben schon sehr zufrieden.

Legend war ja wirklich nicht schlecht, aber Prodigy . . . Prodigy war beeindruckend! Ich hatte mich ziemlich auf das Buch gefreut, aber gleichzeitig hab ich auch ein bisschen befürchtet, dass es mir nicht so gut gefallen könnte, wie all den anderen begeisterten Lesern. Wirklich, dieser zweite Teil hat die Legend-Reihe zu einer meiner Lieblingsreihen gemacht!

Prodigy fängt nicht unmittelbar nach Legend an, aber es gibt zwischen den beiden Büchern inhaltlich nur eine kurze Pause. Da Day und June zwei meiner allerallerliebsten Charaktere in der gesamten Bücherwelt sind, konnte ich mich auch sofort wieder in beide hineinversetzten. Ich weiß nicht, wie Marie Lu es schafft, dass ich beide einfach so sympathisch und authentisch finde, ich mich so in sie hineinversetzten kann und so interessiert an ihren Schicksalen bin - aber egal was es ist, ich bin froh, dass sie es macht!
Sowohl Day als auch June sind so aufmerksam und wenn man es so sagen kann auch talentiert: June durch ihre Militärausbildung und Day durch seine Erfahrungen auf der Straße. In Actionszenen kommt es selten vor, dass einer von beiden mal nicht weiß, was er zu tun hat und alle Wendepunkte der Handlung hängen nicht wirklich mit der Unbedarftheit von Day oder June zusammen. 
Vielleicht mag ich die beiden genau deshalb so gerne: Beide scheinen "perfekt" und sind aber trotzdem noch so jung und verletzlich. Nur, dass sie sie sich das selber nicht eingestehen wollen, weil sie so dickköpfig sind. Selbst die dadurch resultierenden Streits frustrieren mich nicht im negativen Sinne, weil man beide Standpunkte irgendwie nachvollziehen kann. 
Ich glaube, Days und Junes einzige Fehler sind ihre Gefühle. Denn beide, besonders June, sind relativ berechnend (ich weiß nicht genau, wie ich das ausdrücken soll, aber sie könne gut einen klaren Kopf behalten), aber wenn es um etwas geht hinter dem sie voll und ganz stehen, was sie lieben oder hassen, lassen sie sich doch auf Dinge ein, die nicht das Beste für sie selbst sind.

Während ich fand, dass Legend noch beinahe einen fröhlichen Unterton hatte (Es war an sich relativ leicht aufgebaut und geschrieben, selbst wenn Junes Bruder stirbt usw.) wird Prodigy sehr viel ernster und auch düsterer. Es geht vielmehr um die Politik und den Staat als "nur" um einen Kriminellen, der aufgespürt werden soll. Was mir daran so gut gefallen hat war, dass man auch etwas vom Rest der Welt sieht. Wie oft hat man eine Dystopie, die nicht einmal mit einem Wort andere Länder erwähnt? Ziemlich oft. Leider. 
Im Buch gibt es eine Stelle, in der sich Day eine komplette Weltkarte anschaut und erklärt bekommt, wie die Republik überhaupt zu dem geworden ist was sie jetzt ist. Auch international gesehen! Und die Erklärung, wie es überhaupt zur Teilung von Amerika gekommen ist, war so plausibel; ich denke, zu einem gewissen Teil könnte es wirklich irgendwann so kommen.

Dieses Buch ist ein ständiges Hin und Her. Wenn ihr es gelesen habt, dann wisst ihr auch wie sehr es hin und her geht. Dadurch ist die Spannung für mich nie abgebrochen, weil es immer etwas Neues zu erleben gab und ständig neue Informationen dazu gekommen sind. Andererseits verstehe ich auch, wenn manche es vielleicht ein wenig sinnlos finden könnten, wenn die Protagonisten von einem zum anderen Ort hetzten.

Auch interessant für mich waren die Liebesdreiecke, die sich auf beiden Seiten erahnen lassen, aber nicht wirklich verfolgt werden. Erstens das und zweitens, dass es eben nicht nur June ist, die plötzlich einen zweiten Love Interest hat, fand ich toll! Tess wird dadurch teilweise nervig, aber ich mochte es trotzdem, dass sie Day noch mehrmals aufzeigt, was June in seinem Leben 'angerichtet' hat.

Ich glaube, wenn man dieses Buch gelesen hat kommt man nicht darum herum, etwas zum Ende zu sagen. Ich persönlich liebe das Ende, denn es lässt einen zurück, wie jedes gute Buch es schaffen sollte: mit dem Wunsch nach mehr - sofort. Sicherlich ist es kein sehr fröhliches Ende, aber das macht mir in einem zweiten Teil noch nicht so viel aus. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon so gespannt auf Champion und ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Reihe noch Happy Enden kann.
Prodigy lässt einen atemlos zurück, mit dem Verlangen Band drei endlich in den Händen zu halten. Marie Lu konnte mich vollkommen überzeugen und ich habe mich so wohl in diesem Buch gefühlt, dass ich danach gleich noch Legend rereaden musste.
Day und June werden wahrscheinlich für immer meine Lieblingscharaktere bleiben und ich kann es kaum erwarten, sie endlich wieder zu sehen.

Sonntag, 2. Juni 2013

Rezension: Dark Canopy

Titel:
Dark Canopy

Autor:
Jennifer Benkau

Verlag:
script5

Seitenzahl:
524

Preis:
18,95€







Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr.

 "Du solltest das Brot aufessen, bevor es kalt wird. Ich geb noch nicht auf. Du kannst hierbleiben. Bei mir."
Er kämpfte noch immer um mich und meine Entscheidung. Er kämpfte mit süßem weißem, watteweichem Maisbrot, das geschmolzene, salzige Butter aufgesogen hatte, und er kämpfte mit Küssen, die mich betrunken machten, mit klebrig, zuckrigem Wein aus Zimt und Pflaumen und mit seinen groben Händen an den empfindlichsten Stellen meines Körpers.
"Wir sehen uns wieder", sagte ich - es machte nun keinen Unterschied mehr, ob ich log oder nicht. Die Lüge  ermöglichte uns eine letzte, kurze, fast unbeschwerte Nacht. Morgen würde sowieso alles vorbei sein.
"Im Mondlicht, ja."
-Seite  478

Matthial unterbrach mich, indem er mein Gesicht streichelte, als wäre ich schwer verletzt. "Du redest wirr."
Ich wollte rufen: Natürlich tue ich das. Gefühle sind wirr, wer sie in einfachen Worten beschreibt, hat sie nicht verstanden. 
Stattdessen sagte ich: "Ist das nicht seltsam? Mir kommt es vor, als würde ich nach langer Zeit endlich klar sehen."
-Seite 518





Genial! So Genial!
Das Cover ist wunderschön und passt perfekt. Dark Canopy, der sich über dem Bomberland ausbreitet - großartig!
Und der Titel? Ja, auch der dürfte kein anderer sein!







