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| Deutsche Ausgabe |
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| Original |
Titel:
Saving Phoenix
(Stealing Phoenix)
Autorin:
Joss Stirling
Verlag:
dtv
Seitenzahl:
384
Preis:
16,95€
Die 17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft krimineller Savants,
Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für deren Anführer
muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden Gehirnen zu
manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene dann bei ihm
abliefern. Als sie bei einer Gruppe amerikanischer Studenten iPads
stehlen soll, trifft sie auf Yves Benedict. Doch der ist mehr als ihr
nächstes Opfer – er ist ihr Seelenspiegel. Yves erkennt dies sofort und
entwirft einen Schlachtplan, um Phoenix aus der Gemeinschaft zu befreien
und den Anführer zu bezwingen. Doch dieser will die Macht der
besonderen Verbindung zwischen Phoenix und Yves für seine eigenen Zwecke
nutzen...
Auf wenn
hier die Unterschiede nur minimal sind, habe ich trotzdem mein Lieblingscover
und Titel, würde ich sagen. Wie schon bei Finding Sky finde ich das deutsche
Cover ein wenig schöner, weil mir die Farben im Original ein bisschen zu grell und
aggressiv erscheinen. Dieses hier sieht zwar nicht so düster aus wie der erste
Band, aber immer noch nicht so, wie das Buch meiner Meinung nach wirkt. Ich
finde das deutsche Cover so wunderschön, eigentlich noch viel schöner als
Finding Sky. Der Schutzumschlag hier ist leicht angeraut, würde ich sagen und
schimmert perlmuttfarben, wenn man das so sagen kann. Es sieht wirklich ganz
ganz toll aus!
Ich verstehe
nicht ganz, warum man den Titel geändert hat, aber 'Saving Phoenix' passt
genauso gut wie 'Stealing Phoenix' auch wenn ich 'Stealing Phoenix' noch einen
kleinen Ticken besser finde, weil im Buch sogar ein paar Mal darauf Bezug
genommen wird.
Bei Finding Sky war ich ja ein bisschen zwiegestalten, denn der Anfang war nicht so mein's,
dafür fand ich das Ende wirklich genial.
Während also der erste Band ganz
unten angefangen hat und im Verlauf wirklich grandios wurde, verhält die Kurve
von Saving Phoenix ganzzeitlich hoch. ich würde sagen, dieses Buch hat keine
Tiefs, es ist wirklich genial.
Angefangen dabei, dass das Buch in
London spielt, was bei mir schon mal ein riesen Pluspunkt ist.
Yves war mir schon in Finding Sky
super sympathisch, wie eigentlich alle Benedicts, aber hier entwickelte er sich
wirklich zu meinem Lieblingscharakter. Ich mag ihn viel mehr als Zed, weil Zed
und Sky ja schon mehr oder weniger relativ klischeehafte Protagonisten waren.
Yves ist anders als seine Brüder, er ist ruhiger und sanfter, nicht so ein
Macho und er verhält sich von Anfang an freundlich und geduldig Phoenix
gegenüber, obwohl sie ihn beklaut hat. Trotzdem ist er temperamentvoll und die Szenen
in denen Phoenix dieses Temperament zum vorschien bringt, fand ich sehr
gelungen. Aber Yves ist halt nicht ohne Fehler, auch wenn er so gebildet und
intelligent ist. Dass gerade Phoenix, die niemals zur Schule gegangen ist, ihm
das zeigt, hat mir sehr gut gefallen.
Wenn man Phoenix und Sky vergleicht
(und das kann man ruhig machen), so sind beide unsicher und haben keine Ahnung,
wer ihre Familie ist. Wobei Sky allerdings ein Charakter war, den ich sehr gut
verstehen konnte, war Phoenix jemand, den ich bewundern konnte. Ich finde sie
ist sehr tough und schlägt sich prima durchs Leben. sie ist sich bewusst, dass
sie Schwächen hat, aber geht sehr gut mit ihnen um. Während in anderen Büchern
die Zweifel der Protagonistin, dass sie nicht gut genug für den Jungen ist,
eher nervig sind, waren sie hier wirklich gut nachvollziehbar. Denn wenn ich
jemanden wie Yves treffen würde, käme ich mir im ersten Moment auch wertlos vor
und das, obwohl ich zur Schule gehe.
Was mir an den Büchern gefällt, ist
die Idee mit dem Seelenspiegel. Damit erlaubt sich Joss Stirling, die beiden
Protagonisten sich vollkommen kitschig zu verhalten ohne dass es einen stört.
Denn es ist einfach unrealistisch, wenn man sich nach einem Tag nicht mehr
voneinander trennen will. Durch die Seelenspiegel Geschichte wird das ganze
erträglicher und wirklich romantisch. Trotzdem war es verständlich, dass
Phoenix sich erst dagegen währen wollte und es in Frage gestellt hat, ob Yves
sie wirklich mag oder sie halt einfach nur füreinander bestimmt sind. Auch hier
konnte ich Phoenix wieder gut nachvollziehen, denn gegenüber dem Seher spielt
Yves seine Rolle wirklich gut und ich wusste auch nicht recht, was ich von ihm
halten sollte.
Außerdem ist das Buch eigentlich
durchgehend spannend. Also spannend ist vielleicht das falsche Wort, aber
fesselnd und mitreißend. Der Schreibstiel schafft es einfach, dass man an den
Seiten kleben bleibt und nicht aufhören kann zu lesen
Das Ende des Buches ist sicherlich Geschmackssache,
für manche scheint es übertreiben, ich fand es gut. Ich hätte mir zwar
gewünscht, dass Yves und Phoenix in London bleiben, aber in Amerika werden die beiden
mit Sicherheit auch glücklich.
Handlung: ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (4/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Sky und Zed waren toll, aber Phoenix
und Yves sind Wahnsinn. Ich kann das Buch nur empfehlen! die beiden sind mir so
ans Herz gewachsen, ich wünschte, das Buch wäre noch 200 Seiten länger. Ich
freu mich schon so sehr auch Seeking Crystal und bin gespannt, wie die
Geschichte von Xav so verlaufen wird!