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Dienstag, 22. Oktober 2013

Booktalk #4

Vier Bücher und vier Rezensionen, die keine Rezensionen sind. 
Dieses Mal gibt es meine kurze und knappe Meinung zu:

Klickt auf die Titel und ihr kommt zur Amazonseite.



Damit hätte ich diese Reihe auch endlich beendet.
Leider hat mir Cathys Ring nicht wirklich so gut gefallen, wie die anderen zwei Teile. Ich weiß nicht mal genau, woran das liebt, aber ich bin nicht ganz warm mit der Geschichte geworden.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich irgendwie nicht bei den Charakteren war - es ist so als hätte ich nichts mit ihnen zu tun und interessiere mich nicht groß für sie.
Andererseits sind Cathy, Emmy, Pete und vor allem Victor wirklich tolle und Charaktere und ich mag sie...aber ich liebe sie nicht.
Was mir wirklich gestört hat war, dass es so eine Art Dreiecksbeziehung gab und diese einfach unnötig war!
Das seltsame an diesen Büchern ist, dass sie total wenig Seiten haben und sich trotzdem (zumindest von mir) nicht schnell lesen lassen. Ich glaube, für dieses Buch habe ich ungefähr eine Woche gebraucht und es hat 150 Seiten! Das kann allerdings auch an der Gestaltung liegen, denn die Bilder sind teilweise so hübsch, dass ich sie bestimmt drei Minuten angestarrt habe.
Mit der Ende bin ich wirklich glücklich und mittlerweile bin ich doch ein kleiner Fan von Victor geworden.



Veronica Roth: The Transfer

Wow. Dafür, dass diese Geschichte nur ungefähr 30 Seiten kurz ist, hat sie mich aber ganz schön mitgerissen.
Four ist einer meiner Lieblingscharaktere in Divergent und ich war so gespannt, wie nun eine Geschichte aus seiner Perspektive sein würde. Sicherlich ist es nicht schwer, 30 Seiten am Stück zu lesen, allerdings habe ich keinen eReader und hasse es, am Computer zu lesen - dass ich also so lange auf meinen Bildschirm starren konnte, überrascht mich.
Man erfährt ja schon ein bisschen über Fours Vergangenheit in Divergent und Isurgent, aber hier sieht man seine Familie direkt aus seinen Augen und das war nochmal etwas anderes.
Einem wird bewusst, was für ein schrecklicher Mensch Marcus ist und wie furchtbar es für Four gewesen ist, sein Leben bei diesem Mann zu verbringen. Gleichzeitig sieht man aber schon hier, dass Four an sich eine starke Persönlichkeit hat und auch genug Mut, sich seinem Vater ab und zu in den Weg zu stellen.
Außerdem kommt natürlich die Szene vor, in der Four zu den Dauntless kommt und seinen Namen bekommt.
Insgesamt soll es 4 solcher Geschichte aus Fours Sicht geben, die auch als Buch erscheinen sollen, also werde ich sehnsüchtig darauf warten. Seine 'Stimme' hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich freue mich auch schon auf seine Kapitel in Allegiant :)



Thomas Thiemyer: Logan und Gwen

Für dieses Buch habe ich so unbeschreiblich lange gebraucht, ich kann es kaum glauben.
Ich muss zugeben, ich hatte mir mehr von dem Buch erwartet. Den ersten Teil der Reihe, David und Juna, fand ich nicht super toll, aber trotzdem relativ toll und weil einfach jeder gesagt hat, dass Logan und Gwen besser sein soll, war ich natürlich ziemlich gespannt auf das Buch. Aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was daran so herausragend sein soll.
Die erste Hälfte ist langatmig und Logan und Gwen ahnen nicht einmal etwas voneinander. Die zweite Hälfte ist besser, aber dafür auch ein bisschen unglaubwürdig.
Es ist klar, dass diese Reihe kein Kitsch ist, aber trotzdem finde ich es nicht schlimm, wenn sich die Protagonisten auch irgendwann begegnen würden. Als sie sich dann mal über den Weg laufen, hassen sie sich erst...und von jetzt auf gleich ist es die große Liebe. Ich habe keinerlei Zusammenhang zwischen dem recht trockenen, unromantischen Anfang und dann einzelnen Sätzen wie 'Sie liebten sich noch zweimal in dieser Nacht.'. Grundsätzlich mag ich solche Formulierungen sowieso nicht, aber hier hat es nicht mal zu Stil des Buches gepasst.
Außerdem fand ich leider, dass man Logan und Gwen als Charaktere nicht ganz fassen konnte. Ich könnte die beiden nicht beschreiben, obwohl das Buch fast 500 Seiten hatte. Sie sind nur schwammig und unklar gezeichnet und ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen. Das bezieht sich auch auf die Gefühle füreinander, ich verstehe weder, warum Logan Gwen mag noch umgekehrt. Wie die beiden zusammen kommen und ihre Vorurteile und den Hass überwinden ist so unklar und viel zu kurz dargestellt.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich die Reihe noch beenden kann...




Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand

Skulduggery Pleasant habe ich vor allem deshalb angefangen zu lesen, weil ich ein absoluter Sherlock Fan bin und fand, dass die Bücher mit dieser Mischung aus Humor, Detektivgeschichte und Fantasy, daher gut gefallen könnten. An sich fand ich das Buch auch gut, aber eben nicht mehr. Ich denke das liegt hauptsächlich daran, dass ich die Charaktere zwar nicht direkt unsympathisch fand, trotzdem aber keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Man spürt auf jeden Fall diesen 'Sherlock-Charme', was das Buch für mich ausgemacht hat. Derek Landys Humor gefällt mir sehr gut und ich musste öfter mal auflachen. Auch finde ich, dass Skulduggery und Stephanie ein unschlagbares Paar abgeben und es war schön zu sehen, wie sehr die beiden sich um einander sorgen.
Eigentlich kann ich gar nicht richtig benennen, was mir nicht gefallen hat, aber bei Skulduggery Pleasant handelt es sich, denke ich, um eine Reihe, die mit jedem Teil besser wird. Nur der erste war eben noch nicht herausragend. Trotzdem werde ich den nächsten Teil bestimmt auch noch lesen, vor allem weil es hier mal keine kitschige, unglaubwürdige Liebesgeschichte gibt.



Montag, 30. September 2013

Rezension: Zerstöre Mich

Titel:
Zerstöre Mich

Autor:
Tahereh Mafi

Verlag:
Goldmann

Seitenzahl:
ca. 80

Preis:
1,99€

 In "Ich fürchte mich nicht" ist Juliette die Flucht aus den Fängen des Reestablishments gelungen – indem sie dessen Anführer Warner eine Kugel in die Schulter jagte. Sie glaubte ihn tot zurückzulassen, doch Warner ist nur schwer verletzt. Und nimmt den Leser in "Zerstöre mich" mit auf eine faszinierende Reise. Denn Warner scheint hassenswert – grausam, gefühlskalt, berechnend –, und ist doch voller innerer Zweifel, hin- und hergerissen zwischen seiner Erziehung durch seinen grausamen Vater und seiner tiefen Liebe zu Juliette, die er unbedingt wiedersehen muss – auch wenn Sie ihn offensichtlich verabscheut. Und so kämpft der noch geschwächte Warner zum einen darum, die Disziplin auf der Militärbasis aufrecht zu erhalten, während er andererseits mit aller Macht daraufhin arbeitet, Juliette wieder in seine Gewalt zu bringen. Bis sein Vater, Oberbefehlshaber des Reestablishments, in Warners Basis auftaucht. Und als Warner dessen Pläne für Juliette erfährt, wird ihm klar, dass er sich endgültig entscheiden muss …
Als ich erfahren habe, dass die Novella von Tahereh Mafi auch ins Deutsche übersetzt würde und ich dann auch noch das eBook vom Goldmann-Verlag angeboten bekommen habe, konnte ich das natürlich nicht abschließen. 
Die "Ich fürchte mich nicht"-Reihe gehört zu meinen Schätzen und obwohl ich nicht der größte Warner Fan auf diesem Planeten bin, wollte ich wissen, was nun mit ihm zwischen dem Ende von "Ich fürchte mich nicht" und dem Anfang von "Rette mich vor dir" geschieht. 

Zerstöre mich beschäftigt sich hauptsächlich mit Warners Gedankenwelt. Da die 'Haupt'-Bücher ausschließlich aus Juliettes Perspektive geschrieben sind, ist es manchmal schwer, sich in andere Charaktere hineinzuversetzen, besonders, wenn es ein Charakter ist, der scheinbar so gemein und kaltherzig ist. 
Dass Warner aber eben nicht so gefühllos ist, wie Juliette denkt merkt man in dieser Kurzgeschichte. 

Mir hat schon mal die Tatsache gefallen, dass so eine Geschichte überhaupt gibt. Tahereh Mafi lässt uns nicht mit Vermutungen über Warners innerste Gefühlswelt zurück sondern schreibt dazu eine Novella. 
Wie gesagt, ich bin nicht der größte Warner Fan, aber es war schön ihn wirklich einmal privat zu sehen. Ich habe zwar gewusst, dass es eine ungewöhnliche Obsession mit Juliette hat, aber die Hintergründe sind so plausibel - man kann ihn fast nicht mehr als Psychopathen sehen.

Neben den Gründen, warum er Juliette also für sich haben will, erfährt man auch schon in Ansätzen, warum Warner manchmal so verkorkst ist (aber dazu kommt noch mehr im zweiten Teil :D).
Sein Vater ist nämlich alles andere, als ein netter Mensch und neben ihm wirkt Warner regelrecht wie ein Heiliger.
Alles in Allem hat mir "Zerstöre Mich" sehr gut gefallen, allein schon weil es von Tahereh Mafi ist. Die Frau kann einfach schreiben. 
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es trotz seiner ca. 80 Seiten nicht wirklich tief genug gegangen ist um 5 Herzen zu bekommen. Außerdem hatte ich von dem ebook erwartet, dass ich meine eher schlechte Meinung von Warner komplett überdenke und ihn ab jetzt abgöttisch liebe, wie es jedem sonst mit dieser Novella zu gehen scheint. Ich verstehe Warner jetzt mehr, aber das war es auch schon. 
Ich denke aber, dass "Zerstöre Mich" auch jeden Fall lesenswert ist, besonders für die, die die Reihe sowieso lieben.








Vielen  Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung dieses eBooks!