Dieses. Buch. Ist. Der. Wahnsinn.
Es ist schon so lange her, dass ich Dark Canopy und sogar Dark Destiny gelesen habe und ich konnte mich einfach nicht dazu bringen, eine Rezension zu schrieben. Tatsache ist, dass ich diese Bücher liebe. Sie gehören ab jetzt zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann euch versichern, dass ich sie noch mehrmals lesen werden.

Angefangen mit der dystopischen Welt, die Jennifer Benkau schafft. Was mich wundert und fast erschreckt ist, dass sie eigentlich gar nicht so abwegig klingt. Dass es irgendwann zu einem dritten Weltkrieg kommen wird, ist klar. Und auch, dass genetische Experimente irgendwann auch bei Menschen gemacht werden, ist nicht unrealistisch.
Die Welt von Joy ist sehr düster (im wahrsten Sinne des Wortes), aber das hat mich nicht abgeschreckt, sondern neugierig gemacht.

Jennifer Benkau bekommt es sowieso wahnsinnig schnell hin, dass man im Buch drin ist. Obwohl ich die ersten 100 Seiten nahezu in Unwissenheit war und manche Stellen mir sehr verwirrend vorkamen, konnte ich das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen. Nein, ich habe es sogar beinahe in einem Tag durchgelesen! Der Schreibstil ist so schön und poetisch, aber nicht kitschig.

Joy und Neél sind die beiden Protagonisten im Buch und natürlich kommen die beiden zusammen.
Trotz dieses Wissen von der ersten Sekunde, habe ich ihre Beziehung geliebt! Sie entwickelt sich so schön und realistisch, blüht immer mehr auf, bis Joy und Neél nicht mehr Mensch und Percent sind, sondern einfach zwei Personen, die sich lieben.

Joy hat mir super gefallen. Sie ist so stark und reif! Ich denke, es war sehr gut, sienicht als 16-jähriges Mädchenauftreten zu lassen, sondern als junge Frau, weil das in dieser Welt viel authentischer ist.
Ich bewundere Joy auf viele Weisen, aber vor allem für ihre aufopferungsvolle Art, die nie übertrieben wirkt. Sie setzt ihre Prioritäten sehr gut, bleibt dabei aber immer sehr sachlich und nicht zu waghalsig, dass es naiv wirkt. Joy ist niemand, die ihr Leben mal mir nichts, dir nichts wegwirft, weil sie so einen Drang nach Selbstopferung hat. Man merkt, dass sie Leben will und das mit allen Mitteln.

Neél ist ein Percent. Was das genau ist, weiß man relativ lange nicht, aber genau das mochte ich. Da Joy nicht wirklich weiß, was Percents sind, weiß das auch der Leser nicht, bis es Neél ihr erklärt.
Ach Neél - wo soll ich nur anfangen?
Er ist so ein vielschichtiger Charakter, der eindeutig Fehler hat, aber genau diese machen ihn liebenswert. Auf den ersten Blick scheint er unnahbar und herzlos, und das ist er später auch noch. Aber gleichzeitig wird er zum Beispiel von manchen Percents selber nicht akzeptiert, weil er anders ist.
Neél ist kalt, liebevoll, witzig, ehrgeizig, ernst...und jede dieser Facetten zeigt er im Buch und gegenüber Joy.
Natürlich hat sie unter ihm zu leiden, aber dieses Leiden verwandelt sich in Verstehe und das ist der erste Schritt den sie gehen müssen.

Ich mochte es, wie Jennifer Benkau es schafft, die Welt der Percents nicht ganz so kalt erschienen zu lassen, wie man sie sich zuerst vorstellt. Mit de Zeit lernt man, dass auch Percents Gefühle haben und nicht alle identisch sind.

Es gibt viele Bücher, bei denen es um zwei Liebende einer anderen "Spezies" geht, aber kaum eine geht mir so nahe wie Joy und Neél. Es ist die Art, wie sie sich einander annähern und langsam ihre Vorurteile ablegen. Beide entwickeln sich durch den anderen halten aber immer noch an ihren Idealen fest. Ihre Beziehung ist hart, aber sie ist dieser keine Lichtfunke in dieser dunklen Welt.
Joy und Neél finden Wärme und Freunde an einem Ort, an dem es so etwas überhaupt nicht mehr zu geben scheint und entfliehen so der Realität.

Mich hat das Buch wirklich zum Nachdenken gebracht.
Wie weit gehen wir noch mit den ständigen Kriegen? In wie weit ist unsere heutige Wissenschaft und die Fortschritte, die sie macht wirklich gut?
Und obwohl es ziemlich ernst ist, konnte ich an manchen stellen trotzdem herzlich lachen! Wie Neél und Joy miteinander umgehen, besonders in der Anfangszeit (wenn sie sich aber trotzdem nicht mehr hassen), war ironisch und zynisch.

Das Ende. Wie kann man einen Menschen nur so quälen?!
Und damit meine ich nicht nur mich sondern auch...naja, halt eine andere Person. Das Ende von Dark Canopy ist großartig - ich persönlich bin aber auch leicht masochistisch, wenn es um Bücher geht. Auf jeden Fall konnte ich das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen und nachdem ich den letzten Satz gelesen habe, wusste ich schon, dass ich Dark Destiny haben musste.

So ist das also. Lest einfach das Buch.

