Montag, 18. März 2013

Rezension: Requiem







Titel:
Requiem

Autor:
Lauren Oliver

Verlag:
HarperCollins

Seitenzahl:
391

Preis:
14,20€




They have tried to squeeze us out, to stamp us into the past.

But we are still here.

And there are more of us every day.

Now an active member of the resistance, Lena has been transformed. The nascent rebellion that was under way in Pandemonium has ignited into an all-out revolution in Requiem, and Lena is at the center of the fight.






Take down the walls. 
-page 391




Es ist nicht schwer, das englische Cover nicht zu mögen, oder? Also, ich mag es nicht, es ist nicht wirklich hübsch und Zusammenhang mit dem Buch gibt es auch nicht.
Ich bin allerdings überzeugt, dass das deutsche Cover mal wieder um einiges besser aussehen wird.
Der Titel ist ganz okay, also nicht überragend toll, aber ganz okay :)



Eines der Bücher, auf das ich mich dieses Jahr am meisten gefreut habe. Als ich es dann endlich in den Händen hielt, habe ich natürlich auch sofort angefangen zu lesen! Doch schon nach ein paar Seiten ist mir klar geworden, dass das Buch nicht ganz mit Pandemonium mithalten konnte (vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich grade nicht in der Dystopie-Stimmung bin, aber das glaube ich eigentlich nicht.)

Die erste Hälfte des Buches ist ein wenig zäh, finde ich. Es ist auch nicht so, dass nichts passiert, es passiert einfach nichts total interessantes. Nach diesem riesen Cliffhanger am Ende von Pandemoium kommt einfach keine Erklärung! Es kommt zu keiner Gegenüberstellung von Julian oder alles, man weiß nicht, wie Alex entkommen ist und was mit ihm passiert ist. Gut, am Anfang hat mich das nicht wirklich gestört, weil ich damit gerechnet habe, dass eine Auflösung noch kommt. aber je weiter in im Buch drin war, desto aussichtsloser war dieser Gedanke.

In Requiem wechselt Lauren Oliver wieder die Erzählweise. Diesmal wird nicht nur aus der Sicht von Lena oder aus der Gegenwart und Vergangenheit erzählt, sondern aus der Sicht von Hana und Lena. Ich muss zugeben, damit habe ich nicht gerechnet. Erstens dachte ich, es kommt irgendwas mit Julian, Lena und Alex und dann hätte ich auch nicht gedacht, dass Hana noch eine so große Rolle spielt.

Jetzt sehen wir Hana allerdings nicht mehr als kleine Rebellin sondern als geheilte, verlobte Frau. Es ist wahnsinnig gut gewesen, auch diese Perspektive zu haben. Die ganze Zeit sehen wir die Gesellschaft auf Delirium nur von 'außen', aber Hana ist Teil der Gesellschaft, auch wenn anscheinend bei ihrer Heilung etwas nicht funktioniert hat, fügt sie sich doch ein.
Am anfang mochte ich Hanas Kapitel nicht besonders, denn ich sah den Sinn darin nicht. Aber mit der Zeit wird ihre Geschichte so spannend, dass ich sie schon lieber mochte als Lenas.
Als sie sich auf die Suche nach Informationen macht, die Fred vor ihr verheimlicht wird das ganze Buch richtig spannend. Besonders ihr letzte Szene mit Fred ist einfach wunderbar.

Lena wird mir in dem Teil ein bisschen unsympathisch. Das liegt nicht nur an Julian, mit dem sie zusammen ist (Das ist kein Spoiler, ich spoilere nicht.), sondern auch damit, dass ich ihr Handlungen machmal nicht ganz nachvollziehen konnte.
Aber trotzdem mag ich sie sehr gerne und in Szenen mit ihrer Mutter oder Raven merkt man, was für ein gelungener Charakter Lena eigentlich ist.

Dann gibt es natürlich noch die Frage: Alex oder Julian?
Ich hab es bis zum Ende nicht gewusst und eigentlich weiß man es auch nach dem Ende nicht. Aber das ist gut, ich mag die Tatsache, dass man sich selbst überlegen kann, mit wem sie wirklich zusammen kommt.

Was mich wirklich von dem Buch überzeugen konnte war das Ende und überhaupt die zweite Hälfte. Es wird spannend, es wird mitreißend, es wird emotional.
Sie letzten Seiten konnte ich nicht lesen ohne ein paar Tränen zu weinen, denn der Schluss ist einfach grandios!
Es stirbt eine Person, die für mich sehr viel bedeutet hat und bei der ich es sehr bedauere, aber gleichzeitig bin ich auch Stolz auf sie. Sie hat getan, was getan werden muss.
Der letzte Absatz von Requiem ist episch und berührt mich mehr, als jeder einzelne Satz in allen drei Büchern.


Originalität: ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Charaktere: ♥♥♥♥ (4,5/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (4/5)
Humor: ♥♥♥ (3/5)
Tiefgang: ♥♥♥♥ (4/5)




Ich bin froh, diese Reihe zu kenne und gelesen zu haben. 
Auch wenn dieses Buch nicht das beste ist, kann ich nicht anders, als ihm 4,5 Herzen zu geben. Es ist der letzte Teil einer wunderbaren Buchreihe, eine der ersten Dystopien, die ich gelesen habe. 
Und ich bin mir sicher, dass ich die Bücher noch das ein oder andere Mal lesen werde. 
Mann, das fühlt sich so nach Abschied an, das ist irgendwie total traurig. 






Kommentare:

  1. Da ich die Buchreihe selber nicht besitze und immer nur ausgeliehen hab werd ich glaub echt warten bis die Bibliothek Requiem bekommt weil von den ganzen Rezensionen her bekomm ich nicht soooo viel Lust drauf da es sich einfach nach zu wenig Auflösung anhört was mich generell nicht stört aber bei dieser Serie wohl doch sehr!! Tolle Rezension allerdings :) xx

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    1. Lies es trotdem! Das Ende ist so schön *.*
      Und ich fand, es war dgenau die richtige Mischung auf offenem und abgeschlossenem Ende :D

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  2. Schön!!" ich freu mich schon auf den deutschen band!!!

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  3. Muss. Ich. Lesen. Am liebsten jetzt gleich sofort! Aber mir fehlt leider grad das Geld! *jaul* Naja, vielleicht wird's ja was nach Ostern ;)
    Ach ja, Frage: War es schwer, das Buch auf Englisch zu lesen? Delirium fand ich ja noch einfach, aber mit Pandemonium bin ich manchmal echt nicht klargekommen... :( Andererseits habe ich keine Lust, noch ewig auf die deutsche Ausgabe zu warten. ;)
    Superschöne Rezi übrigens! :D
    LG Hanna

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    1. Also pandemonium war so das erste englische Buch was ich komplett gelesen habe und so...da fand ich es relativ 'schwer', aber das kann auch sein, weil ich halt noch nicht so ans enlgisch lesen gewöhnt war...
      bei requiem habe ich eiegtnlich gedacht, dass es mir dann leichter fallen würde, aber manchmal war es auch ein bisschen holprig...aber es geht. :) Also es ist nicht das einfanchste englische Buch, aber eigentlich ist es machbar. Vorallem, wenn du die ersten zwei Teile auch auch englisch gelesen hast :D

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