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Montag, 27. Mai 2013

Rezension: The Unbecoming of Mara Dyer

Titel:
Was geschah mit Mara Dyer?
(The Unbecoming of Mara Dyer)

Autor:
Michelle Hodkin

Verlag:
dtv

Seitenzahl:
480

Preis:
14,95€



Als Mara aus einem mehrtägigen Koma erwacht, erfährt sie, dass über ihr ein altes verlassenes Haus zusammengestürzt ist. Ihre beiden Freundinnen konnten nur tot geborgen werden, die Leiche ihres Freundes Jude wurde nicht gefunden. Mara hat keine Erinnerung an jene Nacht und begreift nicht, warum sie die Katastrophe als Einzige überlebt hat. Seit dem Unglück hat sie Albträume und Visionen – immer wieder sieht sie ihre toten Freunde, bis sie nicht mehr weiß, was Realität ist und was Einbildung. Als sich die mysteriösen Todesfälle in ihrer unmittelbaren Nähe mehren, sucht sie Hilfe bei ihrem Mitschüler Noah. Doch der hat ein eigenes dunkles Geheimnis... 
 Obwohl das Motiv gleich ist, finde ich die englische Ausgabe viel schöner. Die Farben sind dunkler und dadurch sieht es mysteriöser aus als das deutsche Cover - und düster und mysteriös ist auch die Handlung im Buch. Außerdem finde ich die Schrift ein bisschen hübscher...
Der Titel ist auch im deutschen ziemlich gut geworden, aber ich frage mich, wie die nächsten Bände dann heißen werden. Wenn jedes Buch eine Frage als Titel hätte, wäre das irgendwie ziemlich cool!






Ähm, Wow?!
Ich hätte nicht gedacht, dass mir Mara Dyer doch so gut gefallen würde, aber ich bin beinahe sprachlos!
"Was geschah mit Mara Dyer?" ist eines dieser Bücher, die man einfach nicht aus der Hand legen kann. Ich hab das Gefühl, dass eigentlich alles an diesem Buch stimmt! Ich bin total begeistert.
Dieses Buch ist spannend, witzig, gruselig und überwältigend!

Mara hat psychische Schäden von sich getragen und nach dem Unfall machen ihr Halluzinationen, Albträume und Erinnerungsfetzten zu schaffen.
Für mich haben diese psychischen Störungen sie zu einem wahnsinnig interessanten und neuen Charakter gemacht. Obwohl sie also ein bisschen angknacks ist, ist sie trotzdem noch ein Mensch - sie ist selbstbewusst, humorvoll und sympathsich trotz ihrer Vergangenheit.

Noah...Noah, ist großartig! Egal was ihr unter Bad-Boy versteht - Noah ist schlimmer! Und ich liebe ihn dafür! Man merkt schnell, dass er Interesse an Mara hat, aber da er wahrscheinlich an jedem Mädchen Interesse hat, war das nicht überraschend.
Als er auf keine Bestätigung ihrer Seite trifft, folgt er ihr beinahe überall hin und versucht ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ich mochte es auch, dass Mara ihn zwar heiß findet, sich aber nicht an seinen Hals wirft - das zeugt auch davon, dass Mara realistisch denkt und handelt. Außerdem hat sie noch während ihrer Beziehung immer wieder Zweifel, ob Noah sie nicht verarscht, abwegig wäre das nicht.

Überraschender Weise kommen die beiden trotzdem relativ schnell zusammen, eigentlich nur, weil Noah sie wegen einer Sache decken möchte und ihre Beziehung hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Besonders zu Beginn verliert Noah nie seine zweideutige Art und wie er sich trotzdem um Mara bemüht, hat mich mehrmals zum Lachen gebracht.
Mit der Zeit werdem mir die beiden ein bisschen zu weich - den Noah, der in jedem Satz eine sexualle Anspielung sieht hat mir besser gefallen. Glückicherweise verliert er diese Eigenschaft nie ganz.
Was mir aufgefallen ist, ist, dass die fast das ganze Buch zusammen sind, sich aber kaum Küssen oder so. Fand ich super!