Handlung: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (4/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥♥ (5/5)






Dark Canopy ist eine der besten Dystopien, die ich je gelesen habe und ich bin mir sicher, dass ich es noch mehrmals lesen werde.
Es hat einfach alles, was man von einer guten Dystopie - nein, von einem guten Buch - will: tolle Handlung mit Überraschungen, glaubwürde Charaktere, Sapnnung, eine interessante, originelle Zukunftsvision und trotzdem noch Humor und Tiefgang!
Ich liebe diesen Buch so sehr und konnte es kaum abwarten, Dark Destiny zu lesen. Sogar drei Tage warten war fast zu viel für mich!

Samstag, 25. Mai 2013

Rezension: The Selection

Titel:
Selection
(The Selection)

Autor:
Kiera Cass

Verlag:
Sauerländer

Seitenzahl:
368

Preis:
16,99€

 Die Chance deines Lebens?

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?






Sehr schlau vom Sauerländer Verlag, das Cover zu übernehmen! Es ist aber auch wunderschön, oder? Ich finde es auch gut, dass man die Farben ein bisschen abgedunkelt hat - das sieht kontrastreicher aus und gefällt mir sehr gut. 
Ein-Wort-Titel mag ich zwar in der Regel nicht so gerne, aber passen tut er in jedem Fall!


Selection ist so ein Buch, was ich schon lange lesen will und auch ziemlich hohe Erwartungen daran hatte. Leider hat der Beginn schon dafür gesorgt, dass ich erst mal eine dreimonatige Pause einlegen musste, weil es mich nicht angesprochen hat.

Ich denke, das liegt daran, dass die ersten 100 Seiten ungefähr nur davon Handeln, wie America normalerweise lebt und wie sehr sei Aspen liebt und alles. Zu dieser Zeit kam sie mir sehr stereotypisch und unsympathisch vor. Es war so, als würde sie Dinge nur tun, weil das ein "guter" Buchcharakter eben macht. Für mich war America ein unglaubwürdiger, gestellter Charakter - perfekt, wie man es vielleicht nennen will. Ihr Motive und Handlungen wirkten auf mich nie so, als wären es Dinge, von denen sie nicht wirklich überzeugt ist.
Es ist schwer zu beschreiben, aber America was so "pseudo"-bescheiden, und "pseudo" - liebenswürdig, und "pseudo"-verantwortungsvoll. Das wirkte alles einfach nicht echt.

Und Aspen, ihr "toller" Freund, den sie ja so sehr liebt, hat die Lage nicht verbessert. Ernsthaft, was will der Kerl? Er kann doch nicht erwarten, dass America es einfach hinnimmt, wenn er wie verlässt und ein paar Tage später mit einem anderen Mädchen ankommt. Und dann später im Buch - argh, das macht mich so wütend!
Aspen schlägt ihr auch noch vor, dass America ihn und alles vergessen soll, um den Prinzen von sich selbst zu überzeugen! Klar, das kann man als selbstlosen Akt der Liebe auffassen - ich bezeichnete es als Dummheit!

Aber okay, America wird natürlich ausgewählt und sobald sie im Palast ist, mochte ich das Buch richtig gerne! Wäre es sie ganze Zeit auf diesem Niveau gewesen, wäre ich hin und weg von dem Buch.
Das liegt auch gar nicht an Maxon, finde ich. Maxon ist zwar viel sympathischer als Aspen, aber ich hab mir noch nicht wirklich eine Meinung zu ihm gebildet. Es ist ein bisschen seltsam, dass er nebenbei noch mit 34 anderen Mädchen flirtet. Trotzdem liegt ihm etwas an America und ihre Beziehung entwickelt sich sehr schön und nicht zu schnell.
Aber es ist eben nicht Maxon, der den Rest des Buches für mich interessanter macht - es sind die anderen Mädchen! Nicht nur die anderen in der Selection, sondern auch ihre Dienstmädchen, mit denen sie sich anfreundet.
Der Zickenkrieg und die Freundschaften, die sich entwickeln, waren einfach großartig und konnten mich bestens unterhalten!
Dazu noch die Angst, wer als nächstes weggeschickt wird - fanatstisch!

Der dystopische Teil des Buches hat mich eher weniger interessiert, aber war soweit eigentlich ganz in Ordnung. Ich mochte die Idee mit einer Monarchie und auch, dass Maxon durch America das erste Mal schwächen im Kastensystem sieht und diese gleich verbessen möchte.
Ich habe nicht das Gefühl, dass Menschen mit absichtlich durch das System unterdrückt werden, sondern nur, dass das System, noch nicht ausgereift ist um alle gerecht zu behandeln. Das war mal eine nette Abwechslung.

Neben dem schwankenden Niveau hat mich auch nur eine weitere Sache ein bisschen gestört. Das Buch wird mit "Der Bachelor trifft Panem" oder so beworben und das stimmt auch. Manchmal war es mir aber ein bisschen zu viel Panem...dabei sind es gar keine großen Sachen im Plot, sondern Details, die man sich einfach hätte sparen können. Zum Bespiel, dass America bei ihrem ersten Interview vor der Kamera an sich rumschnüffelt, sagt, sie riecht jetzt nach Vanille und dann fangen alles an zu lachen. Klingt stark nach Peetas erstem Interview.
Einfach unnötig - vor allem, weil das Buch gut genug ist!


Handlung: ♥♥♥♥ (3,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4/5)
Charaktere: ♥♥♥ (3/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (3,5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (3,5/5)
Tiefgang: ♥♥♥ (3/5)






"The Selection" konnte mich gut unterhalten, aber insgesamt noch nicht vollständig überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass es für mich nicht auf einem konstanten Niveau bleiben konnte, sondern immer zwischen guten und schlechten Szenen geschwankt hat.
Trotzdem bin ich schon gespannt auf "The Elite", was sicherlich bald bei mir einziehen wird.



Samstag, 23. Februar 2013

Rezension: Unravel Me


Titel:
Unravel Me

Autor:
Tahereh Mafi

Verlag: 
Goldmann Verlag/ HarperCollins

Seitenzahl:
480

Preis:
13,40€





tick
tick
tick
tick
tick
it's almost
time for war.
Juliette has escaped to Omega Point. It is a place for people like her—people with gifts—and it is also the headquarters of the rebel resistance.
She's finally free from The Reestablishment, free from their plan to use her as a weapon, and free to love Adam. But Juliette will never be free from her lethal touch.
Or from Warner, who wants Juliette more than she ever thought possible. 


