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Sonntag, 11. Mai 2014

Booktalk #10 Into The Still Blue, Ignite Me, Days of Blood and Starlight



Into the Still Blue war eines der Bücher, worauf ich mich dieses Jahr mit am meisten gefreut habe, weil ich die ersten beiden richtig gut fand und es nicht mehr abwarten konnte zu sehen, wie die Reihe endet. Gerade mit ein bisschen Distanz zum Buch (ich habe es vor zwei oder drei Monaten gelesen) sind mit die Schwächen der Reihe durchaus bewusste, aber das ändert nichts daran, dass ich die Charaktere mit der Zeit wahnsinnig ins Herz geschlossen habe und fasziniert von der Welt bin. Ja, sie ist vielleicht nicht perfekt ausgebaut, aber trotzdem machen die Bücher süchtig. 
Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, legt man das Buch nicht mehr weg und besonders bei diesem Teil ist mir aufgefallen, wie sehr ich Veronica Rossis Art zu Schreiben mag. Eigentlich wollte ich nur kurz in das Buch reinlesen und plötzlich waren schon 100 Seiten weg. Sicherlich bin ich nicht die Einzige, die Bücher mag, bei denen man gar nicht merkt, dass man überhaupt liest.
Was ich ebenfalls toll fand war Aria und Perrys Beziehung. Die beiden sind eines der wenigen Paare in Jugendbüchern, die einfach mal zusammen bleiben. Es gibt keinen zweiten Love Interest oder erzwungene Probleme, die die beiden auseinander bringen sollen. Bei den zwei habe ich einfach das Gefühl, dass sie eine sehr erwachsene Beziehung führen und damit auch eine bewusste Entscheidung füreinander getroffen haben. Gelichzeitig sieht man sehr schön, wie sich Roar und Arias Freundschaft seit dem zweiten Teil weiterentwickelt und vertieft hat und auch das mochte ich sehr gerne.
Einen kleinen Minuspunkt bekommt das Buch leider doch, da mir der große Showdown ein bisschen zu schnell abgehandelt wurde und das Ziel möglicherweise zu leicht erreicht wurde. Es hätte wirklich nicht geschadet, wenn das Buch noch 50 oder 80 Seiten länger gewesen wäre, denn dann hätte man einige Dinge noch realistischer und ausführlicher schreiben können. Vor allem, da Into the Still Blue auch so nicht einmal 400 Seiten hat. 







Ignite Me war großartig. Von der ersten bis zur letzten Seite großartig. Ich hatte im Laufe des letzten Jahres fast vergessen, wie sehr ich die Reihe mag, aber sobald ich diesen Teil in die Hand genommen habe, kam auch meine Liebe für die Bücher zurrück :)
Eine der vielen Sachen, die ich so gerne mochte war natürlich der Schreibstil und auch, wie dieser sich entwickelt hat. Im ersten Teil gibt es noch viele Sätze, die durchgestrichen sind oder auch die Wiederholung von Wörtern ist viel häufiger. In Ignite Me, bleibt jeder Satz so stehen, wie der geschrieben wurde, nichts würd zurückgenommen, nichts 'bereut'. Die Sätze bleiben stehen. Allein schon das  spiegelt so gut Juliettes innere Entwicklung wieder, denn im ersten Buch war sie noch ein relativ verängstigtes Mädchen, doch hier ist sie zu einer viel stärkeren Person geworden, die auch mit ihren Kräften viel besser und sicherer umgehen kann. 
Wer von Juliette im Unravel Me genervt war, weil sie so viel rumheult und sich selbst bemitleidet, der wird sie hier bestimmt wieder mehr mögen können. 
Die Frage nach Warner oder Adam wird natürlich auch beantwortet, und ich stimme zwar einigen Leuten zu, die behaupten, diese Situation sei sehr unrealistisch, teilweise zu. Allerdings schafft es Tahereh Mafi wirklich gut, den Leser zu überzeugen und letzte Zweifel beiseite zu räumen.
Eine Sache wäre mir noch wichtig zu sagen. Ich kenne einen Haufen von Leuten, die das Buch nicht mögen, weil es kaum World Building gibt, oder weil dieser Revolutionsaspekt relativ nebensächlich behandelt wird. Dem kann ich nur zustimmen, allerdings sind das für mich Persönlich keine Gründe, um das Buch weniger gut zu finden. Man liest die Shatter Me Reihe nicht, um eine krass ausgebaute Welt zu erleben oder Gesellschaftskritik auszuüben. Es geht um die Charaktere, es geht um Juliette und ihre Entwicklung. Ich bin mir relativ sicher, dass es nur den Dystopie-Stempel bekommen hat, weil Dystopien gerade so gut laufen, allerdings würde ich das nicht Tahereh Mafi zum Vorwurf machen. Ein Schulbuch lese ich auch nicht, um mir ein paar nette Stunden zu machen. Also finde ich es auch vollkommen in Ordnung diese Bücher zu lesen (und zu mögen), um die Entwicklung von zwischenmenschlichen Beziehungen zu sehen. Wenn man also akzeptieren kann, dass der Schwerpunkt in dieser Reihe anders liegen, als in anderen Dystopien, dann kann man auch einem Buch wie diesem 4,5 Sterne geben. (Einen halben Punkt Abzug, weil ich ein extrem kleines, unverhältnismäßig, seltsames Problem mit quasi einem Satz im gesamten Buch hatte.)