Also, das Mara Dyer ist zwar wirklich gruselig, aber auch richtig lustig! Das ist eigentlich das Überraschendste, finde ich.
Ich denke, es ist Noah. Wenn Noah nicht wäre, dann gäbe es hier auch keinen Humor, aber er ist ja zum Glück da. Nein, seine unverblümte Art über Sex zu reden und gleichzeitig nie was zu sagen, wahr genial und wenn er so tut, als wäre er nicht der Bad-Boy, dann ist das sogar noch besser!

Trotzdem besteht der Hauptteil des Buches daraus, dass man denkt verrückt zu werden.
Die Geschichte wird durch Maras Perspektive erzählt - man sieht, hört und denkt, was sie sieht, hört und denkt. Dadurch weiß man nie, was grade eine Halluzination und was echt ist. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich es immer noch nicht weiß.
Den größten Teil des Buches, denkt man gar nicht, das es sich hier um Fantasy handelt, aber gegen Ende kommen besondere Fähigkeiten einiger Charaktere zu Tage, die an sich eigentlich ziemlich offen sind. Es wird dahingehend nicht so viel erklärt, aber das fand ich gut, weil die Charaktere es eigentlich selber noch nicht ganz verstehen.

Obwohl ich zwischendurch mal einen kleinen Hänger hatte und mich das letzte Drittel des Buches ein wenig enttäuscht hat, war ich vollkommen ahnungslos, was das Ende bestrifft.
Und das Ende...ich weiß gar nicht was ich sagen soll! Es handelt sich wirklich nur um die letzten zwei Seiten, aber sie bringen einen dazu, das komplette Buch nochmal zu überdenken! Es war eine so unerwartete Ende, damit konnte gar niemand rechnen!
Ich bin sprachlos.

Handlung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Spannung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Humor: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥ (4/5)






Ich will "The Evolution of Mara Dyer" lesen, sofort! Das ganze Buch hat mir unglaublich gut gefallen und trotz eines kleinen Hängers konnte mich die Geschichte vollkommen in seinen Bann ziehen. Das Ende war unerwartet und ich kann kaum auf Teil zwei warten.
Ich empfehle das Buch auf jeden Fall an alle weiter, die auch mal ein düstereres Buch lesen wollen!


Samstag, 27. April 2013

Rezension: Calling Crystal

Titel:
Calling Crystal
(Seeking Crystal)

Autor:
Joss Stirling

Verlag:
dtv

Seitenzahl:
384

Preis:
16,95€


Crystal leidet darunter, dass sie ihre paranormalen Fähigkeiten nur unzureichend kennt. Versucht jemand, telepathisch Kontakt zu ihr aufzunehmen, wird ihr schlecht – ein Umstand, der ihr das Leben in einer Welt von Savants nicht gerade erleichtert. Doch als in Venedig bei einer von Crystal organisierten Feier Mitglieder der Familie Benedict entführt werden, ist sie es, die entscheidend zur Rettung beitragen kann. Und dabei bemerkt sie, dass der Benedict-Bruder Xav gar nicht so übel ist, wie sie anfangs dachte...

 In diesem Fall kann ich mich gar nicht richtig entscheiden, welche Aufmachung mir besser gefällt. Bei den anderen beiden Bänden noch, fand ich, dass die englischen Cover sehr dunkel und düster sind, was für mich nicht so gut zu den Büchern gepasst hat. Die deutschen Bücher sind zwar rosa und kitschig, aber auch wunderschön und ich mag die Cover wirklich gerne. 
Die Titel finde ich auch ziemlich gut gewählt, der englische bezieht sich eher auf Crystals Fähigkeit, Dinge zu finden; der deutsche eher auf Xav, der sich immer so toll um Crystal kümmert.

Wie Sky einmal so schön im Buch über Crystal und Xav sagt: "Ach, ihr beiden seid einfach so ein süßes Paar!" und sie hat so recht! 
Das liegt vor allem daran, dass sowohl Crystal als auch Xav super sympathische und witzige Charaktere sind, die aber im Umgang miteinander so liebevoll und trotzdem stur sein können. 
Besonders schön war dabei, dass Crystal ja Probleme hat, normale Telepathie der Savants zu benutzen und somit auch erst sehr spät erfahren hat, dass Xav ihr Seelenspiegel ist. Das heißt, sie fallen sich nicht als erstes Mal in die Arme und sind glücklich bis an ihr Lebensende, sondern bauen eine richtige Beziehung zueinander auf.