And I don't know much about anything in this world but I do know how to read the book written in his eyes.
- page 36


"I'm not moody -"
"Yeah, bro." Kenji puts his utensils down. "You are moody. It's always 'Shut up, Kenji.', 'Go to sleep, Kenji.', 'No one wants to see you naked, Kenji.' When I know for a fact that ther're thousands of people who would love to see me naked -"
- page 40


10 seconds and I'm trying to breathe
9
and I'm trying to be brave
8
but the truth is I'm scared out of my mind
7
and I have no idea what's waiting for me behind that door
6
and I'm pretty sure I'm going to have a heart attack
5
but I can't turn back now
4
because there it is
3
the door is right in front of me
2
all I have to do us knock
1
but the door flies open first.
- page 220





Es gibt die Leute, die finden die neuen Cover der Reihe mit dem Auge schöner als das alte und es gibt die Leute, die das alte Cover lieber mochten als die neuen. Ich persönlich freue mich wahnsinnig über die neuen Cover, denn sie sind viel besonderer als das erste. Auf dem ursprünglichen Cover von Shatter me steht ein Mädchen in einem hübschen Kleid - super, hat man ja noch bei keinem anderen YA-Buch. Die Augen passen vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick zur Geschichte, aber sie sind etwas Besonderes und Shatter me & Unravel me sind besondere Bücher, also haben sie das verdient. Was ich an den Covern außerdem mag ist, dass man direkt im Auge einen Vogel sieht und auch in dem Himmel darüber Vögel fliegen. Juliette erwähnt Vögel so oft und deshalb passt das sehr gut.
Auch der Titel ist meiner Meinung nach gut gewählt. Er passt nicht ganz so gut wie Shatter me, aber im Buch gibt es eine Anspielung auf diesen Titel, deshalb gefällt er mir ziemlich gut





Ich liebe dieses Buch. Ich mochte Shatter me sehr sehr gerne und habe es verschlungen, aber Unravel me liebe ich. Obwohl, eigentlich ist es eher so eine Hass-Liebe, denn dieses Buch hat mir das Herz herausgerissen, auf den Grund der Hölle fallen lassen und Asche wieder in meinen Körper gestopft.
Ich glaube, ich war noch nie SO zerstört von einem Buch. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, aber ich war so frustriert und zwiegespalten, dass ich es manchmal nur weglegen wollte.

Mein Lieblingscharakter in dem Buch ist auf jeden Fall Kenji, man muss ihn einfach lieben.
Er ist so witzig und ich musste öfter laut lachen, wenn er etwas gesagt hat. Kenji bringt dem Buch den Humor und der ist wirklich toll.
Aber obwohl Kenji so humorvoll ist, trägt er auch wahnsinnig viel Verantwortung und kann auch sehr ernst sein, wenn es nötig ist. Er kann abwiegen wann es an der Zeit ist Spaß zu machen und wann getan werden muss, was eben getan werden muss. Außerdem ist er ehrlich und redet nicht um den heißen Brei herum - das ist natürlich oft schmerzhaft, aber es war erfrischend so einen Charakter zu haben.
Ich habe Juliettes Scherz sehr gut verstanden, als Kenji sie belehrt hat, aber gleichzeitig weiß man auch, dass es nötig ist.

Über Juliette kann man sich streiten. Sicherlich ist sie besonders zu Beginn des Buches nicht sehr selbständig und erscheint schwächer als sie ist, aber das hat mich nicht gestört. Man muss ich überlegen, dass sie ihr ganzes Leben lang ausgestoßen wurde und dass das natürlich auch ihre Spuren hinterlässt. ich hatte einfach nur Mitleid mit ihr und auch, wenn ich nach dem 5. 'Rückfall' ein wenig genervt von ihr war, will ich trotzdem nicht über sie urteilen.
Aber eigentlich mochte ich genau das an Juliette: dass ich sie nicht immer mochte. Ich meine, welchen Menschen kann man schon immer mögen? Jeder hat seine Fehler und jeder macht Sachen, auf die man nicht stolz ist oder die objektiv betrachtet keinen Sinn ergeben.
Trotzdem macht Juliette im Verlauf des Buches eine wunderbare Entwicklung durch und lernt ihr Gabe immer mehr kennen. Ich mochte auch die Richtung, in der ihre Gabe sich entwickelt hat.
Schmerzlich ist hier nur, dass Kenji recht hat und Juliette das alles nur geschafft hat, weil sie sich von Adam los gemacht hat.

Adam ist immer noch ein absoluter Traum und genau hier hat mein persönlicher Schmerz angefangen. Es stellt sich heraus, was Adams Gabe ist und es ist einfach schrecklich! Man kann vorallem nichts dagegen machen und die Situation in der sich Juliette und Adam befinden sieht so aussichtslos aus, dass es wehtut. Adam liebt Juliette; er liebt sie von ganzem Herzen und trotzdem dürfen sie nicht zusammen sein.

Irgendwann im Laufe des Buches erscheint auch Warner wieder und es wird immer schwerer.
Es gibt wirklich viele, die 'Team Warner' sind - ich gehöre nicht dazu. Ich mag Warner nicht und trotzdem mag ich ihn. Diese innere Zerrissenheit ist furchtbar! Warner ist kein guter Mensch, aber auch kein böser. Er hat schreckliche Sachen getan und bereut sie nichtmal, aber er liebt Juliette wirklich sehr und so schrecklich die Welt auch ist, er würde alles für sie tun. Ich kann auch nicht bestreiten, dass er sehr charmant sein kann, wenn er will. Aber trotzdem ist er meiner Meinung nach nicht der Richtige für Juliette.
Aber was gibt es besser als einen Bösewicht, mit dem man sympathisieren kann?

Ich mag Love Triangles nicht, aber warum mag ich sie nicht? Weil sie meistens gewollt, unecht und flach wirken. Das ist hier nicht der Fall!
Es ist ein bisschen wie mit der Jem-Will-Tessa-Sachen nur...anders. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie das alles ausgehen soll, wie sich Juliette entscheidet und wie der jeweils andere darauf reagieren wird.
Die Beziehung in der Warner und Adam zueinander stehen macht das ganz auch nicht einfacher und ich bin sehr gespannt, wie das alles enden soll.