Wie ihr vielleicht wisst, war ich nicht der größte Fan von Daughter of Smoke and Bone. Ich fand das Buch zu Beginn ganz gut, später aber viel zu kitschig und seltsam. Vor allem ist es aber schon zwei Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. Days of Blood and Starlight wollte ich eigentlich nur lesen, weil es andere ziemlich gut, sogar besser als Band eins fanden, aber mir ist es extrem schwer gefallen, in das Buch reinzukommen. Die meisten Charaktere hatte ich schon wieder vergessen und selbst Hauptpunkte des Plots sind mir nicht mehr eingefallen. 
Ich habe also viel recherchiert und mir außerdem das Hörbuch von DoBaS besorgt, was ich jedem nur ans Herz legen kann.
Es hat immer noch eine Weile gedauert, bis ich mich in die Geschichte gefunden habe und die ersten 200 Seiten waren stellenweise wirklich langatmig, aber es hat sich letztendlich so sehr gelohnt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.
Laini Taylor ist ähnlich wie Tahrereh Mafi eine Meisterin wenn es darum geht, mit Worten umzugehen. Sie schafft eine wahnsinnig eindrucksvolle Atmosphäre von der Hoffnungs- und Trostlosigkeit des Krieges.
Was ich mir gar nicht vorstellen konnte war, dass mir die Charaktere tatsächlich ans Herz wachsen würden, aber genau das ist eingetreten. Mik und Zuzana, genauso wie zum Beispiel Ziri und Liraz sind mir wahnsinnig sympathisch und selbst für Akiva konnte ich mich erwärmen.
Die Welt fühlt sich unglaublich gut entwickelt an und es gibt nirgendwo irgendwelche Logiklücken oder ähnliches. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass es mit dieser Reihe schon nach dem nächsten Buch vorbei sein soll...







Mittwoch, 9. April 2014

Booktalk #9: Split Second, The Winner's Curse


Kasie West - Split Secons (Pivot Point #2)

Meiner Meinung nach sind die Bücher von Kasie West zwar nicht die hochwertigste Literatur, aber sie machen unglaublich viel Spaß! Wie schon Pivot Point habe ich auch Split Second in nur einem Tag verschlungen - ich konnte und wollte es einfach nicht aus der Hand legen. Split Second hat mir dabei noch besser gefallen als Pivot Point, weil ich dort eigentlich erst vom Ende überzeugt werden konnte.
Split Second bildet leider schon den letzten Teil der Duologie, aber den habe ich auf jeden Fall genossen. Laila konnte ich mir erst nicht ganz als Protagonistin vorstellen, allerdings waren meine Sorgen absolut unbegründet. Es war sehr erfrischend, einmal aus der Seicht einer wirklich selbstbewussten Person zu lesen, die sich nicht erst von drei verschiedenen Typen sagen lassen muss, dass sie hübsch oder talentiert oder ganz besonders ist. Sie weiß das einfach alles schon. 
Diese Liebesgeschichte zwischen Connor und ihr fand ich wunderbar, vielleicht ein bisschen unrealistisch, aber ich habe trotzdem mit den beiden mitgefiebert. Ehrlich gesagt, der Rest des Buches ist zwar echt nicht schlecht, allerdings auch nicht weltbewegend. 
Was es für mich so besonders gemacht hat, waren eindeutig Laila und Connor. Die beiden, unabhängig davon, ob sie zusammen sind oder nicht, sind sehr interessante Charaktere, hinter denen noch viel mehr steckt als sie nach außen zeigen wollen. 
Trevors und Addies Teil der Geschichte haben mich überraschender Weise ein wenig kalt gelassen. Klar, ich wollte schon, dass sie zusammen kommen und sehen, wie das ganze Ich-kenne-dich-obwohl-ich-dich-nicht-kenne letztendlich aussehen würde, aber das war wirklich eher zweite Priorität. 
Wie schon gesagt, Split Second war für mich ein sehr mitreißendes, witziges, süßes Buch, was mir ein paar unterhaltsame Lesestunden schenken konnte. 






Marie Rutkoski - The Winner's Curse

Argh, wie sehr hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Sehr verständlich, oder? Bei diesem Cover!
Sagen wir mal so, das Cover hätte man sich ruhig für ein besseres aufheben können.
The Winner's Curse ist echt nicht schlecht, aber es ist auch nichts Besonders. Statt eine spannende Geschichte einer jungen Frau zu erzählen, die sich zwischen Militär oder Ehe entscheiden muss, wie es der Klappentext verspricht, geht es eher langsam voran. Ehrlich, diese Entscheidung zwischen Militärkarriere oder Hochzeit wird kaum thematisiert. Andererseits frage ich mich überhaupt, was genau in dem Buch thematisiert wird. Nicht einmal die Liebesgeschichte, bei der man bei mir viel hätte gutmachen können, war nicht gut entwickelt: Erst passiert gar nichts, dann alles auf einmal. Das scheint sowieso die Devise in diesem Buch zu sein, denn es scheint ein einziges Auf und Ab zwischen ruhigen Teepartys und actionsreicheren Szene. So richtig folgen kann man dabei nicht und Hintergrundinformationen fehlen fast grundsätzlich. Theoretisch weiß man zwar ein bisschen was über die Geschichte von Valoria und Herrani, trotzdem gibt es einfach Lücken um alles wirklich nachvollziehen zu können.
Insgesamt ein Buch, dass sich zwar ganz gut lesen lässt, dem es aber eindeutig an Tiefe und Informationen fehlt. Dennoch denke ich, dass die Idee der Reihe echt gut klingt und noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. Wäre nicht das erste Mal, dass ein zweiter Teil besser ist als sein Vorgänger.





