Samstag, 25. Mai 2013

Rezension: The Selection

Titel:
Selection
(The Selection)

Autor:
Kiera Cass

Verlag:
Sauerländer

Seitenzahl:
368

Preis:
16,99€

 Die Chance deines Lebens?

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?






Sehr schlau vom Sauerländer Verlag, das Cover zu übernehmen! Es ist aber auch wunderschön, oder? Ich finde es auch gut, dass man die Farben ein bisschen abgedunkelt hat - das sieht kontrastreicher aus und gefällt mir sehr gut. 
Ein-Wort-Titel mag ich zwar in der Regel nicht so gerne, aber passen tut er in jedem Fall!


Selection ist so ein Buch, was ich schon lange lesen will und auch ziemlich hohe Erwartungen daran hatte. Leider hat der Beginn schon dafür gesorgt, dass ich erst mal eine dreimonatige Pause einlegen musste, weil es mich nicht angesprochen hat.

Ich denke, das liegt daran, dass die ersten 100 Seiten ungefähr nur davon Handeln, wie America normalerweise lebt und wie sehr sei Aspen liebt und alles. Zu dieser Zeit kam sie mir sehr stereotypisch und unsympathisch vor. Es war so, als würde sie Dinge nur tun, weil das ein "guter" Buchcharakter eben macht. Für mich war America ein unglaubwürdiger, gestellter Charakter - perfekt, wie man es vielleicht nennen will. Ihr Motive und Handlungen wirkten auf mich nie so, als wären es Dinge, von denen sie nicht wirklich überzeugt ist.
Es ist schwer zu beschreiben, aber America was so "pseudo"-bescheiden, und "pseudo" - liebenswürdig, und "pseudo"-verantwortungsvoll. Das wirkte alles einfach nicht echt.

Und Aspen, ihr "toller" Freund, den sie ja so sehr liebt, hat die Lage nicht verbessert. Ernsthaft, was will der Kerl? Er kann doch nicht erwarten, dass America es einfach hinnimmt, wenn er wie verlässt und ein paar Tage später mit einem anderen Mädchen ankommt. Und dann später im Buch - argh, das macht mich so wütend!
Aspen schlägt ihr auch noch vor, dass America ihn und alles vergessen soll, um den Prinzen von sich selbst zu überzeugen! Klar, das kann man als selbstlosen Akt der Liebe auffassen - ich bezeichnete es als Dummheit!

Aber okay, America wird natürlich ausgewählt und sobald sie im Palast ist, mochte ich das Buch richtig gerne! Wäre es sie ganze Zeit auf diesem Niveau gewesen, wäre ich hin und weg von dem Buch.
Das liegt auch gar nicht an Maxon, finde ich. Maxon ist zwar viel sympathischer als Aspen, aber ich hab mir noch nicht wirklich eine Meinung zu ihm gebildet. Es ist ein bisschen seltsam, dass er nebenbei noch mit 34 anderen Mädchen flirtet. Trotzdem liegt ihm etwas an America und ihre Beziehung entwickelt sich sehr schön und nicht zu schnell.
Aber es ist eben nicht Maxon, der den Rest des Buches für mich interessanter macht - es sind die anderen Mädchen! Nicht nur die anderen in der Selection, sondern auch ihre Dienstmädchen, mit denen sie sich anfreundet.
Der Zickenkrieg und die Freundschaften, die sich entwickeln, waren einfach großartig und konnten mich bestens unterhalten!
Dazu noch die Angst, wer als nächstes weggeschickt wird - fanatstisch!

Der dystopische Teil des Buches hat mich eher weniger interessiert, aber war soweit eigentlich ganz in Ordnung. Ich mochte die Idee mit einer Monarchie und auch, dass Maxon durch America das erste Mal schwächen im Kastensystem sieht und diese gleich verbessen möchte.
Ich habe nicht das Gefühl, dass Menschen mit absichtlich durch das System unterdrückt werden, sondern nur, dass das System, noch nicht ausgereift ist um alle gerecht zu behandeln. Das war mal eine nette Abwechslung.

Neben dem schwankenden Niveau hat mich auch nur eine weitere Sache ein bisschen gestört. Das Buch wird mit "Der Bachelor trifft Panem" oder so beworben und das stimmt auch. Manchmal war es mir aber ein bisschen zu viel Panem...dabei sind es gar keine großen Sachen im Plot, sondern Details, die man sich einfach hätte sparen können. Zum Bespiel, dass America bei ihrem ersten Interview vor der Kamera an sich rumschnüffelt, sagt, sie riecht jetzt nach Vanille und dann fangen alles an zu lachen. Klingt stark nach Peetas erstem Interview.
Einfach unnötig - vor allem, weil das Buch gut genug ist!


Handlung: ♥♥♥♥ (3,5/5)
Schreibstil: ♥♥♥♥ (4/5)
Charaktere: ♥♥♥ (3/5)
Spannung: ♥♥♥♥ (3,5/5)
Humor: ♥♥♥♥ (3,5/5)
Tiefgang: ♥♥♥ (3/5)






"The Selection" konnte mich gut unterhalten, aber insgesamt noch nicht vollständig überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass es für mich nicht auf einem konstanten Niveau bleiben konnte, sondern immer zwischen guten und schlechten Szenen geschwankt hat.
Trotzdem bin ich schon gespannt auf "The Elite", was sicherlich bald bei mir einziehen wird.



Kommentare:

  1. echt? das ist mir nie aufgefallen der vergleich mit panem :D okay ich bin jetzt auch nicht sooooo der panem fan, also nicht hypemäßig :) trzd gut :)

    alsooo :D die mädchen sind echt cool und besonders mit den zofen kommt in elite nochmal n paar schöne szenen und maxon .. halt maxon :D in buch 2 realisiert america sogar dass er auch noch mit den anderen flirtet. ein wenig dumm ist sie ja schon :DDD

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    1. Naja, vielleicht war es auch nicht sooo auffällig, aber ich hab das halt mehrmals bemerkt und fand das einfach...unnötig... :D

      Ich hab ein bisschen angs vor Elite!!!! Es gibt die Leute, die sagen, dass das Buch soooooo gut war und dann die, die sagen, dass buch war sinnlos, schlecht, langweilig und blöd...
      Ich will nicht, dass es blöd ist!!!!!

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    2. e war auch nicht blöd :DDD

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  2. Hi!
    Das ist mir eigentlich beim lesen gar nicht auf gefallen..
    Das da so neh Szene ist wie bei Panem.. Aber jetzt wo du es gesagt hast.. Jap!
    Mir hat das Buch eigentlich gut gefallen!:D
    Und bei der Englischen Version kam es mir überhaupt nicht so vor als ob der Anfang so lang war aber ich kann mich ja auch irren..:)
    Die Zofen fand ich wirklich genial und auch die Idee mit dem Casting war gut'
    Das es zwei englische Covers gibt ist ja komisch a ich mir meine in England gekauft habe kann es ja sein das es da auch ein anderes Cover gibt.. Da mein im Hintergrund so ein Rosa hat.. So wird America finde ich besser vom Hintergrund abgehoben!:)
    Von Aspen bin ich ja voll enttäuscht und kann ihn voll nicht Leiden...
    Bin schon gespannt wie es weiter geht!:D
    Schöne Rezi!
    Vero

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    1. Stimmt, das mit dem Rosanen Hitergrund gibt es ja auch! Ich glaube, das ist die australische und brittische Version oder so... aber das Cover finde ich nicht so toll. So ganz in blau ist das viel schöner :D

      Hahaha, Aspen...ich glaube, niemand kann Aspen leiden^^

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