Was mir auch gut gefallen hat war, dass man ein bisschen mehr von der dystopischen Welt, in der das Buch spielt, sieht. Ich gebe zu, der Reiz an dem buch ist für mich nicht der dystopische Aspekt der Geschichte, sondern eher das Zwischenmenschliche, aber es war trotzdem interessant ein bisschen mehr darüber zu erfahren.

Das Herzstück des Buches ist und bleibt allerdings der absolut geniale und unschlagbare Schreibstil von Tahereh Mafi! Sie ist ein Genie und ich bin so froh, dass sie genauso schreibt, wie sie schreibt.
Ich liebe es wie sie mit Wörtern arbeitet, nicht nur mit ihrer Bedeutung sondern auch mit ihrem Aussehen, mit den Wörtern selbst. Die Durchstreichungen werden in dem Buch immer weniger, weil Juliette als Charakter immer fester und sicherer wird, aber dadurch sieht man dann auch gleich, wenn sie sich in einer Situation unsicher und komisch fühlt.
Außerdem hat Tahereh Mafi immer wieder wunderschöne Metaphern für bestimme Situationen - ihr Schreibstiel fasziniert mich unheimlich. 
Hier stört es mich auch nicht, dass die Charaktere öfter als gewöhnlich fluchen oder Schimpfwörter benutzen. Das gehört hier einfach dazu und ich glaube, das wirkt höchstens merkwürdig, weil man es sonst so wenig in Jugendbüchern liest.
Natürlich ist der Schreibstil nicht gleich einfach zu lesen und man muss sich erst daran gewöhnen, aber wenn man das getan hat, dann ist es einfach einzigartig und wunderschön.


Originalität: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4/5)
Humor: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥♥ (5/5)




Was soll ich noch sagen? Unravel me toppt den ersten Teil nochmal und ist ein rundum wirklich gelungenes Buch. so viel Frustration hatte ich seit Seelen nicht mehr für ein Buch und ich liebe es, dass das Buch mir solche Gefühle entlockt.




Donnerstag, 24. Januar 2013

Rezension: Getrieben. Durch Ewige Nacht


Titel:
Getrieben. Durch Ewige Nacht
(Through the Ever Night)

Autor:
Veronica Rossi

Verlag:
Oetinger

Seitenzahl:
432

Preis:
17,95€






Klappentext:


Arias Kampf gegen Stürme, die Leben und Liebe bedrohen. Endlich haben Aria und Perry seinen Stamm erreicht. Doch seine Leute trauen Aria nicht. Um den Anfeindungen zu entfliehen, macht sie sich gemeinsam mit Roar auf die Suche nach der Blauen Stille, dem Ort, an dem alle Ätherstürme ruhen und der auch Perrys Stamm retten kann. Während ihrer Abwesenheit taucht Kirra, die Anführerin eines befreundeten Stammes auf. Wird Perry ihren Annäherungsversuchen widerstehen?




Zitate:


Days were darkened by clouds and the blue cast of Aether. Nights were brightened by the same. They flowed together, the edges blurring into an endless day. 
An Ever Night. 
-Seite 143


Love is a rebellious bird that nobody can tame.
-Seite 233


It didn't matter if Aria was hundreds of miles away, or wether she'd hurt him, or said good-bye, or anything else. Nothing would change the way he felt. Not ignoring his thoughts of her, or being with Kirra. The moment Aria hat taken his hand on the roof at Marron's, she'd changed anything, she'd always be the one.
-Seite 280




Meine Meinung:


Wow, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich liebe dieses Buch, es hätte nicht besser sein können!

Der zweite Teil der Reihe ist unglaublich mitreißend, von der ersten Seite ist man in der Geschichte drin und es gibt nicht im Ansatz diese Einfindungsphase, die man in anderen Büchern manchmal hat. Oder wie das erste Buch sie hatte! Das erste Kapitel ist das letzte Kapitel von Gebannt aus Perrys Sicht, was dazu führt, dass man sofort wieder im Geschehen ist und sich einfach auskennt. Es war so schön, sofort und ohne Unterbrechung da weiter zu machen wo ich im erten Teil aufgehört habe.

Außerdem hat mir der Schreibstil noch viel besser gefallen als vorher. Er ist unbeschreiblich. Veronica Rossi schafft eine so fesselnde Atmosphäre, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Dieser Schreibstil ist so speziell, dass ich ganz fasziniert davon war. Es gibt oft Stellen im Buch, an denen sich Perry oder Aria an bestimme Dinge erinnern und dann darüber nachdenken. Dadurch spart man sich nicht nur Wiederholungen, sondern man bringt auch die Charaktere dazu bestimmte Begebenheiten nochmal zu überdenken, ihre Handlungen zu reflektieren. Ich fand, daran hat man auch gesehen, wie sie sich als Charaktere weiterentwickelt habe. Ich hoffe wirklich, dass dieser grandiose Schreibstil auch im deutschen Buch erhalten bleibt, denn alles andere wäre wirklich Verschwendung.

Ich habe grade eben erst den deutschen Klappentext gelesen und war ganz erstaunt, dass Kirra erwähnt wird (Ich nöchte kurz erwähnen, dass Kirra nicht die 'Anführerin eines befreundeten Stammes' ist. Sie ist einfach nur diejenige, die von Sabel zu Perry geschickt wurde.). Es klingt so, als würde sich eine Dreiecksgeschichte entwickelt, aber eigentlich habe ich das selber gar nicht so empfunden. Es wird relativ schnell klar, dass Kirra Interesse an Perry hat (wer hätte das auch nicht!), außerdem wird gesagt, dass sie auch ein Riecher (heißt das so im deutschen?) ist und da haben meine Alarmglocken schon geläutet, aber Perry hat mich nicht enttäuscht, er zeigt sehr, sehr deutlich, dass er zu Aria hält und diese Loyalität, obwohl sie ihn verlassen hat, hat mir so gut gefallen. Er hat Momente der Schwäche, geht aber nie zu weit und das war super, weil mein Herz jedes Mal stehen geblieben ist, wenn es wieder wo weit war.
Perry sehnt sich eigetlich nicht nach Kirra, er sehnt sich nach dem Gefühl, was er mit Aria hatte. Er sehnt sich danach, geliebt zu werden. Zumindest habe ich das so interpretiert.