Xav kam mir zu Beginn des Buches ein wenig arrogant vor, was ich so eigentlich gar nicht aus den ersten beiden Büchern gewohnt war. Aber im Laufe der Geschichte wird er ein so netter Kerl, dass man ihn einfach mögen muss. Vor allem hat man nicht das Gefühl, dass er Crystal mag, weil die zufällig sein Gegenstück ist, sondern weil er sie wirklich für das liebt, was sie ist. 

Und Crystal ist liebenswürdig, sarkastisch, gleichzeitig aber auch ganz schön unsicher und vielleicht ein wenig seltsam.
Aber sie kam mir so nah am Leben vor. Sie sieht nicht aus wie eine typische Schönheit und findet sich selbst auch nicht bewundernswert, ihr Selbstwertgefühl hat ziemlich darunter gelitten, dass ihre Familie so enttäuscht von ihr ist und ihr Fähigkeit nicht richtig wertschätzen kann. Eigentlich tut mir Crystal mit ihrer Familie ziemlich leid, denn ich habe das Gefühl, dass sie ziemlich auf sich allein gestellt ist. 
Diamond ist dafür eine tolle große Schwester für sie, aber ist eben doch ein Elternersatz. 

In "Calling Crystal" kommen auch sehr oft Sky, Zed, Phoenix, Yves und die anderen Benedicts vor. Sie sind fast das halbe Buch über anwesend und es wird sehr darauf eingegangen, was es bedeutet, einen Seelenspiegle zu haben oder auch nicht zu haben. Dass der Verlust vielleicht schlimmer ist, als all die erfüllten Stunden, die man mit ihm hatte. 
Mir hat es gut gefallen, dass das nochmal so ausführlich beschrieben wurde, das bringt einem sehr viel näher, was ein Seelenspiegel überhaupt ist. 
Außerdem ging es auch sehr stark darum, was es bedeutet man selbst zu sein und Crystal macht in dem Hinblick eine große Entwicklung durch. 

Außerdem ist das Buch wirklich witzig! Manchmal habe ich vor dem Buch gesessen und einfach laut gelacht, weil Crystal und Xav diesen tollen Sinn für Humor haben. 
An manchen Stellen, an denen keiner Crystals Humor versteht, weil er so sehr sarkastisch ist, konnte ich mir das Lachen einfach nicht verkneifen. 

Das Ende fand ich ein wenig schwächer, als den Rest des Buches, weil ich verschiedene Handlungen nicht komplett nachvollziehen konnte. Zum Beispiel was jetzt mit der Contessa ist, war für mich nicht ganz schlüssig.

Handlung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4/5)
Humor: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)


Mit diesem dritten und letzten Teil der Reihe hat es die Trilogie auf jeden Fall geschafft, zu einer meiner Lieblingsreihen zu werden! 
Calling Crystal ist für mich eindeutig der beste Teil: Venedig als Ort, Crystal und Xav und alles Drumherum konnten mich einfach begeistern.
Einen winzigen Kritikpunkt habe ich allerdings doch: Warum nur drei Teile?! Also gut, mir ist klar, warum es nur drei Teile gibt, aber das ist wirklich so schade!











Vielen, vielen Danke and den dtv-Verlag, für dieses Rezensionsexemplar!



Sonntag, 11. November 2012

Rezension: Saving Phoenix

Deutsche Ausgabe
Original
Titel:
Saving Phoenix
(Stealing Phoenix)

Autorin:
Joss Stirling

Verlag:
dtv

Seitenzahl:
384

Preis:
16,95€

 
Die 17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft krimineller Savants, Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für deren Anführer muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden Gehirnen zu manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene dann bei ihm abliefern. Als sie bei einer Gruppe amerikanischer Studenten iPads stehlen soll, trifft sie auf Yves Benedict. Doch der ist mehr als ihr nächstes Opfer – er ist ihr Seelenspiegel. Yves erkennt dies sofort und entwirft einen Schlachtplan, um Phoenix aus der Gemeinschaft zu befreien und den Anführer zu bezwingen. Doch dieser will die Macht der besonderen Verbindung zwischen Phoenix und Yves für seine eigenen Zwecke nutzen...