Mittwoch, 12. Februar 2014

Booktalk #8: The Evolution of Mara Dyer, Incarnate, The Archived


The Evolution of Mara Dyer - Michelle Hodkin

Ich habe das schon so ähnlich auf goodreads geschrieben: Ich hatte viel Freude beim Lesen, aber für die meiste Zeit konnte ich einfach nicht erkennen, worauf die gesamte Geschichte hinauslaufen soll. Und zwar nicht im guten OMG-what-is-happening-here-Sinn sondern eher im Passiert-hier-jetzt-noch-irgendwas-sinnvolles-Sinn. Ich weiß, ICH WEISS, es geht ungefähr jedem anderen Menschen anders mit dem Buch. Dass es voller Action war und sich die Ereignisse nur so überschlagen, aber mich kam es eben nichts so vor.
Mara und Noah haben irgendwie ihre gewisses Etwas verloren (und Noah leider seine humorvolle Seite, wie es mir scheint), was ich sehr schade fand.
Das Buch ist allerdings fantastisch geschrieben und ähnlich wie bei Veronica Roths Bücher habe ich teilweise gar nicht gemerkt, dass ich gelesen habe, weil es sich so 'natürlich' angefühlt hat. auf den letzten 50 bis 100 Seiten kommt dann auch endlich der gewünschte und heiß ersehnte Gruselfaktor auf und alles war genauso, wie ich es mir nach dem Ende vom ersten Teil gewünscht hatte. Wenn 'The Retribution of Mara Dyer' dort anknüpft, wo dieser Teil aufgehört hat, dann mache ich mir gar keine Gedanken darüber, dass ich das nächste Mal 5 Herzen geben kann, bis dahin bleibt dies hier aber leider ein eher enttäuschender zweiter Teil, der nicht an seinen Vorgänger heran reicht.






Incarnate - Jodi Meadows

Als ich 'Incarnate' angefangen habe wusste ich wirklich überhaupt nicht, worum es ging. Damals hab ich es nur wegen des fantastischen Covers und einigen sehr positiven Meinungen gekauft und wollte es seitdem lesen. Ich muss sagen, eigentlich bin ich froh, dass ich nichts zum Inhalt wusste, denn so konnte mich das Buch schon auf der ersten Seite überraschen! Jetzt frage ich mich: Warum habe ich es nicht schon früher gelesen? Und: Wo bekomme ich den zweiten Teil her?
Was ich an 'Incarnate' so toll fand ist, dass es für mich schon als High-Fantasy durchgeht, aber dabei wirklich so leicht zu lesen ist wie zum Beispiel 'Anna and the French Kiss'. Es macht einfach Spaß und ist so locker und süß...Ja, wirklich toll! Ana und Sam hatten so ein paar Momente, die herzerwärmend waren und obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, das Ganze war hart an der Grenze zur Insta-Love, stimmt das eigentlich nicht. Die beiden hatten viel Zeit sich kennen zu lernen, diese wird im Buch allerdings nicht so ausführlich beschrieben. Ich kann mir vorstellen, dass das auch störend sein kann, hat mir aber gar nichts ausgemacht. 
Auch die ganze Welt, die Jodi Meadows hier schafft fand ich wirklich interessant, könnte sie haben nicht so erklären, dass es logisch klingt, denke ich. Ganz automatisch damit kamen mir Gedanken darüber, wie sehr das Aussehen einer Person trotzdem auf die Liebe die man für sie empfindet Einfluss hat. Ich mochte es, dass sich Ana diese 'oberflächlichen' Sachen denkt. In so vielen Büchern schwören sich die Charaktere ihre gegenseitige Liebe und dass es überhaupt keine Bedeutung hat wie sie aussehen, aber das ist doch wenigstens zum Teil Schwachsinn, oder? Ich fand es wirklich gut, dass man sich dieses Realistischsein auch mal eingesteht.






The Archived - Victoria Schwab

Und damit wäre ich wohl die einzige Person auf dieser Welt, die 'The Archived' nicht abgöttisch liebt. Ist irgendetwas falsch mit mir? Allerdings fand ich auf keinen Fall, dass es ein schlechtes Buch war. Es war gut - aber eben auch nicht mehr. 
Dinge die mir sehr gut gefallen haben ist Victoria Schwabs World Building. Die Idee mit einem Archiv für die 'Geschichten' der Toten? Total cool. Und wie das Ganze dann noch ausgebaut und erklärt wird, nein wirklich, das mochte ich sehr gerne. 
Auch Wesley ist für mich ein Charakter, der mit Sicherheit auf meiner Liste der amüsantesten und coolsten Menschen steht und jede Szene mit ihm war eine gute Szene. Er ist wirklich so witzig und arrogant und toll... Außerdem gab es dann noch so die eine oder andere Wendung am Ende, dich ich ganz großartig fand und die mich auch schon super gespannt auf Teil zwei machen!
Womit ich eher Probleme hatte war Mackenzie. Ich weiß ehrlich gesagt warum, aber ich konnte die ganze Zeit einfach nicht warm mit ihr werden. Ich könnte nicht einmal einen Grund nennen oder eine Eigenschaft, die mich an ihr stört! Dazu kam dann noch dieses nicht ganz unnötige, aber doch vermeidbare "Liebesdreieck" (Man kann Wesley da zum Glück auch gerne nicht mit einbeziehen, wodurch es nur noch zu einem sehr unnötigen Love Interest werden würde). Diese gesamte 'Beziehung' war so unglaubwürdig und am Ende war ich nur glücklich, dass ich 'Ich hab's doch gleich gesagt' sagen konnte. Ein sehr erfüllendes Gefühl.

Samstag, 18. Januar 2014

Booktalk #7: Pushing the Limits, This Is What Happy Looks Like, The Elite



Naja, um ehrlich zu sein habe ich mehr von 'Pushing the Limits' erwartet. Jeder schwärmt so von diesem Buch und ich konnte selber nicht so viel damit anfangen, allerdings wird das jetzt vielleicht auch alles negativer klingen, als ich das Buch eigentlich fand. Es ist ein gutes Buch und kann einen unterhalten, mehr aber auch nicht, wie ich finde. 
An sich ist das Buch schon ein ziemliches Klischee und Katie McGarry konnte es bis zum Ende nicht herumreißen, um daraus etwas besonders und neues zu machen.
Noah ist natürlich der Bad Boy der Mädchen nur benutzt, aber das ändert sich selbstverständlich genau in dem Moment, in dem er Echo begegnet. Ihre Beziehung entwickelt sich für meinen Geschmack auch viel zu schnell und ich konnte die beiden als Charaktere nicht richtig fassen. 
Mir waren es einfach zu viele Dinge, die ich schon mal gelesen habe und mich konnte keine der Wendungen im Buch wirklich überraschen. Es ist schade, dass es mir so wenig gefallen hat und ich denke wirklich, dass ich es mehr gemocht hätte, wenn es nicht diesen Hype um das Buch gäbe. Trotzdem gibt es auch schöne Stellen im Buch. Noahs Umgang mit seinen Brüdern zum Beispiel oder auch, wie Echo ihre Erinnerungen zurückbekommt, waren interessant und schön zu lesen. 
Alles in allem ist 'Pushing the Limits' aber nichts Herausragendes.