Nachdem Aria Perry verlassen hat teilt sich die Story in zwei Teile. Einmal gibt es Aria und Roar, die zusammen zu den Hörnern aufbrechen und Perry, der mit den Problemen in seinem Stamm fertig werden muss. Beide Stränge der Geschichte waren super spannend und besonders im hinteren Teil des Buches endet jedes Kapitel mit einem Cliffhanger. Es passiert immer etwas womit man nie gerechnet hätte und das hat dem Ganzen noch extra Spannung gegeben. Besonders Kirras wirkliche Absichten, ein ganz bestimmter Tod und alles was mit Still Blue zu tun hatte, haben mich geschockt.

Wir haben in diesem Buch nicht wirklich neue Charaktere, ein paar Leute im Stamm von Perry und Liv, werden eingeführt, aber die drei Hauptfiguren bleiben Roar, Perry und Aria.
Diese beiden haben eine Beziehung zueinander, von der ich noch nicht weiß, was ich denken soll. Ich hatte nie den Verdacht, dass Roar und Aria zusammen kommen könnten, aber die beiden nähern sich auf einer freundschaftlichen Basis schon sehr an und das ist manchmal ein wenig seltsam. Roar wird für Aria zu einem der wichtigsten Menschen und Roar erfährt eigetlich alles von ihr. Dadurch erfahren wir aber auch mehr von Roar und das gibt ihm als Charakter nochmal eine gewisse Tiefe, die er im Band eins meiner Meinung nach noch nicht hatte.

Nachdem ich leider fast komplett vergessen hatte, was in Band eins bezüglich Hess und dieser ganzen Geschichte passiert war (ich wusste schon noch grob, worum es ging, aber Details haben mir gefehlt) war ich gespannt, was hier passieren würde. Welchen Part Soren in der ganzen Sache spielt, hätte ich nie gedacht. Eigentlich scheint er im ersten Buch relativ unwichtig, aber hier bekommt er nochmal sehr viel Bedeutugn und ich finde, auch er hat sich ein Stück weit ins positive verändert. Zeitweise, mochte ich ihn soagr sher, aber gegen Ende zeigt sich langsam wieder, dass er sich für etwas Besseres hält.

Aber das Ende! Damit hätte ich nie, nie, nie gerechnet! Es ist frustrierend, dass ich noch ein Jahr darauf warten muss zu erfahren, wie es ausgeht und ich denke leider, dass da noch jemand sterben muss, der mir sehr am Herzen liegt. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, was Cinder noch für eine Rolle spielt (Cinder ist einer meiner Lieblingscharaktere, gleich nach Aria und Perry) und was wie für wen enden wird. Ich habe keine Ahnung, ob ich mich mit dem Ende anfreunden kann, denn schon jetzt, bin ich ein bisschen zwiegespalten, ob es gut oder schlecht war, was Perry und Aria gemacht haben...


Originalität: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (4/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥ (4,5/5)




Fazit:


Der zweite Teil ist noch viel besser, mitreißender und spannender als der erste und überzeugt mich in allen Punkten. Aria und Perry entwickeln sich zu einem meiner Lieblingspärchen und ich hoffe, dass der dritte Teil nochmal genauso großartig wird wie dieses Buch hier.

♥♥♥♥♥

Donnerstag, 17. Januar 2013

Rezension: Roar and Liv


Titel:
Roar and Liv

Autor: 
Veronica Rossi

Verlag:
Hachette Digital

Seitenzahl:
ca. 64

Preis:
1,99€






Before Perry and Aria, there was Roar and Liv.

After a childhood spent wandering the borderlands, Roar finally feels like he has a home with the Tides. His best friend Perry is like a brother to him, and Perry's sister, Liv, is the love of his life. But Perry and Liv's unpredictable older brother, Vale, is the Blood Lord of the Tides, and he has never looked kindly on Roar and Liv's union. Normally, Roar couldn't care less about Vale's opinion. But with food running low and conditions worsening every day, Vale's leadership is more vital - and more brutal - than ever. Desperate to protect his tribe, Vale makes a decision that will shatter the life Roar knew and change the fate of the Tides forever. 



"The wise ask questions, Perry. The weak doubt."




Das wird nur eine ganz kurze Rezension, weil es sich ja hier eigentlich nicht um ein Buch handelt sonder nur um eine separate Kurzgeschichte.
Wie der Titel schon so schön verrät geht es hierbei allerdings nicht um Aria und Perry, die ich wirklich von ganzem Herzen liebe, sondern es geht um die kleine Liebesgeschichte zwischen Roar und Liv.
Roar kennen wir schon persönlich aus 'Gebannt. Unter fremdem Himmel', von Liv wird nur erzählt. man weiß nicht viel über sie, nur dass sie Perrys und Vales Schwester ist und dass sie mit Roar zusammen war.
Um mehr geht es auch nicht wirklich in 'Roar and Liv'. Die Geschichte ist soweit bereits mehr oder weniger bekannt, man liest sie nur nochmal ausführlicher aus Roar Perspektive.
Ich persönlich fand es wirklich toll, nochmal diese kleine Vorgeschichte zu lesen. Ich finde auch nicht, dass es hier groß um Handlung geht oder um Spannung, da man wie gesagt weiß, dass Liv letztendlich verschwindet. Mich hat eher interessiert, wie die Charaktere vor Arias auftauchen miteinander umgehen, was sie für Beziehungen  haben und was sie zu den Menschen gemacht hat, die ich auch 'Gebannt' kenne.
Und genau das habe ich auch bekommen.
Da die Geschichte komplett aus Roars Perspektive geschrieben ist, bekommt man einen sehr guten Eindruck von ihm. Ich wusste nie wirklich, wie ich ihn einordnen sollte. aber jetzt weiß ich, wie sehr er Liv wirklich geliebt hat, was andere Menschen von ihm denken und vorallem, wie gut er wirklich mir Perry befreundet ist. In 'Gebannt' dachte ich immer, dass sie sich mehr oder weniger nur flüchtig kennen und nicht, dass Perry und Roar schon eine tiefe Freundschaft verbindet.
Außerdem habe ich es genossen zu sehen, wie Perry, der einfach mein Lieblingscharakter in den ganzen Bücher ist, sich entwickelt. Es war sehr schön, zu erfahren, wie sein Verhältniss zu Vale ist und zu Liv und wie er sich auch bei den Tiden grundsätzlich verhält.
Was Liv angeht, so bin ich ein bisschen  zwiegespalten. Einerseitz mag ich sie sehr, andererseits reichen 60 Seiten meiner Meinung nach nicht aus, um sich ein genaues Bild eines Charakters zu machen. Dazu kommt noch, dass Roar so in sie verliebt ist und sich dadurch das Bild auf sie noch verzerrt.

