Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: For Darkness Shows the Stars

Titel:
For Darkness Shows the Stars

Autor:
Diana Peterfreund

Verlag:
Balzer + Bray

Seitenzahl:
402

Preis:
13,10€
 

It's been several generations since a genetic experiment gone wrong caused the Reduction, decimating humanity and giving rise to a Luddite nobility who outlawed most technology.

Elliot North has always known her place in this world. Four years ago Elliot refused to run away with her childhood sweetheart, the servant Kai, choosing duty to her family's estate over love. Since then the world has changed: a new class of Post-Reductionists is jumpstarting the wheel of progress, and Elliot's estate is foundering, forcing her to rent land to the mysterious Cloud Fleet, a group of shipbuilders that includes renowned explorer Captain Malakai Wentforth--an almost unrecognizable Kai. And while Elliot wonders if this could be their second chance, Kai seems determined to show Elliot exactly what she gave up when she let him go.

But Elliot soon discovers her old friend carries a secret - one that could change their society...or bring it to its knees. And again, she's faced with a choice: cling to what she's been raised to believe, or cast her lot with the only boy she's ever loved, even if she's lost him forever.




Wenn Jane Austen heutzutage ein Jugendbuch schreiben würde, dann käme dabei For Darkness Shows the Stars heraus. Kein Witz, selbst der Schreibstil nimmt Austen-hafte Züge an und ich liebe es, wie Diana Peterfreud es schaffte, Jane Austen zu adaptieren und trotzdem ihre ganz eigene Geschichte daraus zu machen. 
For Darkness Shows the Stars ist anderes als alles, was ich bisher gelesen habe. Der beste Vergleich ist wahrscheinlich wirklich eine Mischung aus Jane Austen, dystopisch angehauchten Jugendbuch, wobei ich im Hintergrund immer noch so ein nostalgisches Gefühl hatte, als würde ein historisches Buch lesen. Auf jeden Fall haben mich die Geschichte und die Welt in ihren Bann gezogen. Es passiert selten, dass mich ein Buch von der ersten Seite begeistern kann, aber hier war das so, was mich natürlich sehr gefreut und positiv überrascht hat.
Sicherlich ist  'spannend' kein passendes Wort um die Geschichte zu beschreiben, aber 'mitreißend' ist sie ohne Frage. Man ist so in der Welt gefangen, dass man einfach immer weiter liest; immer wissen muss, wie es mit den Charakteren weiter gehen wird, was als Nächstes kommt.
Ja, das Buch ist an sich eher ruhig und plätschert vor sich hin, und trotzdem konnte ich es, einmal damit angefangen, nicht mehr aus der Hand legen. 

Ich kann schlecht vergleichen, wie genau Diana Peterfreund am ursprünglichen Konzept von Persuasion bleibt, aber das ist für mich auch nicht der Punkt. Egal, wie sehr Elliot und Kai den Charakteren aus Jane Austens Werk ähneln, ich habe mich trotzdem - oder gerade deswegen - ein bisschen in die beiden verliebt. 
Die ganze Zeit über sieht man Ausschnitte aus Briefwechseln der beiden aus den Jahren, bevor Kai weggegangen ist. Dadurch bekommt man meiner Meinung nach einen wirklich guten Eindruck, wie ihre Freundschaft überhaupt entstanden ist und wie sie sich mit der Zeit eben in etwas anderes gewandelt hat. Man weiß eigentlich von Beginn an, dass Kai Elliot einmal verlassen hat und dass sie bewusst nicht mit ihm gegangen ist. Und trotzdem habe ich auf den Augenblick hin gefiebert, in denen ich die Briefe dazu selber lesen konnte. 
Außerdem finde ich, dass Elliots gründe sehr für ihren Charakter und ihr Verantwortungsbewusstsein sprechen und auch wenn ich Kai in der Situation verstehen konnte, war es die richtige Entscheidung. 

