Sonntag, 30. Dezember 2012

Rezension: Tage wie diese

Deutsche Aufmachung
Original

Titel:
Tage wie diese

Autor:
John Gree, Maureen Johnson, Lauren Myracle

Verlag:
Arena

Seitenzahl:
400

Preis:
15,99€





Klappentext:


Jubilee hat den perfekten Freund. Sie ahnt nicht, dass sie ihn in dieser Nacht verlieren wird - weil sie sich Hals über Kopf in einen Fremden verliebt. 
Manchmal vergisst Tobin völlig, dass der Herzog eigentlich ein Mädchen ist. Bis zu jenem magischen Moment im Schnee. 
Addie würde alles dafür geben, wenn Jeb ihr verzeihen könnte. Dabei ist er ihr längst viel näher als sie denkt.




Cover und Titel:


Kurz und knapp, ich mag beide sehr gerne. Das Original hat die schöneren Farben, dafür ist das Motiv auf dem deutschen Cover besser gewählt. Besonders, weil diese Szene auch im Buch vorkommt, allerdings ist die Farbwahl ein bisschen merkwürdig.
Beim Titel kann ich mich nicht entscheiden, denn die sind beide wundervoll! "Let ist snow" bezieht sich auf den Schneesturm und "Tage wie diese" eher darauf, dass Weihnachten ist. Beides passt wirklich toll zum Buch!




Meine Meinung:


 Wie man in dem Klappentext vielleicht schon sieht geht es in dem Buch um drei verschiedene Geschichten. Drei Geschichten von drei verschiedenen Autoren. Drei Geschichten die zu Weihnachten spielen.


In der ersten Geschichte geht es um Jubilee und Stuart. Die beiden sind einfach das absolut tollste Paar was es gibt und diese erste Geschichte ist auch meine liebste im Buch. Ich habe vorher noch nie etwas von Maureen Johnson gelesen, weiß aber, dass sie eine gute Freundin von Cassandra Clare ist. Also war ich schon neugierig, wie der Schreibstil ist und wie gut ich mit ihrer Art zurechtkomme.
Ich muss sagen, ihr Schreibstil ist fast schon so grandios wie der von Cassadra Clare. Er ist sehr humorvoll und bringt einen dazu, die Seiten förmlich zu verschlingen.
Besonders aber Stuart und Jubilee zusammen machen diesen Teil des Buches so gelungen. Die beiden sind ein authentisches und realistisches Paar und wie sie zusammen kommen ist zwar richtig romantisch und irgendwie auch niedlich, aber kein bisschen kitschig oder nicht nachzuvollziehen. Die beiden haben mehr oder weniger die selben Probleme in ihren früheren Beziehungen gehabt und dadurch verstehe sie sich selbst auch sehr gut.
 Außerdem ist besonders Jubilee, aus deren Perspektive hier geschrieben ist, in ihren Handlungen und Gedanken so nachvollziehbar. Wie sie von Noah, ihrem Freund, behandelt wird ist richtig schlimm und obwohl man denkt, dass sie das merken müsste, versteht man auch, dass sie es nicht tut. Wenn man mit jemandem so beliebten zusammen ist und ihn denkt zu lieben, dann übersieht man mit der Zeit einfach die Fehler der Person, auch, wenn sie gegen einen selbst gerichtet sind. Und genau das zeigt Stuart ihr, denn das gleiche hat er in ähnlicher Form ja auch erlebt.

In der zweiten Geschichte geht es um Tobin und den Herzog (Angie), die beste Freunde sind, aber plötzlich Gefühle füreinander entwickeln.
Schon an den Namen erkennt man, dass diese Kurzgeschichte von John Green geschrieben wurde. Deshalb muss ich wahrscheinlich nicht viel zum Schreibstil sagen; er ist grandios wie immer.
Was mir hier gut gefällt ist, dass es eine komplett andere Geschichte ist als im ersten Teil. Ich hatte bei dem Buch ein bisschen Angst, dass es einfach drei Geschichten sind, die mehr oder weniger immer das gleiche beinhalten. Hier geht es aber darum, wie aus Freundschaft liebe wird und wie man damit umgeht; das fand dich persönlich sehr schön.
Obwohl hier aus Tobins Sicht erzählt wird, fand ich es sehr verständlich, wie sich Angie manchmal fühlt, wenn man immer so behandelt wird als wäre man eigentlich kein Mädchen. Und ich verstehe auch, warum sie dann ein bisschen an sich selbst zweifelt, was sie in der Hinsicht vielleicht 'falsch' macht,
Leider muss ich trotzdem sagen, dass dieser Teil des Buches der für mich schwächste war, denn die meiste Zeit laufen JP, Tobin und der Herzog durch den Schnee und ich fand das manchmal ein bisschen langatmig.