This Is What Happy Looks Like - Jennifer E. Smith

Von diesem Buch wusste ich nur, dass sich die zwei Protagonisten durch einen Schreibfehler über Mails kennenlernen und sich so ineinander verlieben. Ich hatte schon von mehreren Leuten gehört, dass dieser eMail-Teil extrem kurz sein soll, aber so kurz? Ellie und Graham's eMails nehmen genau den Prolog ein - im ersten Kapitel treffen sie sich schon richtig! Davon war ich wirklich enttäuscht, weil die beiden irgendwie ineinander verliebt waren und man es als Leser überhaupt nicht nachvollziehen konnte! Sie haben zwar über Monate miteinander geschrieben, aber da man nichts davon sieht, wirkt es sehr unglaubwürdig und seltsam. Dazu kommt noch, dass Jennifer E Smith die ganzen Seiten, die das Buch hat (ca. 400 Seiten) nicht wirklich genutzt hat um das Problem zu beheben oder irgendetwas großes im Plot aufzubauen. Das Buch war leicht und flüssig und schön zu lesen, aber rückblickend frage ich mich, was eigentlich passiert ist. Den Inhalt kann man wirklich mit wenigen Sätzen zusammenfassen und einen richtigen Höhepunkt gab es auch nicht. Die Charaktere sind mir bis auf Graham und manchmal Ellie ein bisschen fremd und sowohl Ellies Mutter als auch ihre Freundin unsympathisch, weil sie so unangebracht auf Ellie und Grahams Beziehung reagieren.
Ich denke, das Buch ist sehr schön für die Sommerzeit wenn man einfach etwas Süßes und Lockeres lesen möchte, aber eine sehr tiefgründige Geschichte ist es meiner Meinung nach nicht.







Ich werde 'The Elite' 2,5 Herzen geben, was ziemlich schlecht klingt, aber ehrlich gesagt hat es dieses Buch verdient. Allerdings denke ich auch, dass ich es nicht so schlimm gefunden hätte, wenn nicht jeder Mensch um mich herum das Buch so schlecht finden würde. Es gibt ehrlich gesagt Teile, die mir hier auch gefallen habe haben oder - was es vielleicht besser trifft - bei denen ich interessiert am Geschehen war. 'The Elite' ist auf keinen Fall eines der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe, es ist nur so, dass es ein so extrem fehlerbehaftetes Buch ist!
Die Charaktere sind schlecht dargestellt. Weder America noch Aspen oder Maxon oder wenigstens ein Nebencharakter besitzt wirkliche, reelle Persönlichkeiten und das ist der große Fehler, den Kiera Cass in der Reihe macht. America ist eine Mary-Sue und ich kann nicht verstehen, warum sie jeder liebt. Alles was sie macht ist in den Augen der anderen immer, einfach immer perfekt und jeder findet sie reizend und toll. Ich hab mich wirklich gefreut, als sie wenigstens einmal in diesem Buch einen Fehler gemacht hat - nicht das sie dafür büßen müsste oder so. Und warum lieben Aspen und Maxon sie beide so sehr? Ich kann nicht sehen, wo genau sich die große Liebe zwischen Maxon und Amerika entwickelt hat und Aspen ist mir sowieso ein einziges Mysterium. Außerdem ist es doch sowieso klar, dass America letztendlich Maxons Frau werden wird, oder? Warum so schmerzhaft am Liebesdreieck festhalten?
Was mich noch gestört hat, war der fehlende Plot, denn ernsthaft, was passiert bitte in diesem Buch? America kann sich nicht zwischen Aspen und Maxon entscheiden, eine kleine Rebellen-Attacke, Maxon mag noch ein anderen Mädchen neben America, die Familien kommen, noch eine kleine Rebellen-Attacke, es muss eine Party organisiert werden, America braucht mehr Zeit für ihre schwere Entscheidung, Maxon braucht mehr Zeit, America fliegt fast raus. Das spannendste daran wären noch die Rebellen-Attacken, wenn man davon etwas sehen würde! Aber es verstecken sich ja immer alle vor den Angriffen und weil America quasi die Prinzessin ist, ist sie halt auch nicht selber in Aktion.
Die dystopischen Elemente könnte man sich  meiner Meinung auch gerne sparen, denn es ist offensichtlich, dass die Reihe nur als Dystopie verkauft wird, weil Dystopien gerade so beliebt sind. Es ist beinahe schmerzhaft, wie krampfhaft teilweise versucht wird einen Hauch von dystopischen Problemen mit hineinzubringen und auch hier frage ich mich wieder, warum? Ich denke, ich könnte das Buch nur besser finden, wenn es nicht so sehr versuchen würde auf den Bandwagon mit aufzuspringen. 
'The Elite' ist kein gutes Buch und hat mich teilweise sehr, sehr frustriert. Ich würde es auch nicht weiter empfehlen, aber es ist trotzdem irgendwo unterhaltsam, wenn man das Frustriertsein irgendwie abstellen kann. Und ich kann nicht fassen, dass ich das wirklich denke, aber ich möchte jetzt auch gerne noch 'The One' lesen, wahrscheinlich, weil ich die Hoffnung in rational denkende Charaktere noch nicht aufgeben habe.