Zugegebener Maßen, es gibt zwar dystopische Elemente im Buch, aber die haben für mich keine sehr große Rolle gespielt. Viel wichtiger war mir, die Charaktere und ihre Entwicklung zu beobachten. Es ist aber nicht so, dass der dystopische Aspekt des Buches schlecht ausgearbeitet ist oder so, vielmehr war er für mich einfach nicht die Priorität. Die Welt ist genau das, was sie sein soll, der Ort, in dem eine tolle Story platziert ist.
For Darkness Shows the Stars würde ich zwar als Liebesgeschichte bezeichnen, es ist aber noch viel mehr. Diana Peterfreund stellt ganz wunderbar besonders Elliots Entwicklung dar und wie sie sich als Person - eigentlich schon seit sie sechs ist - ständig verändert. Sie wird mit ihren eigenen Entscheidungen konfrontiert und muss die Verantwortung dafür tragen. Natürlich leidet sie selbst darunter, weiß aber auch, dass sie nicht in der Position ist, Schwäche zu zeigen, oder in Selbstmitleid zu versinken - sehr bewundernswert!



Wer ein dystopisches Jugendbuch à la Jane Austen lesen möchte, der sollte sich For Darkness Shows the Stars zu Gemüte führen.
Mit tollen Charakteren und einem fesselnden Plot schreibt Diana Peterfreund eine Adaption eines Klassikers, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte. Besonders Elliot sticht aus der Masse der Jugenbuch-Protagonistinnen heraus, weil sie sich - selbst wenn sie noch Jahre später darunter leidet - ihrer Verantwortung bewusst ist und sehr überlegt an Entscheidungen herangeht. Ihre Liebesgeschichte ist kein bisschen kitschig, stattdessen sieht man, wie sich zwei Fremde und zugleich Freunde wieder kennenlernen und versuchen, ihre gemeinsame Vergangenheit zu verarbeiten.



Kommentare:

  1. Die ist doch schön geworden ^^Du kommst denke ich wieder auf die schienen des blogzuges drauf =)
    wenn es wirklich so janig angehauch tist, dann muss das ja unglaublich gut sein *_________*
    aber wtf, sie, SIE heißt elliot???? wird sie wenigstens elly genannt?

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    1. Danke :)
      Ist doch okay, oder? Findest du es so schlimm, dass sie Elliot heißt? Sie wird, glaub ich, immer Elliot genannt, aber mich hat das zumindest nict gestört. Ich glaube, Kai hat zumindest auch den gleichen Nachnamen wie bei Persuasion xD

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    2. bitte =)
      naja man gewöhnt sich an alles nur ich war ein wenig schockiert zuerst xD ich so aha elliot , und wie heißt sie, nochmal lesen OH ELLIOT ist sie xDDDD
      kai aus lunar chronicles *______* sry xDDD abschweifen xD

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    3. Hahaha, naja, im richtigen Buch heißt sie ja eigentlich Anne, also geht das schon xD
      Das witzige ist, dass ich mir Kai auch so vorgestellt habe wie Kai in den Lunar Chronicles *__* Ich denke sogar, der wird auch so asiatisch angehaucht beschrieben, aber das kann ich mir auch einbilden.
      Ach Mann, du musst das unbedingt lesen!!! :D

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  2. Ich erkenne ja allmählich so ein Muster von Bücher, die du magst ich aber nicht und umgekehrt :D Ich glaube wirklich, ich hab gerade so ne Phase, wo ich etwas langsamere Liebesgeschichten einfach nicht lesen kann xD BAM, Action muss her und Blut und Tooood xD

    Aber trotzdem schön, deine Begeisterung herauslesen zu können :P

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    1. xD Ich hab echt nichts gehen BAM, Action, Blut und Tod, aber manchmal kann es auch etwas Ruhigeres sein^^
      Meinst du, du beendest das Buch trotzdem noch?

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  3. Hach schön *seufz*, ich freu mich so, dass es dir ebenso gefallen hat. Und du hast völlig recht, spannend nicht unbedingt, aber mitreißend. Dann bin ich gespannt, wie ein Flitzebogen, wie du "Across a star-swept Sea" finden wirst. Steht das irgendwann demnächst bei dir an?

    Liebe Grüße!

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    1. Das steht sogar sehr bald bei mir an! Sobald ich mal wieder eine Bücherbstellung tätigen werde, kommt "Across a star-swept Sea" auf jeden Fall mit :) Bestimmt ist es auch richtig gut^^ Ich wünschte nur, es könnte vielleicht noch einen dritten Teil geben...

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