Auf wenn hier die Unterschiede nur minimal sind, habe ich trotzdem mein Lieblingscover und Titel, würde ich sagen. Wie schon bei Finding Sky finde ich das deutsche Cover ein wenig schöner, weil mir die Farben im Original ein bisschen zu grell und aggressiv erscheinen. Dieses hier sieht zwar nicht so düster aus wie der erste Band, aber immer noch nicht so, wie das Buch meiner Meinung nach wirkt. Ich finde das deutsche Cover so wunderschön, eigentlich noch viel schöner als Finding Sky. Der Schutzumschlag hier ist leicht angeraut, würde ich sagen und schimmert perlmuttfarben, wenn man das so sagen kann. Es sieht wirklich ganz ganz toll aus!
Ich verstehe nicht ganz, warum man den Titel geändert hat, aber 'Saving Phoenix' passt genauso gut wie 'Stealing Phoenix' auch wenn ich 'Stealing Phoenix' noch einen kleinen Ticken besser finde, weil im Buch sogar ein paar Mal darauf Bezug genommen wird.

Bei Finding Sky war ich ja ein bisschen zwiegestalten, denn der Anfang war nicht so mein's, dafür fand ich das Ende wirklich genial. 
Während also der erste Band ganz unten angefangen hat und im Verlauf wirklich grandios wurde, verhält die Kurve von Saving Phoenix ganzzeitlich hoch. ich würde sagen, dieses Buch hat keine Tiefs, es ist wirklich genial. 
Angefangen dabei, dass das Buch in London spielt, was bei mir schon mal ein riesen Pluspunkt ist. 
Yves war mir schon in Finding Sky super sympathisch, wie eigentlich alle Benedicts, aber hier entwickelte er sich wirklich zu meinem Lieblingscharakter. Ich mag ihn viel mehr als Zed, weil Zed und Sky ja schon mehr oder weniger relativ klischeehafte Protagonisten waren. Yves ist anders als seine Brüder, er ist ruhiger und sanfter, nicht so ein Macho und er verhält sich von Anfang an freundlich und geduldig Phoenix gegenüber, obwohl sie ihn beklaut hat. Trotzdem ist er temperamentvoll und die Szenen in denen Phoenix dieses Temperament zum vorschien bringt, fand ich sehr gelungen. Aber Yves ist halt nicht ohne Fehler, auch wenn er so gebildet und intelligent ist. Dass gerade Phoenix, die niemals zur Schule gegangen ist, ihm das zeigt, hat mir sehr gut gefallen.
Wenn man Phoenix und Sky vergleicht (und das kann man ruhig machen), so sind beide unsicher und haben keine Ahnung, wer ihre Familie ist. Wobei Sky allerdings ein Charakter war, den ich sehr gut verstehen konnte, war Phoenix jemand, den ich bewundern konnte. Ich finde sie ist sehr tough und schlägt sich prima durchs Leben. sie ist sich bewusst, dass sie Schwächen hat, aber geht sehr gut mit ihnen um. Während in anderen Büchern die Zweifel der Protagonistin, dass sie nicht gut genug für den Jungen ist, eher nervig sind, waren sie hier wirklich gut nachvollziehbar. Denn wenn ich jemanden wie Yves treffen würde, käme ich mir im ersten Moment auch wertlos vor und das, obwohl ich zur Schule gehe.
Was mir an den Büchern gefällt, ist die Idee mit dem Seelenspiegel. Damit erlaubt sich Joss Stirling, die beiden Protagonisten sich vollkommen kitschig zu verhalten ohne dass es einen stört. Denn es ist einfach unrealistisch, wenn man sich nach einem Tag nicht mehr voneinander trennen will. Durch die Seelenspiegel Geschichte wird das ganze erträglicher und wirklich romantisch. Trotzdem war es verständlich, dass Phoenix sich erst dagegen währen wollte und es in Frage gestellt hat, ob Yves sie wirklich mag oder sie halt einfach nur füreinander bestimmt sind. Auch hier konnte ich Phoenix wieder gut nachvollziehen, denn gegenüber dem Seher spielt Yves seine Rolle wirklich gut und ich wusste auch nicht recht, was ich von ihm halten sollte. 
Außerdem ist das Buch eigentlich durchgehend spannend. Also spannend ist vielleicht das falsche Wort, aber fesselnd und mitreißend. Der Schreibstiel schafft es einfach, dass man an den Seiten kleben bleibt und nicht aufhören kann zu lesen
Das Ende des Buches ist sicherlich Geschmackssache, für manche scheint es übertreiben, ich fand es gut. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass Yves und Phoenix in London bleiben, aber in Amerika werden die beiden mit Sicherheit auch glücklich.