Donnerstag, 26. Dezember 2013

Booktalk #6


Allegiant - Veronica Roth

Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, bin ich nicht in der Lage eine komplett spoilerfreie Rezension zu Allegiant zu schreiben, dafür gibt es einfach zu viel, was im Buch passiert. Trotzdem wollte ich kurz meine Meinung für alle die säußern, die das Buch noch nicht gelesene habe.
Allegiant war für mich nicht direkt ein schlechtes Buch, aber es war das schlechteste der Reihe. Es fällt mir so schwer zu sagen, dass ich es gerne mochte, weil das nicht direkt stimmt, aber es ist auch nicht so, dass ich es nicht mochte. Als Wertung habe ich dem Buch jetzt 4 Sterne gegeben, was ziemlich viel ist, dafür, dass es doch einiges auszusetzten gab. Aber ich mochte den Schreibstil, ich mag Tris und Four und ich mochte irgendwie auch das Ende. Ich weiß, dass die meisten ein Problem mit dem Ende haben, aber mir geht das nicht so. Das Ende verleiht dem Buch Bedeutug und hat es für mich zu einer Reihe, die ich mit Sicherheit nicht mehr vergessen werde. Es ist hart, aber sinnvoll. Das Ende ist stark und eindrucksvoll und mutig. Es hat wirklich BEDEUTUNG. Was mich eher gestört hat, war der Rest des Buches. Er kommt mir sehr nichtssagend und nutzlos vor, genauso wie die Auflösung über 'Divergent' und was das bedeutet. Allerdings fühlt sich Veronica Roth Schreibstil so natürlich an, dass ich gar nicht richtig gemerkt habe, dass ich lese und ich habe das halbe Buch mit Post-its zugeklebt, weil es so viele schöne Stellen und Sätze gab.
Es gibt also einige Sachen, die man an Allegiant aussetzten kann, aber für mich war es trotzdem ein recht gutes Buch, was mich nur sehr traurig zurück lässt.
Ein Post, in dem ich das Buch ausführlicher und mit allen möglichen Spoilern besprechen werde kommt hoffentlich bald, es gibt nur relativ viel zu diskutieren und dafür brauche ich ein bisschen Zeit und Ruhe.







Rot wie das Meer - Maggie Stiefvater

Eins ist klar: Rot wie das Meer ist anders. Und das ist das Gute an diesem Buch, es ist anders, es sticht heraus und es ist etwas, was ich noch nie gelesen habe. Dazu kommt Maggie Stiefvaters Schreibstil, der so poetisch und atmosphärisch ist.
Genau das ist eigentlich das Problem. So sehr ich den Schreibstil manchmal mag, so langatmig und ermüdend ist er andere Male. Maggie Stiefvater kann sehr gut mit Wörtern umgehen, aber mich persönlich fesseln kann sie nicht.
Die Handlung an sich mochte ich größtenteils, aber durch den Schreibstil wurde es manchmal wirklich schwer, am Ball zu bleiben und weiter zu lesen. Außerdem mochte ich die Charaktere nicht besonders gerne, ich konnte im Verlauf des Buches einfach keine Beziehung zu ihnen aufbauen und deshalb waren sie mir größtenteils egal. Pucks und Seans Kapitel haben sich zudem ein bisschen zu wenig voneinander unterschieden und ich hab sie einige Male verwechselt. Vielleicht kann  man das Buch aber mehr genießen, wenn man selbst eine Schwäche für Pferde und auch das Meer hat. Das Meer ist sowieso das, worum es hier eigentlich geht - wenn auch nur im Hintergrund, so ist das Buch doch besonders eine Hommage an das Meer, an alle seine schönen und schrecklichen Seiten.
The Sky Always Hears Me and the Hills Don't Mind - Kirstin Cronn-Mills

Ja, was soll ich nur zu diesen Buch sagen? Es ist seltsam, definitiv seltsam. An sich ist das natürlich nichts Schlimmes, manchmal sind seltsame Bücher auch echt gut, mir hat das hier wirklich nicht besonders gut gefallen. Ich denke, 'The Sky always...' ist so ein Man-liebt-es-oder-man-hasst-es-Buch. Also kann es sehr gut sein, dass es euch vielleicht gefallen wird, besonders wenn ihr gerne und viel Contemporary lest.
Für mich war dieses Buch vor allem ein Titel-Kauf, kein Cover-Kauf, sondern ein Titel-Kauf :) Ich weiß nicht warum, aber ich liebe dieses Titel einfach und er hat mich magisch zum Buch gezogen.
Morgan war eine Protagonistin, mit der ich mich nicht ganz identifizieren konnte, und das ganze Buch über bleibt sie mir eigentlich fremd. Überhaupt gab es leider keinen einzigen Charakter, den ich gerne mochte und dadurch war es schwer, das Buch zu lesen. Ich fand es sehr unglaubwürdig, dass es hier gleich 3 Personen gibt, die in Morgan verliebt sind, vor allem, weil Morgan eigentlich keine besonderen oder liebenswerten Eigenschaften hat. Zumindest sind diese mir verborgen geblieben. Dazu muss man sagen, dass Kirstin Cronn-Mills es relativ gut schafft, diese Unglaubwürdigkeit zu verstecken. Mir ist es nur beim genaueren Nachdenken wirklich aufgefallen, wie unglaubwürdig die ganze Situation ist.
Auch die Familienprobleme, die Morgan hat, haben mich nicht berührt. Es war von allem einfach immer ein bisschen zu wenig um sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Genau so war es auch mit diesen schlimmen Familiengeheimnis, was am Ende herauskam: nicht das, was ich mir vorgestellt hätte.