Roar and Liv ist also eine sehr gelungene Kurzgeschichte in denen wunderbar besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen der Charaktere vor 'Gebannt' aufgegriffen werden. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie die Personen damals waren und was der Unterschied zu ihnen jetzt ist und ich kann das Buch nur jedem Empfehlen, der ein genauso großer Fan von Gebannt war wie ich.
Trotzdem bleibt es, was es ist, nämlich nur eine Kurzgeschichte, du einfach noch nicht alles hatte, was man sich von einem 5-Stern-Buch erhofft.




Sonntag, 6. Januar 2013

Rezension: Insurgent



 Titel:
Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Autor:
Veronica Roth

Verlag:
cbt

Seitenzahl: 
512

Preis:
17,99€


Der Aufstand hat begonnen ...

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...
Ich mag die Cover so sehr! Schon das Cover von Die Bestimmung war toll, aber dieses hier finde ich sogar noch ein bisschen schöner. Auch das Rot vom deutschen Cover finde ich richtig schön, weil es auch mit Band 1 sehr gut zusammen aussieht. Das Grün vom Originalcover sieht dafür ein bisschen bedrohlicher aus und das ist vielleicht ein wenig passender.
Was den Titel betrifft hab ich mich ja früher schon aufgeregt, warum hat es einfach nur einen neuen Untertitel bekommen? Aber mittlerweile finde ich das schon in Ordnung. besonders weil Tödliche Wahrheit wirklich, wirklich gut zu dem Buch passt.


Da ich ja zum ersten Teil keine Rezension geschrieben habe, werde ich hier nochmal ganz kurz sagen, wie ich das Buch fand. 
Wie fast jeder andere mochte ich Die Bestimmung wirklich gut, aber um ehrlich zu sein, war ich nicht so begeistert wie viele andere. Ich verstehe den Hype um das Buch, aber ich konnte mich dem nicht so ganz anschließen. Wenn ich eine Rezension geschrieben hätte, hätte das Buch wahrscheinlich vier Herzen bekommen, weil der Funke einfach nicht so richtig übergesprungen ist. 

Hier ist der Funke aber übergesprungen. Das Buch war so gut und spannend und mitreißend, dass ich es richtig verschlungen habe und ich finde es so viel besser als Band eins, obwohl ich mich leider nicht mehr richtig daran erinnern kann. 
Das war leider wirklich ein kleines Problem, denn besonders zum Beginn war ich mir unsicher, ob ich die Sachen jetzt verstehen muss, oder ob ich einfach im Dunkeln tappen soll.
Trotzdem habe ich förmlich an den Seiten geklebt, obwohl ich im Mittelteil grade einen kleinen Durchhänger hatte. Der Anfang vom Buch war richtig gut, besonders weil man endlich mal ein bisschen was über die Amite erfährt, die immer schon die Fraktion war, die mich am meisten interessiert hat. die Amite wurden immer als so kindisch und albern und unwichtig dargestellt und das hab ich nicht ganz verstanden. Schließlich ist es ja nichts Schlechtes friedfertig zu sein. Aber da Tris und die Anderen zu Beginn bei den Amite sind, sieht man, dass sie eigentlich gar nicht so albern sind. Okay, die Drogen die sie nehmen sind ein bisschen seltsam, aber ich denke immer noch, ich würde zu den Amite gehen.

Okay, soweit wollte ich das eigentlich nicht ausführen. 
Was ich auch richtig gut fand, eigentlich fast am besten, waren Tris und Four (ich mag den Namen Tobias nicht, tut mir leid). Die beiden sind erstens das ersten das ganze Buch über zusammen. Mal ehrlich, wann hat man das noch? Gibt es nicht immer irgendeine Art Dreiecksbeziehung oder irgendjemand verschwindet oder man merkt dass man nicht zusammen sein kann oder irgendwas! Die beiden haben ihre Beziehungskrisen, aber das war so nachvollziehbar und es tat mir so leid für die beiden. einfach, weil beide selber so darunter gelitten haben. aber Tris und Tobias haben auch keine Krise, weil die Welt um sie herum zusammen bricht oder so, sondern weil sie sich nicht voll und ganz vertrauen oder sich nicht trauen, vollkommen ehrlich zueinander zu sein. Das alles war so echt und authentisch, es waren ganz normale Beziehungsprobleme.
Außerdem sind beide unabhängig voneinander einfach so sympathisch, dass man sie einfach nicht nicht mögen kann. Tris ist sicherlich kein einfacher Mensch, aber die Welt besteht auch nicht aus einfachen Menschen und trotzdem liebt Tobias sie und hält zu ihr, selbst wenn sie wieder Mist macht. Und die Art, wie er sich Sorgen um sie macht. Tris und Tobias streiten sich eigentlich die meiste Zeit nur darüber, dass Tobias Angst um sie hat und das war so schön!
 Was die anderen Charaktere betrifft: Oh mein Gott! Ich mag alle so sehr, aber man kann sich nie sicher sein wer stirbt und gegen Ende, das ist so fies, kann einfach jeder sterben und ich habe auch das Gefühl, dass jeder stirbt. Ich kann nicht sagen, dass mir nicht ein, zwei Tränen über das Gesicht gelaufen sind, als EINE BESTIMMTE Person gestorben ist. 
Ach, Christina, Lynn, Uriah, Marlene, alle toll! Und Uriahs und Marlenes Beziehung war so süß und gleichzeitig merkt man, dass Lynn in Marlene verliebt ist, das war so tragisch!
Aber das Buch ist wirklich überhaupt nicht nur auf Gefühle bezogen!
Apropos:  Tris weint in diesem Buch so oft, aber sie wirkt überhaupt nicht schwach dadurch! sie ist immer noch so eine starke Persönlichkeit, so mutig und selbstlos und clever und vielleicht ein bisschen zu aufopferungswürdig!
Also, was ich eigentlich sagen wollte ist, dass Buch ist so voller Aktion. Es gibt fast kein Kapitel, in dem einem nicht das Herz stehen bleibt weil Tris oder so mit irgendjemandem kämpft muss oder von irgendjemandem verfolgt wird.
Und das Ende! Wow. ich meine, das ganze Buch arbeitet auf die letzte halbe Seite hin und sie Sache, die dann rauskommt? Ich saß vor dem Buch und wusste nicht, was ich machen sollte, weil ich den dritten Teil brauche! Aber das Buch ist auch witzig, wirklich. Die Stelle, an der Tris zum Beispiel diese Amite-Droge bekommt - das war so genial! Besonders auch, wie Tobias darauf reagiert. Wunderbar. 
Oder auch die Szene mit dem Wahrheitsserum bei den Candor (die Fraktion, die ich nach den Amite wählen würde) war so nervenaufreibend. Wie Tobias leidet und Tris einfach die Wahrheit sagt, weil sie es leid ist zu lügen!
Aber das Buch ist wirklich voll mit tollen Szene, die alle so geschrieben sind, dass man sich richtig gut in die Personen hineinversetzen kann.
Was soll ich noch groß sagen? Lest das Buch, weil es einfach genial ist. Ich kann es kaum erwarten, bis endlich der dritte Teil rauskommt und ich hoffe, dass dieser dann auch noch besser wird, als der Teil.