Handlung: ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (4/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥♥ (5/5)


 
Sky und Zed waren toll, aber Phoenix und Yves sind Wahnsinn. Ich kann das Buch nur empfehlen! die beiden sind mir so ans Herz gewachsen, ich wünschte, das Buch wäre noch 200 Seiten länger. Ich freu mich schon so sehr auch Seeking Crystal und bin gespannt, wie die Geschichte von Xav so verlaufen wird!


Samstag, 4. August 2012

Rezension: Finding Sky

Titel:
Finding Sky
(Finding Sky)

Autorin:
Joss Stirling

Verlag:
dtv

Seitenzahl:
459

Preis:
16,95€






Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf ... und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat ...


Ich liebe dieses Cover einfach. Auch wenn zwischen dem deutschen und dem englischen Cover kein großer Unterschied besteht, bin ich ganz froh, dass die Farbe geändert wurde. Es sieht einfach nicht so düster aus. Ich finde einfach, dieses schwarz passt überhaupt nicht zu Sky und Zed und zu der ganzen Geschichte, da ist dieses rose/pink/magenta/what ever schon sehr viel schöner. Auch diese Blätter, die ja eigentlich silber sind und das Herz bilden sind einfach wunderschön. Als ich das Buch bekommen habe, musste ich es einfach mal eine Weile anstarren und drüber streichen.
Der Titel ist wirklich perfekt gewählt und passt so gut zu der Handlung und allem, weil Sky im Laufe des Buches mehrmals wieder zu sich selbst finden und mit ihrer Vergangenheit umgehen muss.


Ich hab wirklich etwas ganz anderes von dem Buch erwartet. Wirklich. Es ist unglaublich, wie ich mich in diesem Buch getäuscht habe! Es gibt so viele verschiedene Meinungen zu diesem Buch und ich hatte ziemlich hohe Erwartungen. 
Bis zu Seite 320 oder so hätte ich dem Buch vielleicht auch nur 3 Herzen gegeben, aber dann kam die große Überraschung :)
Und das hat mich wirklich sehr gefreut, weil ich eben so sehr wollte, dass mir das Buch gefällt. Letztendlich muss ich sagen, dass ich das Buch wirklich liebe!

Wie schon erwähnt, war ich am Anfang ja nicht so ein Fan von der Geschichte. Auch wenn ich mir das nicht ganz eingestehen wollte. 
Leider fand ich die Story und alles sehr stereotypisch. Wie auch die Kurzbeschreibung, klang einfach einfach alles so 0815-Teenie-Roman-mäßig. Allerdings waren so viele von dem Buch begeistert...da wollte ich es auch gerne sein.