The Shadowhunter Codex - Cassandra Clare

Ich muss gleich am Anfang sagen: Der Shadowhunter Codex ist nur was für Hardcore-Cassandra-Clare-Fans. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand der die Bücher nicht so extrem liebt wie ich, irgendeine Freude am Codex hätte. Ich hab ihn sehr gerne gelesen, gleichzeitig wird er seiner Funktion als 'Lehrbuch' (sprich: relativ langweilig und trocken) durchaus gerecht. Mich hat nicht alles interessiert, was im Codex erwähnt wurde, aber ich fand es irgendwie auch gut einmal die langweiligeren Seiten am Shadowhunterdasein zu sehen ;)
Aufgelockert wird der ziemlich trockene Stoff durch Kommentare von Jace, Clary und Simon und besonders letzterer ist für mich natürlich immer eine Freude. Ich weiß jetzt nicht viel mehr, aber doch das ein oder andere neue über die Welt der Bücher und es hat mich beim Lesen immer wieder fasziniert, was Cassandra Clare hier geschaffen hat. Das ist eines der besten Dinge am Codex: Einem wird bewusst, wie GROSS diese Welt von CC ist und was sie sich hier alles ausgedacht hat. Sie hat ein eigenes Buch geschrieben, in der NUR ihre WELT erklärt wird. Wie groß das alles wirklich ist, wurde mir erst hier klar.
Außerdem habe ich dadurch jetzt eine riesige Sehnsucht nach City of Heavenly Fire und nach all den anderen Charakteren. Ich wünschte, es wäre schon Mai.
Das Buch an sich ist also kein Meisterwerk an sich, aber das wofür es steht hat es doch zu etwas besonderem gemacht.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Booktalk #5 - Percy Jackson Edition


Da eigentlich alle Percy-Jackson-Bücher gut sind, hab ich mir überlegt zu den beiden letzten Teilen der Reihe nur kurz meine Meinung zu sagen. The Battle of The Labyrinth und The Last Olympian haben mir von der ganzen Reihe am besten gefallen und ich kann die Bücher nur jedem ans Herz legen!


The Battle of The Labyrinth - Rick Riordan

Der vierte Teil der Percy Jackson Reihe ist bis jetzt mein Lieblingsbuch. Ich weiß nicht mal genau, warum - vielleicht liegt es daran, dass die Charaktere jetzt ein bisschen älter sind oder daran, dass die ganzen Geschichten, die in Teil 1-3 vorkommen, hier zusammenfließen. Auf jeden Fall, mag ich The Battle of the Labrinth am liebsten.
Man muss ehrlich gesagt nicht viel dazu erzählen: Rick Riordan schreibt wunderbar und unterhaltsam, Percy ist so witzig wie nie zuvor (In den vorherigen Büchern war er witzig, aber in dem Buch ist er wirklich richtig witzig! Es gab so viele Stellen, an denen ich laut lachen musste!). Ich mag es, wie ich durch diese Reihe so viel über griechische Mythologie lerne, es gibt hier echt Sachen, die ich noch nie gehört habe und man merkt sie sich vor allem auch!
Was ich auch mochte ist, dass Percy und Annabeth sich ein bisschen näher kommen. Es ist so klar, dass die beiden zusammen kommen müssen und mir bleibt nichts anderes mehr übrig, als darauf zu warten.
Außerdem war die ganze Idee mit dem Labyrinth und Daedalus so interessant und spannend! Man ist in diesem Labyrinth ja nie sicher, das heißt, das Buch kann gar nicht langweilig werden! Und falls doch, dann hätte man ja immer noch Percy, der einen mit seinem Humor unterhält.
Ich hoffe, ich komme bald dazu den letzten Teil zu lesen.


The Last Olympian - Rick Riordan

Okay, vergesst alles, was ich über Battle of the Labyrinth gesagt habe: The Last Olympian ist ab jetzt mein Lieblings-Percy-Jackson-Buch! Ich bin durch dieses Buch regelrecht geflogen und habe es so genossen, wie keines der anderen Bücher der Reihe. Es ist für mich eindeutig das mitreißendste und auch das witzigste. Man wird in diesen Krieg mir Kronos hineingeschmissen und es herrscht die ganze Zeit Action - ich konnte es teilweise wirklich nicht aus der Hand legen. 
Besonders hat mir auch gefallen, wie Percy und Annabeth jetzt zusammengekommen sind. Es ist ja nicht so, dass zwischen den beiden vom ersten Buch an diese Love-Interest-Beziehung war, sondern sich das wirklich langsam und mit der Zeit entwickelt. In The Last Olympian merkt man richtig, wie Percy begreift, wie wichtig im Annabeth ist und dass er sie irgendwie in ihrem Leben braucht. Ich bin so gespannt, wie sie das alles noch in The Heros of Olympus weiter entwickeln wird!
In diesem letzten Teil habe ich das erste Mal voll und ganz diese Sucht gespürt, die Rick Riordan in so vielen hervorruft - ich hab ja auch sofort nach PJO mit The Lost Hero angefangen! 
Hier ist mir auch aufgefallen, wie sehr ich Nico mag. Ich freu mich jedes Mal, wenn er auftaucht und ich hoffe, hoffe, hoffe, dass er ganz oft in der neuen Reihe vorkommt.
Der Schreibstil und ganz wunderbar, wie auch schon in den anderen Büchern, aber die Charaktere werden immer 'nachvollziehbar', weil man auch so gut miterlebt, wie sie älter werden und mit jedem Buch etwas dazu lernen. 
Ich kann diese ganze Reihe wirklich nur weiter empfehlen! 


Dienstag, 22. Oktober 2013

Booktalk #4

Vier Bücher und vier Rezensionen, die keine Rezensionen sind. 
Dieses Mal gibt es meine kurze und knappe Meinung zu:

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Damit hätte ich diese Reihe auch endlich beendet.
Leider hat mir Cathys Ring nicht wirklich so gut gefallen, wie die anderen zwei Teile. Ich weiß nicht mal genau, woran das liebt, aber ich bin nicht ganz warm mit der Geschichte geworden.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich irgendwie nicht bei den Charakteren war - es ist so als hätte ich nichts mit ihnen zu tun und interessiere mich nicht groß für sie.
Andererseits sind Cathy, Emmy, Pete und vor allem Victor wirklich tolle und Charaktere und ich mag sie...aber ich liebe sie nicht.
Was mir wirklich gestört hat war, dass es so eine Art Dreiecksbeziehung gab und diese einfach unnötig war!
Das seltsame an diesen Büchern ist, dass sie total wenig Seiten haben und sich trotzdem (zumindest von mir) nicht schnell lesen lassen. Ich glaube, für dieses Buch habe ich ungefähr eine Woche gebraucht und es hat 150 Seiten! Das kann allerdings auch an der Gestaltung liegen, denn die Bilder sind teilweise so hübsch, dass ich sie bestimmt drei Minuten angestarrt habe.
Mit der Ende bin ich wirklich glücklich und mittlerweile bin ich doch ein kleiner Fan von Victor geworden.