Montag, 17. Dezember 2012

Rezension: Das verbotene Eden - David und Juna


Titel:
Das verbotene Eden - David und Juna

Autor:
Thomas Thiemeyer

Verlag:
PAN/ Knaur

Seitenzahl:
464

Preis:
16,99€





Klappentext:


 Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer … 





Cover und Titel: 


Ohh, nein. Ich mag das Cover einfach gar nicht. Erstens habe ich mir David und Juna anders vorgestellt und zweitens finde ich, dass die beiden irgendwie komisch zusammen geschnitten wurden.
Der Titel allerdings ist wirklich sehr schön. Ich war mir erst nicht sicher, ob 'Das verbotene Eden' wirklich zum Buch passen wird, aber ich finde ihn wirklich sehr gelungen!




Meine Meinung:


Sagen wir mal so, ich bin schon ein bisschen enttäuscht von dem Buch. Das liegt aber vor allem daran, dass es wirklich mega gehypet wurde und es einfach jeder gelesen und geliebt hat - dementsprechend habe ich also auch erwartet, dass ich es lieben werde. Aber naja, ich habe es gemocht und grade die zweite Hälfe verschlungen, aber das gewisse Etwas hat mir leider gefehlt. 
Ich glaube, was an dem Buch am schwierigsten ist, ist, dass es nicht wirklich eine typische dystopische Welt gibt. Besonders die Art und Weise wie Juna lebt erinnert mich eher an das Mittelalter als an Hightech, was wir von anderen Dystopien kennen. Wenn dann diese Welt von Juna, in der man auf Pferden reitet, selbst Jagd und an fremde Göttinnen glaubt, mit der von David vergleicht kann das einen schon leicht aus dem Konzept bringen. David lebt noch relativ  'normal', es gibt Autos und Gewähre, die Religion ist die gleiche wie hier und er kann lesen...Man muss sich erst in das Buch reinfinden um es ungestört lesen zu können. Leider muss ich gestehe, dass mir das nicht wirklich voll und ganz gelungen ist. Ich kam zwar gegen Ende besser damit klar, aber trotzdem musste ich manchmal innehalten um darüber nachzudenken, wie das alles so zusammenhängt. Klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber so war das bei mir eben. 
Da ich also, wie gesagt, nicht richtig in die Geschichte reingefunden habe, kam mir der Anfang auch extrem langatmig vor. Das wurde auch nicht davon verbessert, dass sich David und Juna erst ab Seite 200 wirklich treffen. Ich habe zu Beginn einfach vergeblich darauf gewartet, dass diese große Liebesgeschichte der beiden endlich mal beginnt. 
Als die beide endlich aufeinander treffen, wurde das Buch für mich wirklich gut. Ich hatte das Gefühl, die Erzählgeschwindigkeit nimmt zu und man kommt endlich mal voran. 
Manchmal habe ich mich allerdings gefragt, ob die beiden dann nicht etwas schnell zusammen kommen. Im Nachhinein denke ich allerdings, dass sie eigentlich erst am Ende des Buches am Beginn ihrer Beziehung waren. 
Überhaupt ist die Liebesgeschichte nicht so dominant, wie ich sie erwartet hätte. Das ist ja absolut nicht schlecht, aber eben unerwartet. Es gibt nur zwei Sachen, an denen man das wirklich festmachen kann. Einmal diese wunderschöne Szene, in der die beiden tanzen (meine Lieblingsszene!) und die Tatsache, dass die zusammen zur Zuflucht wollen. 
Was den Schreibstil betrifft: Thomas Thiemeyer hat einen wunderbar detaillierten Schreibstil, der es schafft, dass man sich einfach alles wirklich gut vorstellen kann. Leider hat das manchmal dazu geführt, dass man ewig an einer Stelle feststeckte. Besonders zu Beginn, wenn man sowieso noch in die Geschichte finden muss, war das ein bisschen anstrengend zu lesen. 
Das Beste an dem Buch sind eigentlich die Parallelen und das Aufgreifen von Romeo und Julia. Ich liebe dieses Stück einfach und das hat die Beziehung zwischen David und Juna nochmal richtig schön unterstrichen, finde ich. Die Szene, in der Juna langsam schreiben und lesen lernt und dann Romeo und Julia liest, fand ich zum Beispiel auch wunderschön. 


Originalität: ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil: ♥♥♥ (3,5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥ (4/4)
Spannung: ♥♥♥ (3,5/5)
Humor: ♥♥♥ (3/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥ (4/5)



Fazit:



Wenn man mit den richtigen Einstellungen an das Buch geht, dann ist es wirklich toll, das kann ich versprechen. So musste ich mich erst mal reinfinden und -denken, was leider verhindert hat, dass ich das komplette Buch genießen konnte.
Trotzdem denke ich, dass mir der zweite und dritte Teil wirklich gut gefallen könnten, einfach weil ich jetzt schon weiß, wie die Welt in dieser Reihe so funktioniert



♥♥♥