Die Geschichte fängt damit an, dass Sky von England nach Amerika kommt. Sie kommt an eine neue Schule und ja, das klingt alles schon sehr bekannt. 
Ein großer Pluspunkt war aber schon zu diesem Zeitpunkt Sky als Charakter. Sie ist mir einfach so ähnlich, dass ich total verstehen konnte. Sie hat Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe, ist wahnsinnig schüchtern in neuen Umgebungen, kann immer nicht glauben, dass irgendjemand sie mag, hat auch den Wunsch nach Coolness und so weiter. Es ist wirklich noch nie vorgekommen, dass mir jemand in einem Buch so ähnlich war und das fand ich wirklich schön. Auch hat man immer im Hinterkopf, was Sky in ihrer Kindheit durchgemacht hat, deshalb kann man auch verstehen, warum sie so ist wie sie ist.
Zed war hingegen am Anfang ziemlich...typisch. Er war ein mysteriöser Typ, der wahnsinnig gut aussieht und sie mies behandelt. Zu dem Zeitpunkt war mir auch Skys Vergötterung ihm gegenüber ein bisschen zu ausgeprägt. Ich bin aber im Buch sehr gut mit Zed warm geworden. Ich mag ihn mittlerweile wirklich sehr gerne. 
Und - das hat jetzt nicht direkt was mit dem Buch zu tun - mit dem Wissen, das es in dem zweiten und dritten Teil um Yves und Xavier geht (die Brüder von Zed), kommt mir das aller sehr wie die Fuentes Bücher vor, vorallem, weil sie auch latinomäßig aussehen. Das wollte ich nur kurz anmerken...
Alles in allem war mir dieser Teil des Buches einfach zu kitschig. Es war einfach so...kitschig. Ich hab mir vorgenommen, nicht mehr so zu spoilern....Ihre Beziehung war zwar auch sehr süß, aber im ersten Teil vorallem kitschig.

Allerdings gibt es da diese eine Sache, die ALLES geändert hat. So irgendwann zwischen Seite 300 und 350. Und ab dieser Stelle habe ich mich total in das Buch verliebt. Ich weiß nicht, was dann passiert ist, ich konnte einfach besser mit allem mitgehen. Außerdem fand ich Zeds Brüder so toll, besonders Yves, Xav und Uriel finde ich so super (auch, wenn ich mir nie merken kann, wer was kann). Als Sky mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird - das war einfach so hammer beschrieben. Ich hatte so viel Mitleid mit ihr. Was sie durchmachen musste, sollte kein Lebewesen je nur ansatzweise durchmachen. Auch, als sie "verrückt" wird und wieder zu sich selbst finden muss - diese Szenen sind so unglaublich toll beschrieben und übermittels einfach so einfühlsam Skys Gefühlswelt. Ich habe es so "genossen" darüber zu lesen. Ich hatte auf den letzten 120 Seiten eigentlich durchgehen Herzklopfen, das bestimmt noch meine Nachbarn gehört haben. Besonders bei diesem Showdown...Es hätte einfach alles passieren können, Sky hätte alles machen können, ohne es zu zu wolle. Das war so - WOW.

Auch diese ganze Savant-Idee fand ich eigentlich sehr schön. Es ist wie Vampirsein nur ohne das Vampirsein. Ach, ich bin wieder witzig. Und mit der Idee, dass es irgendwo auf der Welt jemanden gibt, der zu dir passt und der dich "ganz" machen wird entspricht total meiner - ich muss zugeben, ziemlich kitschigen - Vorstellung der großen Liebe. Es gibt sie irgendwo, ganz sicher, aber ob man sie findet ist etwas ganz anderes.


Handlung: ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (4/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥♥ (5/5)



Ach ich liebe dieses Buch einfach. Ich finde es so schade, dass es in "Saving Phoenix" nicht um Zed und Sky geht. Aber ich finde es auch andererseits ganz gut. Ich glaube nämlich, dass "Saving Phoenix" noch besser wird, weil man da diese Sache mit dem "Kennenlernen des Übernatürlichen" nicht hat. Und Yves ist so toll! "Saving Phoenix" kommt übrigens an meinem Geburtstag raus^^

"Finding Sky" hat mich sowohl um positiven, als auch im negativen überrascht. Hätten mich die ersten 300 Seiten genauso gefesselt, wie die letzten 160, wäre dieses Buch wirklich eins meiner neuen Lieblingsbücher. Leider muss ich für den doch nicht ganz so tollen Anfang einen Punkt abziehen. Es tut mir fast schon körperlich weh...