Veronica Roth: The Transfer

Wow. Dafür, dass diese Geschichte nur ungefähr 30 Seiten kurz ist, hat sie mich aber ganz schön mitgerissen.
Four ist einer meiner Lieblingscharaktere in Divergent und ich war so gespannt, wie nun eine Geschichte aus seiner Perspektive sein würde. Sicherlich ist es nicht schwer, 30 Seiten am Stück zu lesen, allerdings habe ich keinen eReader und hasse es, am Computer zu lesen - dass ich also so lange auf meinen Bildschirm starren konnte, überrascht mich.
Man erfährt ja schon ein bisschen über Fours Vergangenheit in Divergent und Isurgent, aber hier sieht man seine Familie direkt aus seinen Augen und das war nochmal etwas anderes.
Einem wird bewusst, was für ein schrecklicher Mensch Marcus ist und wie furchtbar es für Four gewesen ist, sein Leben bei diesem Mann zu verbringen. Gleichzeitig sieht man aber schon hier, dass Four an sich eine starke Persönlichkeit hat und auch genug Mut, sich seinem Vater ab und zu in den Weg zu stellen.
Außerdem kommt natürlich die Szene vor, in der Four zu den Dauntless kommt und seinen Namen bekommt.
Insgesamt soll es 4 solcher Geschichte aus Fours Sicht geben, die auch als Buch erscheinen sollen, also werde ich sehnsüchtig darauf warten. Seine 'Stimme' hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich freue mich auch schon auf seine Kapitel in Allegiant :)



Thomas Thiemyer: Logan und Gwen

Für dieses Buch habe ich so unbeschreiblich lange gebraucht, ich kann es kaum glauben.
Ich muss zugeben, ich hatte mir mehr von dem Buch erwartet. Den ersten Teil der Reihe, David und Juna, fand ich nicht super toll, aber trotzdem relativ toll und weil einfach jeder gesagt hat, dass Logan und Gwen besser sein soll, war ich natürlich ziemlich gespannt auf das Buch. Aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was daran so herausragend sein soll.
Die erste Hälfte ist langatmig und Logan und Gwen ahnen nicht einmal etwas voneinander. Die zweite Hälfte ist besser, aber dafür auch ein bisschen unglaubwürdig.
Es ist klar, dass diese Reihe kein Kitsch ist, aber trotzdem finde ich es nicht schlimm, wenn sich die Protagonisten auch irgendwann begegnen würden. Als sie sich dann mal über den Weg laufen, hassen sie sich erst...und von jetzt auf gleich ist es die große Liebe. Ich habe keinerlei Zusammenhang zwischen dem recht trockenen, unromantischen Anfang und dann einzelnen Sätzen wie 'Sie liebten sich noch zweimal in dieser Nacht.'. Grundsätzlich mag ich solche Formulierungen sowieso nicht, aber hier hat es nicht mal zu Stil des Buches gepasst.
Außerdem fand ich leider, dass man Logan und Gwen als Charaktere nicht ganz fassen konnte. Ich könnte die beiden nicht beschreiben, obwohl das Buch fast 500 Seiten hatte. Sie sind nur schwammig und unklar gezeichnet und ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen. Das bezieht sich auch auf die Gefühle füreinander, ich verstehe weder, warum Logan Gwen mag noch umgekehrt. Wie die beiden zusammen kommen und ihre Vorurteile und den Hass überwinden ist so unklar und viel zu kurz dargestellt.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich die Reihe noch beenden kann...




Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand

Skulduggery Pleasant habe ich vor allem deshalb angefangen zu lesen, weil ich ein absoluter Sherlock Fan bin und fand, dass die Bücher mit dieser Mischung aus Humor, Detektivgeschichte und Fantasy, daher gut gefallen könnten. An sich fand ich das Buch auch gut, aber eben nicht mehr. Ich denke das liegt hauptsächlich daran, dass ich die Charaktere zwar nicht direkt unsympathisch fand, trotzdem aber keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Man spürt auf jeden Fall diesen 'Sherlock-Charme', was das Buch für mich ausgemacht hat. Derek Landys Humor gefällt mir sehr gut und ich musste öfter mal auflachen. Auch finde ich, dass Skulduggery und Stephanie ein unschlagbares Paar abgeben und es war schön zu sehen, wie sehr die beiden sich um einander sorgen.
Eigentlich kann ich gar nicht richtig benennen, was mir nicht gefallen hat, aber bei Skulduggery Pleasant handelt es sich, denke ich, um eine Reihe, die mit jedem Teil besser wird. Nur der erste war eben noch nicht herausragend. Trotzdem werde ich den nächsten Teil bestimmt auch noch lesen, vor allem weil es hier mal keine kitschige, unglaubwürdige Liebesgeschichte gibt.