Die letzte Geschichte handelt von Addie und Jeb.
Addie hat Jeb mehr oder weniger betrogen. Am Anfang habe ich gedacht, dass sie mir dadurch total unsympathisch erscheine würde, aber das war überhaupt nicht der Fall! Sie hat einen Fehler gemacht, aber das weiß sie und sie bereut es so sehr, dass es dem Leser schon richtig weh tut. Außerdem fand ich es richtig cool, dass sie sich daraufhin die Haare abgeschnitten und pink gefärbt hat.
Hier geht es hauptsächlich um Freundschaft und auch darum einander zu verzeihen und zu vertrauen. Der Hauptpunkt liegt aber wirklich bei der Freundschaft, da Jeb erst in den letzten 5 Seiten auftaucht. Die meiste Zeit verbringt Addie mit Tegan und Dorrie. Besonders Tegan ist einfach herrlich, mit ihrer Liebe zu Schweinen!
Die beiden werfen Addie vor, dass sie sehr egozentrisch und selbstbezogen ist und irgendwie, wenn man darüber nachdenkt, ist sie das auch, aber dann eben wieder nicht, Ich weiß nicht, ob ich anders gehandelt hätte und das hat mich darüber nachdenken lassen, wie egoistisch ich selber bin.


Was das Buch auch so schön gemacht hat war, dass alle Geschichten an kleinen Punkten miteinander verbunden sind und man immer wieder Personen entdeckt, wie mach schon kennt. Dass am Ende alle drei Pärchen zusammen bei Starbucks sitzen, glücklich und zufrieden, ist vielleicht ein bisschen unrealistisch, aber das gibt dem Buch einen wunderschönen Abschluss.



 Originalität: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4/5)
Humor: ♥♥♥ (4/5)
 Tiefgang: ♥♥♥♥ (4/5)




Fazit:


Ein wunderschönes Weihnachtsbuch über die Liebe, aber so kreativ und originell erzählt, dass es überhaupt nicht abgedroschen oder kitschig rüber kommt.
Das Beste ist fast schon, dass man die Geschichten auch alle einzeln und für sich lesen kann, ohne Verständnisprobleme zu haben. Aber auch zusammen sind sie wunderschön zu Weihnachten oder im Winter überhaupt.

♥♥♥♥


Kommentare:

  1. Bei Büchern, in denen mehrere Kurzgeschichten enthalten sind, habe ich auch immer ein bisschen Angst, dass diese sich dann zu sehr ähneln. Was ich auch erst letztens in dem Buch "Single Bells" erlebt habe. John Green lese ich persönlich auch echt gerne, besonders wegen seines Schreibstils.

    Liebe Grüße. Jani
    http://janis-allerlei.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich hatte eben auch Angst, dass hier einfach nur eine Geschichte einfach ein biscchen umgeschireben wird, aber das buch ist wirklich wunderschön und wenn du John Green magst, dann würde ich es dir auf jeden Fall empfehlen :)

      Löschen
  2. Eine wunderschöne Rezension! :)
    Ich fand das Buch auch seht toll und es passt wunderbar zu Weihnachten. Ich fand es toll, wie sich die Geschichten alle gekreuzt und am Ende zusammengeführt waren.
    Den englischen Titel finde ich gar nicht passend!
    LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön, das ist lieb, dass du das sagst :)

      Ich mag den englischen Titel trotzdem und ich finde ihn auch passend :D
      Obwohl der deutsche ein bisschen schöner ist :)

      Löschen