Freitag, 23. August 2013

Booktal #3




Drei Bücher und drei Rezensionen, die keine Rezensionen sind. 
Dieses Mal gibt es meine kurze und knappe Meinung zu:

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Charly befindet sich in einer Situation, in der wir alle schon mal waren: Er kommt an eine neue Schule, kennt kaum jemanden und fühlt sich unsicher. Dazu kommt noch, dass sein einziger Freund gestorben ist.
Er ist niemand dieser Charaktere, deren einziges Problem es ist, dass seine Eltern nicht auf eine Party gehen lassen wollen. Charlys Familie ist verkorkst und das wirkt sich auch auf ihn aus. Die Frauen in seiner Familie haben die unangenehme Eigenschaft, immer an die falschen Kerle zu kommen, was dazu führt, dass sie geschlagen, missbraucht und verlassen werden.
Was Charly auch erschüttert ist der Tod seiner Tante, aber der Leser weiß nicht genau, was es damit auf sich hat
An seiner Highschool lernt Charly schnell Sam und Patrick kennen und wird Teil ihrer Clique. Es ist so wunderbar, Charly dabei zu beobachten, wie er Freunde bekommt und zu einem fast neuen Menschen.
In Sam verliebt er sich, versucht seine Schwärmereien aber zu unterdrücken, weil sie einen Freund hat.
Ich fand es toll, welchen großen Teil Patrick und seine Beziehung im Buch gespielt haben, denn Patrick war der Charakter, der mir am sypmathischsten war. Bis zum Ende wollte ich nur, dass er glücklich wird und dass Brad sich vielleicht outen würde. Worauf Patrick für ihn manchmal verzichtet, war einfach herzerwärmend.
Charly kommt also mit neunen Leuten in Kontakt, erlebt sein Leben ganz anders. Er hat seine erste Freundin und macht sich auch zum ersten Mal Gedanken über Sex und Drogen. Charly wird so viel erwachsener und selbstständiger, es war sehr schön, ihm bei diesem Wandel zuzusehen.
Das einzige, was ich teilweise nicht verstehen konnte war, warum sich diese 18-jährigen für Charly "interessieren". Warum sind sie mit ihm befreundet und warum verliebt sich Sam letztendlich auch in ihn, obwohl er doch ein "Loser" ist? Andererseits fand ich genau das eben auch gut: Man kann Freunde haben, ohne gut auszusehen oder besonders cool zu sein.
Was das Buch für mich noch so besonders gemacht hat, war die ganz Atmosphäre, die es hatte und der Schreibstil von Stephen Chbosky.
Dadurch, dass Charly die Briefe an einen Freund - uns - schreibt, fühlt man sich viel mehr als Teil der Geschichte und man hat ein ganz anderes Gefühl dabei, wenn man all die verschiedenen Dinge aus seinem Leben liest.
Ich kann nicht sagen, dass The Perks of Being a Wallflower zu meinen Lieblingsbüchern gehört, aber ich habe das Gefühl, dass es richtig war, es zu lese - dass es WICHTIG war, es zu lesen.








Alex Flinn: A Kiss in Time

Weil ich "Beastly" und "Kissed" von Alex Flinn beide sehr gemochte habe und außerdem im Moment verrückt nach Fairytale Retellings bin, habe ich gedacht, dass ich auch A Kiss in Time unbedingt lesen sollte.
Im Großen und Ganzen war es auch ein amüsantes Buch, aber leider war es auch langatmig und ermüdend an anderen Stellen.
In A Kiss in Time geht es um Dornröschen, hier Talia, die behütet in ihrem Königreich aufwächst und sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel sticht und in einen dreihundertjährigen Schlaf fällt. Im 21. Jahrhundert wird sie dann von Jack wachgeküsst und das Drama kann beginnen...
Talia ist sicher nicht das, was man unter einem sympathischen Charakter versteht, aber die meiste Zeit hatte ich damit gar keinen großen Probleme. Talia ist nun mal immer als Prinzessin behandelt worden, es ist nur logisch, dass sie sich auch weiterhin wie eine verzogene Göre verhält. Das Schöne daran war aber, dass sie sich im Laufe des Buches wirklich zum Positiven verändert.
Jack mochte ich um einiges mehr als Talia, hauptsächlich weil er so süß und witzig ist. Auch bei ihm war Charakterentwicklung zu beobachten, besonders in Bezug auf seine Familie macht er große "Fortschritte".
Was ich sehr schade fand war, wie unrealistisch die Liebe der beiden wirkte. Jack und Talia sind ineinander verliebt, aber ist es wirklich die "wahre Liebe"? Beide waren mir eigentlich zu naiv, um schon mit 16 zu wissen, ob sie ihre wahre Liebe gefunden haben. Aber es ist ja auch nur ein Märchen...



Huntley Fitzpatrick: My Life Next Door

Ach, auf dieses Buch hatte ich mich so sehr gefreut und dann war es doch eher eine Enttäuschung.
Ich denke, My Life Next Door ist ein wunderbares Buch, wenn man mit den richtigen Erwartungen ran geht. Ich habe eine süße, sommerliche Liebesgeschichte erwartet und worum es aber hauptsächlich geht, ist meiner Meinung nach Familie. Hätte ich das eher gewusst, hätte mir das Buch auch viel besser gefallen, da bin ich mir sicher.
Sam und Jase kommen relativ schnell zusammen und bis zu dem Punkt fand ich die Geschichte wundervoll! Jase und seine Familie ist so chaotisch und als Samantha in diese ihr völlig unbekannte Welt "eindringt", verändert sich alles für sie. Plötzlich weiß sie, was Familie heißt und verliebt sich.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist herzerwärmend und genau der Teil, den ich vom Buch erwartet habe.
In zwei Dritteln des Buches geht es aber um Sams Verhältnis zu ihrer Mutter, ihrer Schwester, ihrer besten Freundin und ihres ehemalig besten Freundes Tim, der jetzt Drogenprobleme hat und sein Leben nicht richtig auf die Reihe bekommt.
Ich hätte keinen dieser Teile auslassen wollen, aber war einfach nicht in der Stimmung für so viel Familiendrama.
Oft fand ich das Buch ein wenig langatmig und musste mich durch einige Kapitel durchzwingen, aber Alles in Allem mochte ich das Buch doch gerne und denke, ich könnte es irgendwann noch einmal lesen.